Basketball Löwen Braunschweig

Unter dem Korb geschwächte Löwen verlieren in Würzburg

TheBloob am 18.12.2016 um 10:03

Es ist am heutigen Samstag, 17. Dezember, leider nichts mit dem erhofften Sieg bei den s.Oliver Würzburg geworden. Die Basketball Löwen Braunschweig gingen bei der Rückkehr von Carlos Medlock und Constantin Ebert an ihre frühere Wirkungsstätte mit 89:93 (40:41) als Verlierer vom Parkett, und dafür war trotz einer guten offensiven Leistung maßgeblich die Unterlegenheit der Löwen unter dem Korb ausschlaggebend. Ohne einen Ersatz für den nach Vertragsauflösung nach Oldenburg gewechselten Center Jannik Freese konnten die Löwen Würzburgs Center Brendan Lane nicht stoppen. Hinzukommend bekam das Team von Frank Menz die Rebounds der Gastgeber nur schwer unter Kontrolle, die allein 16 am offensiven Brett einsammelten. Bis zur Halbzeit konnten die Löwen diese Nachteile über ihre gute Trefferquote kompensieren. Im dritten Viertel gerieten sie jedoch mit 11 Zählern in Rückstand, weil sie zwischenzeitig nicht mehr gut trafen und Würzburgs Brendan Lane aufdrehte. Zwar konnten die Braunschweiger wieder verkürzen und nach einem 11:0-Lauf zu Beginn des letzten Viertels erneut in Führung gehen. Doch hatten die Würzburger angeführt von Jake Odum den längeren Atem und schlugen daraus Kapital, dass sie in der Schlussphase permanent den Korb attackierten. Bester Löwen-Punktesammler war Carlton Guyton mit 25 Zählern. Für die Gastgeber kam Brendan Lane auf 30 Punkte.

Vor dem Spiel hatte Löwen-Coach Frank Menz gesagt, dass Würzburg viel Druck spüren würde – und so schien es zunächst auch. In den ersten 1,5 Minuten des Spiels verloren die Gastgeber drei Mal den Ball, während die Löwen zum 5:0 erfolgreich waren. Die Würzburger fanden anschließend besser in ihren Rhythmus und dann verlagerten beide Teams ihr Spiel fast ausschließlich nach draußen, liefen dort aber auch heiß. Die Löwen hatten nach 7 gespielten Minuten bereits 4 von 6 Dreiern getroffen, die Gastgeber 5 von 8. Allerdings leisteten sich die Löwen nun auch zu viele Ballverluste, weshalb sie mit 16:19 in Rückstand gerieten. Durch eine gute Arbeit an den Brettern holten sie sich in den letzten 1,5 Minuten des ersten Viertels mehrere zweite Chancen und nutzten diese zum 23:19 nach 10 Spielminuten.

Nach einem weiteren Dreier von Thomas Klepeisz betrug die Führung der Löwen 7 Punkte. Sie verließen sich aber zu sehr auf ihre Distanzwürfe, die in den folgenden Angriffen nicht fielen. Die Würzburger kamen aufgrund dessen bis auf 25:26 heran, ehe Geoffrey Groselle seine ersten Punkte in dieser Partie machte (28:25, 13. Minute). Jetzt attackierte das Menz-Team deutlich mehr den Korb – allen voran Carlton Guyton. Der Guard war kaum zu stoppen und versenkte drei Korbleger in Folge plus Freiwurf zum 35:29. Ein großes Problem stellten aber die Offensiv-Rebounds der Würzburger dar. 12 Mal hatten sich die Gastgeber nach 18 Spielminuten den Ball am gegnerischen Brett gegriffen und das war ein Hauptgrund, weshalb sie auf 34:35 verkürzen konnten. Bis 37 Sekunden vor der Halbzeitpause lagen die Löwen vorne. Doch netzte Würzburgs Lamonte Ulmer dann einen Dreier ein, der das 40:41 aus Löwensicht bedeutete.

Wieder auf dem Parkett eröffnete Carlos Medlock die zweite Spielhälfte mit einem Dreier. Und wenig später war der Löwen-Spielmacher erneut aus der Distanz plus Foul zum 51:50 erfolgreich (23. Minute). Die Löwen gerieten anschließend knapp mit 2 Punkten ins Hintertreffen (51:53), hätten allerdings nach einem unsportlichen Foul an Geoffrey Groselle selbst wieder in Führung gehen können. Der Löwen-Center vergab jedoch beide Freiwürfe und darauf folgte noch ein Ballverlust. Somit blieben die Würzburger vorne und die Löwen fielen gar auf 53:62 zurück (25. Minute). Vor allem unter dem Korb fand das Menz-Team defensiv keine Mittel, um den Gegner zu stoppen. Die Folge: Nach 27 Minuten lagen die Löwen erstmals zweistellig zurück (57:68). Aber sie kamen zurück! Über einen 6:0-Lauf schlossen sie zum 63:68 auf und hätten sogar noch näher herankommen können. Bis zum Ende des Viertels blieb es aber bei 5 Zählern Rückstand.

