ProA

TV Lich unterliegt Crailsheim mit 79:87

Frankie am 05.12.2004 um 13:13

Nach der unnötigen Niederlage am letzten Spieltag in Nördlingen wollte man nun zuhause Wiedergutmachung betreiben. Zu Gast waren die Crailsheim MERLINS mit den drei Ex-Lichern Arne Alig, Lucian Kieser und Willie Young. Vor rund 800 Zuschauern waren die Bedingungen für ein spannendes Spiel gegeben, da Crailsheim nach zuletzt schwachen Leistungen sehr unter Druck stand und somit beide Teams hochmotiviert ins Spiel gingen. Lichs Trainer Dejan Kostic konnte bis auf Sebastian Szymanski auf seinen kompletten Kader zurückgreifen, Arne Alig musste weiterhin auf seinen Langzeitverletzten Darrell Mickens verzichten.

Lich startete schnell und hoch konzentriert. Nachdem der heute überragende Gäste-Guard Taletovic die Partie mit zwei Punkten für die MERLINS eröffnet hatte, legte Lich mit viel Tempo los. Zwei Azanjac Punkten folgten zwei erfolgreiche Würfe von DeMichael zum 6:4. Darauf folgte ein erfolgreicher Dreier von Rolf Scholz, bei welchem dieser gefoult wurde und auch den fälligen Freiwurf verwandelte. Jan-Peter Prasuhn, erneut für Klassen in der Starting Five, erzielte mit einem Korb den 12:3-Zwischenstand (4. Min.). Gäste-Coach Arne Alig war bereits zu seiner ersten Auszeit gezwungen. In dieser fand er scheinbar die richtigen Worte: Die MERLINS legten nun einen Gang zu, kamen durch je einen Dreier von Anderson und Taletovic sowie zwei Punkte von Kieser auf 12:11 heran und konnten in der 6. Minute nach einem Korb von Azanjac durch einen erneuten Taletovic-Dreier zum 14:14 ausgleichen. DeMichael & Co. zeigten bereits in dieser frühen Phase einige Schwächen. So leistete sich der seit Wochen seiner Form hinterherlaufende Nigel Moore bereits in den ersten 10 Spielminuten drei Ballverluste. Lichs Trainer Kostic: "Ich weiß nicht, was mit ihm los ist." Mit einem hauchdünnen 19:20-Rückstand ging es ins zweite Viertel.

Hier zeigte sich die Licher Mannschaft wieder mit der Konzentration der ersten Spielminuten. Auf der Gäste-Seite waren es besonders Sova Taletovic und Rückkehrer Lucian Kieser, welche die MERLINS im Spiel hielten. Nach zwei erfolgreich verwandelten Freiwürfen von MERLINS-Flügel Christian Anderson konterte Lich mit zwei Punkten von Milan Azanjac, einem Scholz Dreier und einem Freiwurf durch Klassen zum 32:25 (25. Min.). In der zweiten Hälfte des zweiten Viertels konnte man durch eine konzentrierte Verteidigungsleistung und geduldiges Spiel mit Zug zum Korb die Führung weiter ausbauen. Einem kunstvoll im Rückwärtsfallen verwandelten Korbleger von Klassen folgte ein Alley-Oop-Anspiel von Scholz auf Klassen zum 40:30 (7. Min.). In der letzten Minute vergab der zweite Ex-Licher im Team der MERLINS, Willie Young, zunächst einen 1:0-Korbleger im Fast-Break und wurde im direkt folgenden nächsten Fast-Break spektakulär von DeMichael geblockt. Einem Dreier von Lichs Nr. 12 zum 45:32 folgte kurz vor Schluss der ersten Halbzeit ein Dreier von Taletovic (18 Punkte in Halbzeit eins, darunter 4/6 Dreiern) zum 45:35-Halbzeitstand. Angesichts des Spielstandes waren die zahlreichen Zuschauer in der Dietrich-Bonhoeffe-Halle zuversichtlich, man könne bereits frühzeitig den Sack zu machen.

In der Halbzeitpause schien MERLINS-Coach Alig jedoch erneut die richtigen Worte gefunden zu haben, um den Licher Vorsprung zu verkürzen. Angeführt von Taletovic, der die zweite Hälfte mit einem Dreier eröffnete, kämpften sich die Merlins Punkt um Punkt heran. Neben Taletovic fanden nun auch Anderson, Heck & Co. besser ins Spiel und konnten immer wieder wichtige Körbe für die Gäste erzielen. Lichs Spieler dagegen zeigten vermehrt unnötige Unkonzentriertheiten, was dazu führte, daß die Gäste den Vorsprung weiter verkürzen konnten und in der 4. Minute durch Kieser, der heute höchst motiviert war, in Führung gehen (51:52). Mit einer 3-Punkte-Führung für Taletovic & Co. ging es beim 64:67 aus Licher Sicht in die letzten 10 Minuten. Nachdem das zweite Viertel noch mit 26:15 deutlich für sich entscheiden konnte, hatte man nun in der Verteidigung deutlich nachgelassen und gestatte den MERLINS mit 32 Punkten im dritten Viertel nur drei weniger als in der gesamten ersten Halbzeit. Mit nur 19 selbst erzielten Punkten hatte man es versäumt, den Vorsprung der ersten Halbzeit zu halten oder zu erhöhen.

