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Uni-Riesen mit engagiertem Auftritt und Niederlage in Spiel 1

TheBloob am 21.03.2016 um 13:05

Die Leipziger Korbjäger konnten den anvisierten Favoritensturz leider nicht in die Tat umsetzen und mussten sich im ersten Playoff-Duell mit den Iserlohn Kangaroos am Samstabend mit 93:80 geschlagen geben. Schuld an Niederlage war aus Riesensicht vor allem eine katastrophale Phase zwischen der 9. und 14. Spielminute, als man dem Gegner 17 Punkte in Folge gestattete. Trotz starker Aufholjagd in der zweiten Halbzeit gelang es den Leipzigern nicht mehr den Rückstand noch wett zu machen, und Iserlohn sicherte sich vor allem dank seiner hervorragenden Distanzschützen den Sieg. Bester Leipziger Werfer war Julian Scott mit 23 Punkten. Bei den Gästen kam Point Guard Michael Brown auf 21 Punkte.

Das Spiel im Detail:

Beide Teams finden gut in das Spiel und liefern sich bis zum Stand von 19:19 eine Minute vor Viertelende ein Duell auf Augenhöhe. Die spektakulären Ausrufezeichen vor der ersten Pause setzen allerdings die Hausherren. Erst kommt der baumlange Point Guard der Kangaroos, Jonas Grof, per Dunk zum und im Anschluss trifft Yannick Opitz per Buzzer Beater zum 24:19. Das ist der Startschuss zu einem 17-Punkte Lauf der Kangaroos, die ihren Vorsprung im zweiten Viertel bis auf 24 Punkte ausbauen können (53:29, 19. Min.). Die Kangaroos bereiten den Riesen vor allem mit ihrem variablen Offensivspiel große Probleme. Die Hausherren treffen sowohl in der Zone als auch aus der Distanz hervorragend. In der Verteidigung konzentrieren sie sich darauf den Handlungsspielraum von Julian Scott und Sascha Leutloff einzuschränken, und sind damit erfolgreich. Mit sechs schnellen Punkten vor der Halbzeit geben die Uni-Riesen ein erstes Lebenszeichen nach langer Zeit.

In der zweiten Halbzeit sehen die 1100 Zuschauer in der Iserlohner Hemberghalle ein ganz anderes Spiel. Die Gäste geben jetzt das Tempo vor, treffen endlich auch von draußen (Shingles, Niedermanner) und reduzieren den Rückstand bis zum Schlussviertel auf sechs Punkte (70:64). Während bei den Riesen alle Akteure der 7er Rotation bereits stark foulbelastet in den Schlussabschnitt gehen, wechseln die Kangaroos weiter fleißig durch. Bei ihnen stehen zehn Akteure zwischen 11 und 27 Minuten auf dem Feld. Bei den Grün-Weißen aus Sachsen spielen Brandon Shingles, Sascha Ahnsehl und Sascha Leutloff quasi durch. Das Spiel bleibt auch im Schlussviertel weiter knapp (86:80, 39. Min.). Erst in der Schlussminute gelingt es dem bundesligaerprobten Jonas Grof und US-Boy Michael Brown die entscheiden Punkte für ihre Farben zu erzielen und den wichtigen ersten Sieg in der „Best of Three“-Serie zu sichern.


Auch Tuna Isler ging das erste Playoff-Spiel stark an die Nerven. Den eigentlich stets kontrollierten Head Coach der Leipziger hielt es nach einigen Schiedsrichter-entscheidungen und Fehlern seiner Spieler nicht mehr auf der Bank. Im Schlussviertel war er in seiner Coaching Zone flehend auf die Knie gegangen und hatte sich daraufhin eine wiederholte Ermahnung der Referees eingehandelt. Nach dem Spiel brauchte er einige Minuten, um sich zu beruhigen und das Spiel aus seiner Sicht zu schildern. Neben der Enttäuschung über die Niederlage, zeigte er sich vor allem Stolz auf die Moral seines Teams, und will gemeinsam mit seinen Spielern beim Rückspiel in einer Woche noch eine Schippe drauflegen, um die Serie wieder auszugleichen.

Das zweite Spiel der Serie findet am Ostersamstag, den 26.3.2016, in der Arena Leipzig statt. Anwurf ist um 20 Uhr.

Stimmen zum Spiel:

Tuna Isler: Es war ein Spiel der Momente und Phasen. Wir hatten leider eine sehr schlechte im zweiten Viertel. Da hat uns Iserlohn mit seinem variablen Spiel die Grenzen aufgezeigt. Mit guten Distanzwürfen, starkem Insidefinish, kurzzeitiger Fullcourt-Presse haben sie und das Leben schwergemacht. Wir haben uns in der zweiten Hälfte gut präsentiert. Auch wenn es mental anstrengend ist, dauerhaft einem Rückstand hinterherzulaufen, lief unser Spiel dann gut. In meinen Augen haben die starken Distanzschützen der Iserlohner letztendlich den Unterschied in diesem Spiel gemacht. Ein klares Indiz dafür, dass wir gut waren und die Kangaroos um ihren Sieg gefürchtet haben ist, dass Jonas Grof (2 Meter großer Point Guard und Doppellizenzspieler von Phoenix Hagen mit bereits 24 BBL-Spielen in dieser Saison) verhältnismäßig viel gespielt hat und auch in der Crunchtime permanent auf dem Feld bleiben musste."

Julian Scott: „Wir haben wieder mal nicht besonders gut angefangen. hatten leider den Einbruch im zweiten. Im dritten Viertel haben wir gezeigt, wie man gegen Iserlohn erfolgreich spielen kann. Aber sie sind ein gutes Team und wenn wir gegen sie gewinnen wollen, müssen mir besser spielen. So einfach ist das.“

Spielstatistik: 93:80 (24:19/29:17/17:28/23:16)

Zuschauer: 1100

Teamstatistik: Julian Scott 23 Punkte/9 Rebounds/1 Assist, Sascha Leutloff 17/4/6, Brandon Shingles 14/14/5, Sascha Ahnsehl 11/2/4, Jonas Niedermanner 10/5/3, Damir Bagaric 5/4/0, Magnus Heinrich 0/0/0, Ruben Wöllert 0/0/0, Robert Kaiser (dnp)

komplette Spielstatistik: http://live.zweite-basketball-bundesliga.de/g/102165


Pressemitteilung: Uni-Riesen Leipzig 



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