Basketball Löwen Braunschweig

80:85-Niederlage beim Needham-Comeback

TheBloob am 05.03.2016 um 10:52

Nachdem die Basketball Löwen Braunschweig erst vor wenigen Tagen eine unnötige und bittere Niederlage in Würzburg verkraften mussten, gingen sie auch am heutigen Freitag, 4. März, gegen die deutlich hinter ihnen stehenden Eisbären Bremerhaven als Verlierer vom Parkett. Mit 80:85 (40:34) verlor das Team von Raoul Korner vor 2.932 Zuschauern in der Volkswagen Halle gegen den abstiegsgefährdeten Gast, hatte dabei aber im zweiten Viertel bereits mit 14 Zählern in Führung gelegen. Dieser Vorsprung reichte nicht aus, weil die Löwen insgesamt ihre defensive Entschlossenheit vermissen ließen und in der zweiten Halbzeit 51 Punkte kassierten. Da half auch das Comeback von Derek Needham nicht drüber hinweg, der allerdings viel Energie gab und gemeinsam mit Tyrone Nash zum Löwen-Topscorer avancierte (beide 15 Punkte). Für die Eisbären war Kyle Fogg mit 19 Punkten am erfolgreichsten.

Die Partie begann munter, aber mit teils zu einfachen Punkten an beiden Enden des Feldes. Zwar hatte sich nach vier gespielten Minuten noch kein Team einen wirklichen Vorteil erspielt (9:9). Allerdings präsentierten sich die Löwen in der Verteidigung unter dem Korb zu offen und ermöglichten den Gästen dadurch oft leichte Zähler. Die Eisbären nutzten dies zum 15:18 aus und Raoul Korner hatte genug gesehen: Der Löwen-Coach nahm eine Auszeit und von da an wirkte sein Team etwas entschlossener. Nach Punkten des agilen Amin Stevens und weiteren Zählern von Robin Amaize holten sich die Braunschweiger die Führung zurück und bauten ihren knappen Vorsprung auch aufgrund der starken Zweierquote (75 Prozent) auf 23:19 zum Viertelende aus.

Die Löwen starteten defensiv deutlich griffiger in den zweiten Spielabschnitt und machten den Eisbären das Punkten nun schwerer. Aber nicht nur in der Verteidigung fanden Tyrone Nash und Co. jetzt mehr zu ihrem Spiel, sondern auch in der Offensive. Hier glänzte Kenny Frease einmal mehr als Passgeber, während Derek Needham einen Dreier zum 34:22 einnetzte (15. Minute). Die Löwen sorgten dafür, dass die Eisbären fünf Minuten ohne Korberfolg blieben und kamen insgesamt auf einen 11:0-Lauf (36:22). Doch obwohl sie das Ruder in dieser Phase komplett in ihren Händen hielten, gerieten sie durch die Zonenverteidigung der Gäste aus der Spur. Durch unkonzentrierte Aktionen in der Offensive wie auch Defensive kamen die Eisbären noch einmal näher heran, weshalb die Löwen nur noch mit einer 40:34-Führung in die Halbzeitpause gingen.

Und es wurde noch enger. Denn zurück auf dem Parkett ließen die Löwen den Ball zu wenig laufen, während die Gäste unter dem Korb erneut zu einfachen Abschlüssen kamen. Das Korner-Team hatte seine Führung auf diese Weise nach wenigen Minuten verspielt und sogar abgeben müssen (43:45, 24. Minute). Erst nach einer Auszeit besannen sich die Löwen wieder mehr auf ihr Teamspiel und holten sich über gut herausgespielte Würfe die Führung zurück. Aber es war jetzt ein ausgeglichenes Spiel – auch weil den Löwen defensiv erneut der Biss fehlte. Die dringend benötige Energie kam wieder mehr in Person von Derek Needham auf das Feld. Der Löwen-Guard punktete, klaute den Ball und servierte Assists. Er hatte großen Anteil daran, dass sein Team gegen die nun stark von außen treffenden Eisbären (57 Prozent Dreier) nach 30 Spielminuten mit 65:64 vorne lag.