Mit 65:70 ging es in die letzten zehn Minuten. Und die Löwen machten nun dort weiter, wo sie im ersten Viertel begonnen hatten – von der Dreierlinie. Der starke Carlton Guyton und Dyshawn Pierre versenkten insgesamt drei Würfe vom Perimeter und weil die Hausherren im Gegenzug ohne Korberfolg blieben, war er perfekt: Der Führungswechsel! Das Menz-Team legte einen 11:0-Lauf zum 76:70 aufs Parkett, aber das Spiel war noch lange nicht vorbei. Denn nun schlugen die Hausherren zurück und glichen nicht nur aus, sondern gingen 2:42 Minuten vor dem Ende wieder in Führung (78:80). Die Löwen konnten zwar noch zwei Mal ausgleichen, aber nicht mehr an den Würzburgern vorbeiziehen. Ein Dreier und darauf folgender Halbdistanzwurf der Gastgeber bedeuteten das 84:87 47 Sekunden vor dem Ende. Die Löwen konnten darauf erst 38 Sekunden später mit einem Dreier von Carlos Medlock kontern. In der Zwischenzeit hatten sich die Würzburger aber einen größeren Puffer verschafft, weil sie vor allem in Person von Jake Odum Fouls zogen und sich keinerlei Blöße an der Freiwurflinie gaben (16/16).

Die Viertel im Überblick: 19:23, 22:17, 29:25, 23:24.

Trainerstimmen zum Spiel:

Frank Menz (Basketball Löwen Braunschweig): Glückwunsch an Würzburg zum Sieg. Ich freue mich zwar nicht darüber, dass wir verloren haben. Ich kenne Doug aber seit fast zwanzig Jahren, daher freue ich mich in dieser schwierigen Situation für ihn persönlich. Für uns ist so eine knappe Niederlage natürlich hart, nachdem wir vorletzte Woche gegen Frankfurt schon mit dem letzten Wurf verloren haben. Wir haben ein gutes Spiel gemacht, offensiv sogar sehr gut. Nach dem Verlust von Jannik Freese haben wir wenig Größe und Athletik unter den Körben, das hat man in der ersten Halbzeit an den 14 Offensiv-Rebounds von Würzburg gemerkt. In der zweiten Halbzeit haben wir es viel besser gemacht. Für mich war Jake Odum in der zweiten Halbzeit neben den Großen der entscheidende Spieler auf dem Feld, wir konnten ihn nicht mehr halten. Aber ich bin trotzdem zufrieden mit der Leistung. Wir entwickeln uns gut und haben in den letzten Wochen immer auf Augenhöhe mit den Gegner gespielt.

Douglas Spradley (s.Oliver Würzburg): Es war ein sehr interessantes Spiel für die Zuschauer, aber für uns Trainer war es ein hartes Stück Arbeit. Es gab immer wieder Fehler, dann einen Lauf, dann wieder Nervosität und Fehler. Am Anfang des vierten Viertels haben wir fünf Minuten lang nicht mehr den Korb attackiert. Dann hat Ulmer die Verantwortung übernommen und den Dreier getroffen, das hat uns den Schwung zurückgebracht. Es war natürlich nach den letzten Niederlagen für die Spieler nicht einfach, endlich den zweiten Heimsieg zu holen. Die Niederlagen sitzen tief drin im Kopf, und wenn du dann einen Vorsprung aus der Hand gibst, kann es schwierig werden. Wir haben das Spiel dann als Mannschaft noch einmal gedreht und dabei wieder viel Charakter gezeigt, Wir hatten zwar im ganzen Spiel viel Nervosität, haben aber nie aufgegeben. Braunschweig ist kein leichter Gegner, sondern man muss auch gegen sie 40 Minuten Leistung bringen. Wir haben es vielleicht 31 Minuten lang gemacht. Ich bin froh für unsere Fans, dass wir endlich wieder einen Heimsieg holen konnten.

Basketball Löwen Braunschweig: Ebert, Medlock 15, Mpacko n.e., Theis, Klepeisz 8, Schwartz 5, Pierre 24 (7 Rebounds), Guyton 25 (6 Rebounds), Simon 2, Groselle 10 (5 Rebounds).

s.Oliver Würzburg: Barton 6, Ugrai, Stuckey 11, Betz n.e., Loncar 4, Odum 16 (6 Rebounds, 14 Assists), Ulmer 18, Lane 30 (7 Rebounds), Voigtmann n.e., Powell 4 (6 Rebounds), Hoffmann 4 (6 Rebounds), Wank n.e.


Pressemitteilung: Basketball Löwen Braunschweig 



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