Union Baskets Schwelm

Baskets verlieren in Bonn und Evans

_Tigger am 26.12.2004 um 20:24

Die Union Baskets Schwelm haben ihr BBL-Spiel bei den Telekom Baskets Bonn klar mit 54:89 verloren. Bereits einen Tag vor dem Spiel traf es den Aufsteiger hart. Der zuletzt sehr starke Guard Lamont Evans verdrehte sich im Training den Fuss und konnte in Bonn nicht antreten. Voraussichtlich fällt der Mann von den Bahamas noch ca. drei Wochen aus.

Also musste Union Baskets-Coach Torsten Daume improvisieren: Er stellte Achim Beiersmann in die Starting Five und lag damit goldrichtig. Die Fans in der ausverkauften Bonner Hardtberghalle staunten nicht schlecht, wie konzentriert und intensiv das Tabellenschlusslicht aus Schwelm auftrat. Ballgewinne, gutes Reboundverhalten und gute Einzelleistungen von Ryan Bond und Jan Sprünken brachten den Außenseiter in Führung. Als dann auch noch der eingewechselte Benni Rust mit sechs Punkten in Folge den Vorsprung ausbaute, wussten sich die Gastgeber nur durch sehr harte Fouls zu helfen. Erst einmal
blieben die Schwelmer davon unbeeindruckt und gewannen das 1. Viertel mit 20:17.

Im 2. Abschnitt erhöhte Bonn dann weiter das Tempo. Die Gäste hatten nun große Schwierigkeiten, zu freien Abschlüssen zu kommen. Obwohl die Turnoverquote und das Reboundverhältnis ausgeglichen gestaltet werden konnten, setzte sich Bonn nach und nach ab. Der Ungar Balasz Simon und Branko Milisavljevic trafen nun sicher – Schwelm schoss nur noch Fahrkarten. Die Folge: Eine deutliche 43:29-Halbzeitführung der Telekom Baskets. Die Wurfquote der Bonner lag zu diesem Zeitpunkt bei 46%, die der Schwelmer bei 25%. Insbesondere Vilius Gabsys traf nicht wie gewohnt.

Die Partie war eigentlich zum Seitenwechsel schon entschieden. Jetzt verloren die Union Baskets leider ganz ihre Linie. Rebounds waren nur noch eine Seltenheit, Bonn bekam ein ums andere Mal eine zweite oder dritte Chance. Zwar zeigte Ryan Bond im 3. Viertel viel Herz, punktete immer wieder am Brett, doch leider konnte die Intensität in der Verteidigung aus den ersten zehn Minuten insgesamt nicht wieder aufgenommen werden und die Trefferquote verbesserte sich auch nicht wesentlich.

Auf Bonner Seite drehte dagegen nun Kristofs Janicenoks richtig auf. Der Lette traf ein ums andre Mal von der Dreipunktlinie – der Vorsprung der Bonner wuchs immer weiter an. Schwelms Trainer Torsten Daume versuchte alles, wechselte ständig die Formation, doch der Faden wurde nicht wieder gefunden. Die befürchtete klare Niederlage nahm ihren Lauf.

Nach einem wirklich guten ersten Viertel wurden die zur Zeit vorhandenen Schwächen des Aufsteigers schonungslos aufgezeigt. Erst recht nach der Verletzung von Lamont Evans müssen nun schnellstens neue, qualitativ hochwertige Spieler nach Schwelm geholt werden. Vielleicht kann ja bereits am Mittwoch (Uni-Halle, Wuppertal, 20:00 Uhr) gegen Leverkusen ein veränderter Schwelmer Kader präsentiert werden.

Torsten Daume: "Wir konnten Bonn im ersten Viertel überraschen. Danach lief allerdings nicht mehr viel zusammen. Das Fehlen von Lamont Evans hat uns schon sehr gehandicapt."

Telekom Baskets Bonn: u.a. Janicenoks 19/5, Milisavljevic 15/1.

Union Baskets Schwelm: Bond 16, Rust 14/1, Roschnafsky 6/1, Sprünken 5, Gabsys 5/1, Rathjen 4/1, Beiersmann 2, Strubel 2, Pinchuk, Speier.

Presseinfo: Union Baskets Schwelm (Martin Schrader)

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