Somit ging es quasi wieder bei null los. Mit einem erfolgreichen Dreier gleich zu Beginn des Viertels erzielte Lutz Mandler den 67:67-Ausgleich. Im Gegenzug jedoch konterten zunächst Young, dann Taletovic mit seinem sechsten Dreier und schließlich Kieser unter dem Korb zum 74:67. Zwar konnte sich auf Licher Seite nun erst DeMichael unter dem Korb erfolgreich zum 69:77 durchsetzen und anschließend Moore per Dreier auf 77:72 verkürzen (übrigens sein einziger Treffer bei 7 Versuchen am heutigen Abend), im Gegenzug konnte Heck völlig freistehend seinen dritten Dreier verwandeln, Taletovic erhöhte nach einem Licher Ballverlust mit unnachahmlichen Zug zum Korb auf 79:72. Bei noch verbleibenden 4 Spielminuten lag man also mit 7 Punkten hinten. Nach einem unsportlichen Foul von Heck an der Mittellinie an Scholz nach dessen Ballgewinn konnte dieser zunächst jedoch nur einen Freiwurf verwandel. Diese beiden einzigsten Freiwürfe im letzten Viertel und insgesamt nur 12 Freiwürfe auf Licher Seite (welche ganz klar nicht auf schlechte Schiedsrichter-Leistungen zurückzuführen waren) waren ein deutlicher Beleg, für den mangelnden Kampfeswillen auf Licher Seite am heutigen Abend. Nach anschließendem Licher Einwurf konnte Scholz seinen gut herausgespielten Wurf zum 77:79 verwandeln. Nach einem erneuten Ballgewinn durch Scholz - der in der Verteidigung sein Bestes gab, gegen den pfeilschnellen Taletovic jedoch einige Male das Nachsehen hatte - und einem krachenden Dunking von DeMichael hatte man rund 1:30 vor Schluss zum 79:79 ausgeglichen. Im anschließenden Angriff der MERLINS wurde Heck beim Dreier von Moore gefoult und konnte zwei seiner fälligen Freiwürfe verwandeln. Im Gegenzug unterlief DeMichael gegen Anderson ein Ballverlust, welcher im anschließenden Fast-Break von Moore beim Korbleger gefoult wurde (dessen 5. Foul). Die Merlins forderten hierfür völlig übertrieben ein unsportliches Foul, die Schiedsrichter entschieden richtigerweiße jedoch auf ein normales Foul. Anderson verwandelte beide Freiwürfe zum 83:79. Lich gelang es in der verbleibenden Zeit nicht, erfolgreich abzuschließen. Lutz Manlder versuchte zweimal sein Glück von der Dreierlinie, beide Male jedoch leider erfolglos. Anschließend sicherten sich die MERLINS mit zwei Freiwürfen und einem Korbleger durch Taletovic den verdienten Sieg.

Lichs Trainer Dejan Kostic zeigte sich nach dem Spiel sichtlich verärgert: "Wir sind zu cool geworden, zu abgezockt. Es fehlt das Feuer, der Wille zum Sieg. Wir wollen schön spielen, anstatt effektiv zu punkten. Aber wir sind ein Arbeiterteam." In der Tat erinnerte am heutigen Abend nur wenig an die starken Leistungen wie gegen Jena, Chemnitz und Freiburg.

Am kommenden Wochenende steht in der 2. Liga Süd ein Doppel-Spieltag an. Am Freitag den 10.12. ist man zum Hessen-Derby in Langen zu Gast, ehe man am Sonntag den 12.12. zuhause auf Breitengüßbach trifft.

TV Lich: Scholz 10/2 Dreier, Klassen 11/2, Pompalla n.E., Mandler 3/1, Unger n.E., Prasuhn 6, Moore 10/1 (8 Turnover), DeMichael 27/2 (12 Rebounds, 5 Turnover), Dörr 2, Azanjac 10 (8 Rebounds).

Crailsheim MERLINS: Young 10, Taletovic 34/6, Andeson 11/1, Wildermuth 4, Heck 15/3, Spindler 0, Kieser 13.

Presseinfo: Crailsheim MERLINS

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