Basketball Löwen Braunschweig

Am Ende fehlt die Puste: Löwen verlieren 82:92 gegen ALBA BERLIN

TheBloob am 24.12.2016 um 09:11

Einen Tag vor Heilig Abend hätten sich die Basketball Löwen Braunschweig gerne doppelt beschenkt: Geschenk Nummer 1 hatten sie sich bereits mit der heute bekannt gegebenen Verpflichtung von Jamal Boykin gemacht, der morgen in Braunschweig eintrifft. Geschenk Nummer 2 hätte ein Sieg über ALBA BERLIN sein können. 3126 Zuschauer waren für das Spiel gegen den Tabellenfünften in die Volkswagen Halle gekommen und sahen dabei eine Partie, in der das Team von Löwen-Trainer Frank Menz einmal mehr richtig gut spielte. Nach einem holperigen ersten Viertel mit elf Punkten Rückstand, spielten sich die Löwen angetrieben von Topscorer Carlton Guyton (20 Punkte) zurück in die Partie und lagen zur Halbzeit in Führung. Im dritten Viertel blieben sie mit den Berlinern auf Augenhöhe, ehe ihnen – nach wie vor ersatzgeschwächt – im Schlussviertel zunehmend die Puste ausging. Am Ende stand neben einer erneut guten Leistung eine 82:92 (48:47)-Niederlage und damit kein zweites Geschenk. Das möchten die Löwen sich nun am 2. Weihnachtsfeiertag (26.12., 18.00 Uhr) machen: Dann empfangen sie die Eisbären Bremerhaven zum letzten Heimspiel im Jahr 2016 in der Volkswagen Halle und und wollen dabei den ersten Sieg vor heimischem Publikum in dieser Saison einfahren.

Der Start in die Partie war für die Löwen nicht ideal. Offensiv hatten sie Schwierigkeiten, in ihren Rhythmus zu finden. Und defensiv wirkten sie nicht wach genug und konnten vor allem ALBA-Center Elmedin Kikanovic nicht halten. Zwar ließ auch Geoffrey Groselle mit einem Dunking aufhorchen, Frank Menz sah sich nach dem 6:14 aber dennoch gezwungen, seine erste Auszeit zu nehmen (4. Minute). Die Löwen hätten anschließend näher herankommen können, ließen ihre Möglichkeiten aber liegen, während Kikanovic weiterhin punktete: Nach 8 Minuten hatte der Center bereits seinen 13. Punkt zum 13:23 erzielt. Diesen Rückstand konnten die Braunschweiger bis zum Viertelende nicht mehr verkürzen und gingen stattdessen mit einem 17:28 in den 2. Spielabschnitt.

Zwei Dreier von Carlton Guyton brachten die Löwen wieder zurück ins Spiel, die nach einem unsportlichen Foul gegen Berlins Niels Giffey sogar das 28:34 erzielt hatten (13. Minute). Und plötzlich spielte das Menz-Team selbstbewusster. Nach einem Ballgewinn und geblockten Wurf vom nun präsenten Geoffrey Groselle waren die Löwen zwei Mal erfolgreich und auf 32:36 dran (15. Minute)! Zwar mussten sie prompt wieder abreißen lassen und fielen auf 9 Zähler zurück. Aber ihre defensive Intensität war deutlich verbessert, weshalb sie den Lauf der Gäste durch Stopps wettmachten und nach Freiwürfen von Carlos Medlock das 38:41 herstellten. Doch nicht nur das! Carlton Guyton war komplett heiß gelaufen. Er hatte in diesen zweiten zehn Minuten 15 Punkte erzielt und mit einem Wahnsinns-Dreier 44 Sekunden vor der Halbzeit die 45:43-Führung geholt. Die nahmen die Löwen unter dem tosenden Applaus der Zuschauer beim Stand von 48:47 auch mit in das dritte Viertel.