Und auch im letzten Viertel machte Derek Needham dort weiter, wo er zuvor aufgehört hatte. Nachdem er bis zum 70:68 für die einzigen Löwen-Punkte in diesem Spielabschnitt verantwortlich war, gelang ihm noch ein Ballgewinn, den Keaton Grant per Dunking zum 72:68 abschloss. Aber die Eisbären ließen sich nicht abschütteln. Ganz im Gegenteil: 2:37 Minuten vor dem Ende gerieten die Braunschweiger sogar wieder mit zwei Zählern in Rückstand, weil sie defensiv nicht stark genug dagegenhielten. Das Korner-Team erarbeitete sich Chancen, diesen wieder auszugleichen – traf aber nicht. Stattdessen war es dann Bremerhavens Kyle Fogg, der 44 Sekunden vor dem Ende einen Dreier zum 76:81 versenkte. Diesen Rückstand konnten die Löwen nicht mehr wettmachen und verloren schlussendlich mit 80:85.

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (Basketball Löwen Braunschweig): Glückwunsch zum verdienten Sieg. Uns ist in den vergangenen Wochen unsere defensive Identität abhanden gekommen. Wir haben uns heute zu oft im 1-gegen-1 schlagen lassen und müssen wieder geschlossener und physischer auftreten. Wir haben die ersten 15 Minuten kontrolliert, danach aber Probleme gegen die Zonenverteidigung gehabt und den Rhythmus verloren. In den letzten fünf Minuten ist uns dann komplett der Faden gerissen und haben defensiv einen schlechten Job gemacht. Das darf aber nicht passieren, da wir uns bisher über unsere Defensive ausgezeichnet haben und darüber Spiele kontrollieren. Wenn wir davon abkommen, dann haben wir ein großes Problem. Der große Unterschied heute war auch, dass Bremerhaven den Ball gut bewegt und die Würfe getroffen hat. Wir haben den Ball auch bewegt, aber unsere Chancen nicht genutzt. Aber wir müssen jetzt vor allem unsere Identität wiederfinden und das sind wir uns auch schuldig.

Sebastian Machowski (Eisbären Bremerhaven): Ich freue mich sehr über diesen Sieg, weil wir jeden Punkt und Sieg brauchen, um den Klassenerhalt zu verwirklichen. Vor drei Tagen habe ich den Job angetreten, nichtwissend ob das erkannte Potenzial im Team steckt. Es gab einen Umbruch im Team, dadurch dass Tyrus Thomas das Team verlassen hat. Und das wir nach nur drei gemeinsamen Trainingseinheiten hier gewinnen, ist eine starke Leistung, die meinen Respekt verdient und meinen Eindruck bestätigt, dass Potenzial vorhanden ist. Wir haben dies durch unser Teamplay auf das Spielfeld gebracht und auch Vertrauen in die Mitspieler gezeigt. Sicherlich war nicht alles perfekt und wir haben uns teilweise das Leben selbst schwer gemacht. Aber um so mehr freut es mich, dass wir das heute geschafft haben.

Die Viertel im Überblick: 23:19, 17:15, 25:30, 15:21.

Basketball Löwen Braunschweig: Gertz n.e., Nash 15 (6 Rebounds, 4 Assists), Bogdanov n.e., Theis, Needham 15 (5 Ballgewinne, 4 Assists), Stevens 7 (5 Rebounds), Grant 14, Amaize 2, Adler n.e., Simon 6, Frease 10 (8 Rebounds, 5 Assists), Anderson 11.

Eisbären Bremerhaven: Williams 2, Gordon 18 (5 Rebounds), Smith 11 (5 Assists), Zwiener 7, Bleck, Curry n.e., Sihota 11, Austin 1 (5 Rebounds), Fogg 19 (8 Assists), Freese 16 (5 Rebounds).


Pressemitteilung: Basketball Löwen Braunschweig 



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