Basketball Löwen Braunschweig

Tolle Aufholjagd nicht belohnt – Löwen verlieren mit 74:75

TheBloob am 03.12.2016 um 09:57

Es war ein Krimi, den die Basketball Löwen Braunschweig am heutigen Freitag, 2. Dezember, knapp mit 74:75 (27:41) gegen die FRAPORT SKYLINERS verloren haben. Danach sah es nach der ersten Halbzeit vor 2.311 Zuschauern in der Volkswagen Halle überhaupt nicht aus. Die Löwen, die kurzfristig auf den erkrankten Sid-Marlon Theis verzichten mussten, boten zwei schwache erste Viertel und gerieten bereits mit 15 Zählern in Rückstand (12:27). Nach der Pause startete das Team von Headcoach Frank Menz allerdings eine starke Aufholjagd. Sie traten mit einer mit einer gänzlich veränderten Körpersprache auf und Anfang des letzten Viertels den Ausgleich erzielt. Bis kurz vor dem Ende war die Partie eng und die Löwen lagen knapp mit einem Zähler vorne. Doch war es ein Korbleger von Frankfurts Mike Morrison in der letzten Sekunde des Spiels, der die große Hoffnung auf den 1. Heimsieg im Keim erstickte und enttäuschte Löwen auf dem Parkett zurückließ. Dyshawn Pierre bot über die gesamten 40 Spielminuten eine herausragende Leistung für die Löwen und kam auf ein Double-Double von 16 Punkten und unglaublichen 19 Rebounds. Braunschweiger Topscorer war aber Carlos Medlock mit 24 Punkten, von denen er 13 im letzten Viertel erzielte. Für die Gäste erzielten Quantez Robertson und Kwame Vaughn je 19 Punkte.

Beide Teams starteten zunächst gut ins Spiel. Allerdings hatten die Löwen bedingt durch die Frankfurter Verteidigung zunehmend mehr Schwierigkeiten, ihr Angriffsspiel aufzuziehen. Und anstelle eines funktionierenden Passspiels, hatten sie nach etwas mehr als fünf gespielten Minuten bereits fünf Mal den Ball verloren. Das trug neben vieler Fouls und einer schwachen Trefferquote (27 Prozent) mit dazu bei, dass die Löwen sechs Minuten ohne Korberfolg blieben und mit 6:17 ins Hintertreffen gerieten (7. Minute). Jannik Freese war es dann schließlich in der 9. Spielminute, der im Nachsetzen per Korbleger erfolgreich war. Seine zwei Zähler sorgten für einen kurzen Aufschwung, bei dem das Menz-Team auf 7 Zähler Rückstand verkürzen konnte. Dennoch gingen sie mit 10:22 ins zweite Viertel.

Nachdem sich der Rückstand zunächst auf 15 Punkte erhöht hatte, kam das Menz-Team dank einer verbesserten Trefferquote und intensiveren Verteidigung näher heran. Bis auf 22:29 waren die Löwen dran, woran auch der engagierte Tim Schwartz mit zwei Dreiern einen Anteil hatte (14. Minute). Aber die Gäste waren entschlossener, bewegten den Ball besser und spielten insgesamt mit mehr Energie. Die Folge: Die Löwen gerieten erneut zweistellig ins Hintertreffen (22:34, 16. Minute). Zwar hatten sie mit Dyshawn Pierre einen Spieler in ihren Reihen, der sich mit hoher Intensität gegen den wachsenden Rückstand stemmte und zur Halbzeit bereits 10 Rebounds gesammelt hatte. Doch reichte das nicht, um das 27:41 nach zwei Vierteln zu verhindern.

