ProA

Dragons wollen Trierer Gladiatoren Paroli bieten

TheBloob am 03.03.2016 um 13:02

Samstag, 19:00 Uhr, Dragons Rhöndorf vs. Gladiators Trier
Es ist das Aufeinandertreffen zweier geschichtsträchtiger Bundesligastandorte, deren aktuelle Situation jedoch kaum unterschiedlicher sein könnte. Auf der einen Seite die neu auferstandenen Gladiators Trier, die sich nach dem unrühmlichen BBL-Abstieg neu aufgestellt haben und auf einer Euphorie-Welle in die Playoffs einziehen können und auf der anderen Seite die Dragons Rhöndorf, die scheinbar chancenlos das Tabellenende zieren. 
Es scheint eine halbe Ewigkeit her, dass die Dragons Rhöndorf eine Mannschaft aus der rheinland-pfälzischen Basketball-Hochburg Trier zu einem Heimspiel am Menzenberg begrüßen durfte. Letztmalig am 9. September 1998 gastierte mit HERZOGtel Trier einer der Vorgänger-Clubs der heutigen Gladiators in Bad Honnef und konnte damals mit einem 88:75-Sieg die Punkte aus dem DragonDome entführen. Letztlich sollten sich die Dragons in ihrer letzten Erstliga-Saison jedoch vor den Trierern in der Tabelle einreihen und mit einem Sieg mehr auf dem Konto den 3. Tabellenplatz sichern. Im Anschluss an die Spielzeit 1998/1999 sollte sich der Weg der beiden Clubs bis zur aktuellen Spielzeit jedoch trennen. Während die Dragons sich als stabiler Zweitligist und Ausbildungsverein einen Namen machten, blieben die Trierer weiterhin ein Dauerbrenner im Oberhaus des deutschen Basketballs. Letztlich mussten aber auch die Trierer Korbjäger erkennen, dass die wirtschaftliche Kraft der Region für Spitzenbasketball in der Beko Basketball-Bundesliga nicht mehr ausreichte und die TBB Trier musste neben dem sportlichen Abstieg auch den bitteren Gang in die Insolvenz antreten. Die Erben der einst so erfolgreich spielenden Mannschaften um Charly Brown, Keith Gray und Bernhard Thompson standen wieder einmal vor einem Scherbenhaufen. Doch was zunächst wie das Ende des professionellen Basketballs in Trier aussah, entpuppte sich als erneute Chance für einen Neustart. Unter dem Namen Gladiators Trier wurde der Trierer Basketball auf neue Füße gestellt und die Lizenzierung zur ProA konnte erfolgreich durchlaufen werden. Mit Marco van den Berg konnte zudem ein erfahrener Headcoach gewonnen werden, der zuvor bereits für den BBC Bayreuth in der Beko BBL tätig war und seit diesem Sommer in der schmucken Arena Trier an der Seitenlinie die Richtung vorgibt.
Auf dem Feld geben mit Dwayne Evans, Kwadzo Ahelegbe, Brandon Spearman und John Eggleston vier US-Boys die Richtung vor und sind absolute Leistungsträger im Kader der Gladiatoren. Besonders Evans kann mit seinem Allround-Paket überzeugen und bringt es allabendlich auf 16,1 Punkte, 8,4 Rebounds und einen Block. Damit ist der 2,01 Meter große Power Forward einer der effektivsten Big Man der gesamten Liga und verspricht wieder einmal viel Arbeit für Lodders, Wendeler, Angerer & Co. An seiner Seite agiert mit John Eggleston ein ProA-erfahrener Big Man, der zuvor bereits für Heidelberg und Leverkusen auflief und auch in Trier mit 6,9 Punkten und 4,5 Rebounds zu überzeugen weiß. Auf dem Flügel zuhause ist Shooting Guard Brandon Spearman, der vergangene Saison noch für den SC Rist-Wedel in der ProB für Furore sorgte und nun auch in der ProA seine Spuren hinterlässt. Mit durchschnittlich 14,1 Punkten und 3,4 Rebounds schaffte Spearman den Sprung in die ProA scheinbar mühelos und hadert einzig mit seiner Freiwurfquote