Union Baskets Schwelm
Großartiger Gabsys und Spezialagent Ryan Bond
Pucki am 20.12.2004 um 19:21
Das war nichts für schwache Nerven am Sonntag Abend in der Wuppertaler Uni–Halle. Mit 72:69 feierten die Union Baskets Schwelm ihren zweiten Saisonsieg und halten damit den Anschluss an die "Nichtabstiegsplätze". In diesen "4-Punktespiel" gegen BS|ENERGY Braunschweig war einiges anders als in den letzten Partien. Erst einmal nahm der harte Kern der Baskets–Fans unter dem Korb auf der Nordtribüne Platz und sorgte dort für große Stimmung. Vielleicht auch deshalb starteten die Gastgeber furios ins Match. Neun (!) Dreier in Halbzeit eins fanden den Weg in die Reuse der Niedersachsen. Jan "the gun" Sprünken machte endlich seinem Namen wieder alle Ehre. Er traf im ersten Abschnitt genauso viermal von jenseits der 6,25m–Linie wie der litauische Scharfschütze Vilius Gabsys. Letzterer machte wohl das bisher beste Spiel im Dress der Union Baskets, denn neben seinen 21 Punkte verbuchte "Willi" auch noch elf (!) Rebounds und drei Assists.
Was für Gabsys gilt, das gilt auch für Guard Lamont Evans. Nach der Verletzung von Gwidonas Markevicius musste der Mann von den Bahamas 40 Minuten durchspielen – trotz Augenentzündung. Acht Assists standen für ihn letztlich zu Buche und ganz nebenbei verteidigte er auch noch gegen den Ex–NBA–Spieler John Celestand, der lediglich sieben Punkte markieren konnte.
Aber es gab noch mehr Gründe für den Sieg der Schwelmer. Als man Mitte des letzten Viertels den 20–Punkte–Halbzeitvorsprung verspielt hatte und alles für die Gäste aus Niedersachsen sprach, da stemmte sich einer besonders gegen die drohende Niederlage: Ryan Bond! Der mit viel Kämpferherz ausgestattete US–Center brachte sein Team durch einen Korbleger mit Foul zurück auf die Siegerstrasse. "Ryan hat heute unglaublich gekämpft", lobte auch Baskets–Coach Torsten Daume. Bond hat zur Zeit Besuch von seinem Vater. Dieser sah zum ersten Mal ein Match der Union Baskets und war natürlich stolz auf seinen Sohn.
Torsten Daume wollte jedoch keinen seiner Spieler hervorheben: "Wir haben als Kollektiv gewonnen. Ich bin stolz auf mein Team." Nach kurzer Pause fügte er jedoch noch hinzu: "Wenn es einen Mann des Spiels gibt, dann Igor Pinchuk." Erst zwei Minuten vor Spielende eingewechselt gewann der ukrainische Routinier erst einen vorentscheidenden Sprungball und dann hatte er auch noch bei Celestands Ballverlust zwei Sekunden vor Schluss die Hand am Ball.
Doch wer nun glaubt, die Union Baskets könnten nun beruhigt und entspannt Weihnachten feiern, der täuscht sich. Bereits am 26.12., dem 2. Weihnachtfeiertag muss das Team bei den Telekom Baskets Bonn antreten. Spielbeginn in der Hardtberghalle ist um 18:00 Uhr.
Und dort erwartet die Schwelmer eine der bestbesetzten Mannschaften der Liga. Trainer Pedrag Krunic hat eine Ansammlung an europäischen Spitzenspielern zusammen, gespickt mit dem US–Forward Altron Jackson, der mit 15,7 Punkten pro Spiel der erfolgreichste Werfer der Rheinländer ist. Weitere Stars im Bonner Team sind der Lette Kristaps Janicenoks (zuletzt bester Werfer gegen Gießen) und Guard Branko Milisavljevic (Serbien & Montenegro). Unter den Brettern räumt der 2,10m–Riese Aleksandar Djuric auf. Kurzum: Auf dem Papier eine wirklich starke Truppe. Aber: Die letzte fünf BBL–Spiele in Serie verloren die Bonner. Am letzten Wochenende kehrte man mit einer 82:85–Niederlage aus Gießen zurück. Somit herrscht in der ehemaligen Bundeshauptstadt ein wenig Ratlosigkeit. Es kann doch nicht alles daran liegen, dass der letztjährige Topspieler Aleksandar Nadjfeji immer noch und seit langem verletzt ist. Nicht auszuschließen, dass er aber ausgerechnet gegen die Union Baskets sein Comeback gibt.
Vielleicht ist das die Chance für die Union Baskets. Man trifft wie gegen Braunschweig auf einen angeschlagenen Gegner. Dennoch ist auch für Trainer Torsten Daume die Favoritenstellung klar: "Bonn ist haushoher Favorit. Aber natürlich strecken wir nicht die Waffen, sondern werden alles versuchen, in der Hardtberghalle die Überraschung zu schaffen."