Die Löwen kamen mit einer verbesserten Körpersprache zurück auf das Parkett und das sollte sich auszahlen. Angetrieben vom starken Dyshawn Pierre übernahmen sie jetzt das Kommando und starteten eine Aufholjagd: Ballgewinne, Dunking und Dreier – plötzlich lief es beim Menz-Team, während die Gäste konsterniert wirkten und vier Minuten ohne Korb blieben. Bis zu den ersten zwei Frankfurter Zählern hatten die Löwen auf 37:41 aufgeholt. Und Tim Schwartz war noch mit weiteren fünf Zählern zum 42:43 zur Stelle! Allerdings fingen sich die Frankfurter ausgerechnet jetzt und zeigten ihre Wurfstärke vom Perimeter. Sie trafen drei Dreier und bei den Löwen stockte kurzzeitig der Offensiv-Motor. Prompt lag das Menz-Team wieder mit 45:54 zurück. Auf eine Auszeit von Frank Menz ließ seine Mannschaft jedoch fünf Zähler folgen und keine Frankfurter Punkte mehr zu, so dass es mit einem 50:54 ins letzte Viertel ging.

Die Löwen nahmen den Schwung mit und nun lief Carlos Medlock richtig heiß: Der Löwen-Guard erzielte acht Punkte in Folge zum 58:58-Ausgleich! Und wenig später war sie da – die 61:60-Führung. Jannik Freese hatte diese nach einem Offensiv-Rebound mit anschließendem Korbleger plus Foul erarbeitet. Zwar währte diese Führung nicht lange, weil die Frankfurter anschließend zwei vergebene Angriffe zum 61:66 nutzten. Aber die Löwen kämpften sich zurück und glichen in der 38. Minute erneut aus. Es war jetzt ein richtiger Krimi, in dem Thomas Klepeisz sein Team 6 Sekunden vor dem Ende mit 74:73 in Führung warf. Aber der letzte Angriff gehörte den Gästen. Und es war nur noch eine Sekunde auf der Uhr, als SKYLINERS-Center Mike Morrison stark bedrängt den Ball mit Foul im Korb zum 74:75 unterbrachte.

Die Viertel im Überblick: 10:22, 17:19, 23:13, 24:21.

Trainerstimmen zum Spiel:

Frank Menz (Basketball Löwen Braunschweig): Ich habe mir gewünscht, heute endlich mit einem Heimsieg vor die Presse zu treten. Wir hatten uns das so sehr vorgenommen, haben aber leider erneut in der 1. Halbzeit zu nervös gespielt. Unsere Körpersprache war nicht gut und wir wirkten ängstlich. In der 2. Halbzeit kamen wir dann stark zurück und haben Frankfurts Rhythmus mit wechselnden Verteidigungen durchbrochen. Wir hatten eine super Aufholjagd. Wir haben bis eine Sekunde vor Schluss geführt und sind leider nicht belohnt wurden. Wir müssen aber eine Erkenntnis aus diesem Spiel mitnehmen: Niemand in meiner Mannschaft muss mehr nervös sein und ängstlich agieren. Nach den letzten Spielen müsste jedem klar sein, dass wir mitspielen können. Und jetzt müssen wir das auch aufs Parkett bringen.

Gordon Herbert (FRAPORT SKYLINERS): Wir haben heute zwei unterschiedliche Spiele gesehen. In der ersten Halbzeit waren wir gut, haben mit viel Einsatz gespielt und gut bei den Rebounds gearbeitet. In der zweiten Halbzeit war Braunschweig herausragend. Sie haben uns zu 11 Ballverlusten gezwungen und haben sich 11 Offensiv-Rebounds geholt. Das war stark.

Basketball Löwen Braunschweig: Bilski n.e., Medlock 24 (5 Assists, 4 Ballgewinne), Mpacko, Klepeisz 5, Schwartz 11, Pierre 16 (19 Rebounds), Guyton 5, Simon, Freese 8 (6 Rebounds), Groselle 5, Lagerpusch n.e..

FRAPORT SKYLINERS: Vaughn 19 (6 Assists), Agva n.e., Merz 5, Ilzhöfer, Graves 3, Robertson 19 (4 Ballgewinne), Morrison 6 (5 Rebounds), Ibekwe 12, Shields 9 (7 Rebounds), Kiel 2.


Pressemitteilung: Basketball Löwen Braunschweig 



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