von knapp 63%. Erst seit Januar schürt Aufbauspieler Kwadzo Ahelegbe seine Sneaker für Moselaner und hatte zunächst nur einen befristeten Vertrag erhalten. Nach guten Leistungen erhielt er schließlich die erhoffte Vertragsverlängerung bis Saisonende und wird mit seinen 14,4 Punkten und 3,1 Assists weiterhin ein wichtiger Faktor im Spiel der Mannen von Coach van den Berg sein. Mit Small Forward Tim Weber haben die Gladiators sogar einen fünften Amerikaner im Kader, der jedoch mit 3,1 Punkten pro Spiel keine große Rolle im Team inne hat.
Mit Justin Raffington konnte Marco van den Berg einen deutschen Big Man aus der nordamerikanischen College-Liga NCAA nach Trier locken, wo der 2,05 Meter und 107 kg schwere Center seitdem mit 9,4 Punkten und 6,8 Rebounds pro Partie aufhorchen lässt und am vergangenen Spieltag mit 17 Punkten und 10 Rebounds sein zweites "Double-Double" der Saison verbuchen durfte. Für Entlastung im Spielaufbau sorgt Kevin Smit, der in der vergangenen Saison in Vechta nicht wie erhofft überzeugen konnte und nun in Trier einen erneuten Anlauf in der ProA unternimmt. Mit 8,2 Punkten und 3,2 Assists kann dieser bislang als durchaus gelungen bezeichnet werden, da Smit zudem mit guten Quoten aus dem Feld zu überzeugen weiß. Ebenfalls zurück im Kader ist Aufbauspieler Simon Schmitz, der als Leitwolf eingeplant war, aber die erste Saisonhälfte aufgrund einer Verletzung verpasste. Seit Januar ist der ehemalige Aufbauspieler von Erstligist Bayreuth zurück im Kader und steuert seitdem 6 Punkte und 3,7 Assists pro Spiel zur Ausbeute seiner Mannschaft bei. Die weiteren Minuten der Rotation verteilen sich auf die Nachwuchskräfte Benedikt Breiling, Sebastian Herrera Kratzborn und Marian Dahlem, die alle aus der eigenen Jugendabteilung der Trierer stammen.
Die Gladiators Trier reisen mit 3 Siegen in Folge im Gepäck in den DragonDome und konnten sich am vergangenen Wochenende in der heimischen Arena Trier deutlich mit 78:57 gegen die RheinStars Köln durchsetzen. Besonders in der heimischen Arena boten die Gladiators in dieser Saison ihre besten Spiele und mussten sich auch den beiden Spitzenteams aus Jena und Vechta jeweils nur knapp geschlagen geben. Auch die Dragons erlebten im Hinspiel die Dominanz der Trierer in den eigenen vier Wänden und unterlagen deutlich mit 93:57. "Trier ist besonders mit ihrer Besetzung unter den Körben wieder ein harter Brocken für uns, aber wir werden mit dem Personal was wir haben so gut es geht dagegen halten.", blickt Headcoach Christian Mehrens voraus und ergänzt: "Durch den Abgang von Sterling Carter hat sich für uns die Situation sicherlich nochmal verschärft, aber es ist auch die Chance für die jüngeren Spieler, sich zu zeigen und für die kommende Saison zu empfehlen. Die Jungs wissen was ich sehen will und auf was ich Wert lege und das werden wir auch wieder aufs Parkett bringen." Für die verbleibenden Partien der ProA-Saison kann Headcoach Christian Mehrens weiterhin auf Forward Alexander Angerer zurückgreifen, der für den Rest der Spielzeit fest im Kader der Dragons stehen wird.
Tip-Off zur Partie gegen die Gladiators Trier ist am kommenden Samstag um 19:00 Uhr in der Sporthalle an der Menzenberger Straße. Die Tageskassen an der Halle öffnen 60 Minuten vor Spielbeginn. Die Partie wird zudem live bei Sportdeutschland.TV im Internet zu sehen sein.


Pressemitteilung: Dragons Rhöndorf 



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