Wieder auf dem Parkett blieb das Spiel packend und ausgeglichen. Die Führungen wechselten über einige Minuten hin und her und dann war es Sid-Marlon Theis, der dafür sorgte, dass die Löwen sich wieder leicht absetzen konnten. Der Löwen-Forward hatte zunächst Kikanovic gestoppt, dann zwei Freiwürfe und gleich noch einen Dreier hinterher zum 65:60 verwandelt (27. Minute). Leider brachte sich das Menz-Team im Anschluss durch zwei Ballverluste selber etwas aus dem Tritt und die Gäste wieder heran. Die Berliner schlossen zunächst nur bis auf einen Punkt auf (65:64, 29. Minute). Aber weil die Löwen abgesehen von zwei Freiwürfen in den letzten 1:44 Minuten dieses Viertels nicht mehr punkten konnten, holten sich die Gäste doch noch die Führung.

Mit 67:70 begann der letzte Spielabschnitt – und diesen Rückstand hatten die Löwen durch ein Dreipunktespiel von Carlos Medlock schnell wieder aufgeholt. Nachdem der Guard zunächst den Ausgleich besorgt hatte, war er sofort danach zur 72:70-Führung zur Stelle (32. Minute). Aber bei den Braunschweigern schwanden zunehmend die Kräfte, wofür nicht nur drei weitere Ballverluste in Serie sinnbildlich waren. Die Berliner nutzten das aus und waren zum 72:75 erfolgreich. Auf eine Auszeit von Frank Menz konnte Thomas Klepeisz noch einmal den Ausgleich erzielen (75:75), doch hatten die Gäste in dieser späten Phase des Spiels mehr entgegenzusetzen als die nun müden Löwen. Folglich konnten die Berliner knapp 2 Minuten vor Spielende erneut einen 9-Punkte-Vorsprung herausspielen und der war nicht noch einmal aufzuholen.

Viertel im Überblick: 17:28, 31:19, 19:23, 15:22;

Trainerstimmen zum Spiel:

Frank Menz (Basketball Löwen Braunschweig): Wir wussten, dass Berlin gestärkt hier angekommen würde. Sie haben zuletzt gut im europäischen Wettbewerb, aber auch in der BBL gespielt. Wir waren auf einen schweren Gegner vorbereitet, und wollten versuchen, mit einem guten und knappen Spiel hier rauszugehen. Wir haben das versucht, auch lange als krasser Außenseiter gut mitgespielt. Aber uns hat die Erfahrung sowie Qualität und Tiefe gefehlt, die ALBA hat. Vor allem Kikanovic hat uns wie zuletzt schon Brendan Lane gezeigt, dass wir auf den großen Positionen gehandicapt sind. Aber wir bekommen dort jetzt Verstärkung und das ist wichtig. Jetzt müssen wir das heutige Spiel abhaken und uns auf Montag gegen Bremerhaven konzentrieren.

Ahmet Caki (ALBA BERLIN): Vor dem Spiel wurde ich über Braunschweig gefragt und ich habe ihnen gesagt, dass sie gut spielen. Braunschweig hat u.a. gute Leistungen gegen Ulm und Würzburg gezeigt und ich wusste daher, dass es ein schwieriges Spiel werden würde. Wir sind gut ins erste Viertel gestartet, im zweiten hat Braunschweig übernommen. Das dritte Viertel war ausgeglichen, während wir im vierten das Spiel kontrolliert haben und es für uns entscheiden konnten. Aber es war schwer und ich möchte deshalb auch Braunschweig gratulieren, denn sie haben mit viel Biss und gut gespielt.

Basketball Löwen Braunschweig: Ebert n.e., Medlock 19 (4 Assists), Mpacko n.e., Theis 8, Klepeisz 5, Alte n.e., Schwartz 2, Pierre 11 (9 Rebounds), Guyton 20 (5 Assists), Simon 2, Groselle 15 (5 Rebounds, 3 geblockte Würfe).

ALBA BERLIN: Giffey 9, Schneider n.e., Siva 14 (6 Assists, 6 Ballgewinnne), Akpinar 2, Kikanovic 19 (8 Rebounds), Vargas 3, Miller 6, Atsür n.e., Radosavljevic 2, Milosavljevic 19 (8 Assists), English 8, Gaffney 10 (5 Rebounds).


Pressemitteilung: Basketball Löwen Braunschweig 



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