Ob dann schon ein neuer Spieler im Schwelmer Trikot aufläuft ist unverändert ungewiss. Sicher ist jedoch, dass es nicht mehr allzu lange dauern darf, bis Neuverpflichtungen vermeldet werden können. Denn trotz der zwei Punkte gegen Braunschweig zieren die Union Baskets unverändert das Tabellenende. "Am Sonntag hat man gesehen, dass wir auch in der momentanen Besetzung gewinnen können. Doch es war auch zu sehen, dass uns die ein oder andere Verstärkung sicher gut tun würde", ist sich Trainer Daume der sportlichen Situation bewusst.
Presseinfo: Union Baskets Schwelm (Martin Schrader)
0 Kommentare
Was für Gabsys gilt, das gilt auch für Guard Lamont Evans. Nach der Verletzung von Gwidonas Markevicius musste der Mann von den Bahamas 40 Minuten durchspielen – trotz Augenentzündung. Acht Assists standen für ihn letztlich zu Buche und ganz nebenbei verteidigte er auch noch gegen den Ex–NBA–Spieler John Celestand, der lediglich sieben Punkte markieren konnte.
Aber es gab noch mehr Gründe für den Sieg der Schwelmer. Als man Mitte des letzten Viertels den 20–Punkte–Halbzeitvorsprung verspielt hatte und alles für die Gäste aus Niedersachsen sprach, da stemmte sich einer besonders gegen die drohende Niederlage: Ryan Bond! Der mit viel Kämpferherz ausgestattete US–Center brachte sein Team durch einen Korbleger mit Foul zurück auf die Siegerstrasse. "Ryan hat heute unglaublich gekämpft", lobte auch Baskets–Coach Torsten Daume. Bond hat zur Zeit Besuch von seinem Vater. Dieser sah zum ersten Mal ein Match der Union Baskets und war natürlich stolz auf seinen Sohn.
Torsten Daume wollte jedoch keinen seiner Spieler hervorheben: "Wir haben als Kollektiv gewonnen. Ich bin stolz auf mein Team." Nach kurzer Pause fügte er jedoch noch hinzu: "Wenn es einen Mann des Spiels gibt, dann Igor Pinchuk." Erst zwei Minuten vor Spielende eingewechselt gewann der ukrainische Routinier erst einen vorentscheidenden Sprungball und dann hatte er auch noch bei Celestands Ballverlust zwei Sekunden vor Schluss die Hand am Ball.
Doch wer nun glaubt, die Union Baskets könnten nun beruhigt und entspannt Weihnachten feiern, der täuscht sich. Bereits am 26.12., dem 2. Weihnachtfeiertag muss das Team bei den Telekom Baskets Bonn antreten. Spielbeginn in der Hardtberghalle ist um 18:00 Uhr.
Und dort erwartet die Schwelmer eine der bestbesetzten Mannschaften der Liga. Trainer Pedrag Krunic hat eine Ansammlung an europäischen Spitzenspielern zusammen, gespickt mit dem US–Forward Altron Jackson, der mit 15,7 Punkten pro Spiel der erfolgreichste Werfer der Rheinländer ist. Weitere Stars im Bonner Team sind der Lette Kristaps Janicenoks (zuletzt bester Werfer gegen Gießen) und Guard Branko Milisavljevic (Serbien & Montenegro). Unter den Brettern räumt der 2,10m–Riese Aleksandar Djuric auf. Kurzum: Auf dem Papier eine wirklich starke Truppe. Aber: Die letzte fünf BBL–Spiele in Serie verloren die Bonner. Am letzten Wochenende kehrte man mit einer 82:85–Niederlage aus Gießen zurück. Somit herrscht in der ehemaligen Bundeshauptstadt ein wenig Ratlosigkeit. Es kann doch nicht alles daran liegen, dass der letztjährige Topspieler Aleksandar Nadjfeji immer noch und seit langem verletzt ist. Nicht auszuschließen, dass er aber ausgerechnet gegen die Union Baskets sein Comeback gibt.
Vielleicht ist das die Chance für die Union Baskets. Man trifft wie gegen Braunschweig auf einen angeschlagenen Gegner. Dennoch ist auch für Trainer Torsten Daume die Favoritenstellung klar: "Bonn ist haushoher Favorit. Aber natürlich strecken wir nicht die Waffen, sondern werden alles versuchen, in der Hardtberghalle die Überraschung zu schaffen."
Ob dann schon ein neuer Spieler im Schwelmer Trikot aufläuft ist unverändert ungewiss. Sicher ist jedoch, dass es nicht mehr allzu lange dauern darf, bis Neuverpflichtungen vermeldet werden können. Denn trotz der zwei Punkte gegen Braunschweig zieren die Union Baskets unverändert das Tabellenende. "Am Sonntag hat man gesehen, dass wir auch in der momentanen Besetzung gewinnen können. Doch es war auch zu sehen, dass uns die ein oder andere Verstärkung sicher gut tun würde", ist sich Trainer Daume der sportlichen Situation bewusst.
Presseinfo: Union Baskets Schwelm (Martin Schrader)
0 Kommentare
Werbung
Werbung


