WALTER Tigers Tübingen

Zu wenig! Raubkatzen verlieren mit 65:67 gegen medi bayreuth

TheBloob am 28.02.2016 um 20:17

Die WALTER Tigers Tübingen haben am 24. Spieltag ihr Heimspiel gegen
medi bayreuth mit 65:67 (25:27) verloren. Die 3132 Zuschauer in der
abermals ausverkauften Paul Horn-Arena sahen dabei eine punktearme
Vorstellung beider Teams. Ab Mitte des ersten Viertels liefen die
Raubkatzen einem knappen Vorsprung der Bayreuther hinterher, konnten
jedoch nie mehr die Führung übernehmen. Mit acht Punkten Rückstand
(37:45) ging es dann in das Schlussviertel. Die Mannschaft von Trainer
Tyron McCoy kam dort zwar nochmals auf einen Punkt an die Gäste heran
(65:66, 40. Minute), musste sich am Ende jedoch nach kämpferischen
Schlussminuten auch im Rückspiel geschlagen geben. Bester Tübinger
Werfer war Toarlyn Fitzpatrick mit 14 Zählern. Jared Jordan (elf
Punkte, acht Assists, vier Rebounds) gelang am Samstagabend auf Seiten
der Raubkatzen ein ordentliches Spiel. Bei medi bayreuth konnten Jake
Odum (19 Punkte), Andreas Seiferth (zwölf Punkte) und Bastian Doreth
(zehn Punkte) zweistellig punkten. Zudem kam Seiferth auf ganze elf
Rebounds. McCoy war nach dem Spiel vor allem mit den vielen zu
leichten Fehlern seines Teams nicht zufrieden: "Im Schlussviertel
haben wir uns noch einmal zurückgekämpft und hatten die Chance auf den
Sieg. Jedoch haben uns auch hier wieder einige Fehler das Spiel
gekostet.“

Der Spielverlauf:

Die beiden Teams hatten Mühe ins Spiel zu finden. Nach zwei Minuten
zierte immer noch ein 0:0 die Anzeigetafeln der Paul Horn-Arena. Zu
allem Überfluss zerstörte Garlon Green bei einer Rettungsaktion dann
noch eine Werbebande, sodass sich die Fans der Tübinger weiter stehend
gedulden mussten. Die ersten Punkte der Begegnung erzielte Bayreuths
Dorret von der Freiwurflinie (2:0, dritte Minute). Ein erstes
Highlight durften die Fans der Tigers dann kurz darauf feiern: Einen
tollen Pass von Aleksandar Nadjfeji verwertete Green zum 4:4 (vierte
Minute), Jordan sein Team mit zwei Zählern in der gleichen Minute das
erste Mal in Front (6:4). In den folgenden Minuten wechselte die
Führung hin und her. Zum Ende des Viertels vermochte sich Bayreuth
etwas abzusetzen (17:13, achte Minute). Während den Schwaben offensiv
die zündenden Ideen fehlten, fiel bei den Gästen fast jeder Wurf. So
lagen die Tübinger zwei Minuten vor der Viertelpause plötzlich mit
13:19 im Hintertreffen. Die letzten zwei Minuten erinnerten an den
Start des Spiels. Körbe: Fehlanzeige!

Kaum Punkte auch im zweiten Viertel

Die erste Aktion des zweiten Viertels gehörte Bogdan Radosavljevic,
der nach einem Sololauf krachend per Dunking abschloss (15:19, elfte
Minute). Danach musste er nach einem Zusammenprall unter dem eigenen
Korb jedoch mit einer Verletzung das Parkett zunächst verlassen. Die
Tigers zogen nun die Zügel in der Verteidigung an und gestatteten den
Gästen keine einfachen Punkte mehr. So kamen sie langsam auf 19:21
(14. Minute) heran. Doch insgesamt ließ das Spiel nun deutlich an
Qualität nach, beiden Mannschaften war die Wichtigkeit des Spieles
anzumerken. Airballs, Schrittfehler, Fehlpässe, vergebene Korbleger -
es war alles dabei. So verwunderte es nicht, dass es zur Halbzeit nur
25:27 stand, ein Spielstand, der auch schon mal nach dem ersten
Viertel vorkommt.

Zu Beginn des dritten Spielabschnitts suchten beide Teams ihr Glück
aus der Distanz - allerdings ohne zählbaren Erfolg. Erneut mussten die
Zuschauer knapp drei Minuten auf den ersten Korb warten. Diesen
erzielte nach Seiferth nach einem Offensiv-Rebound - und der trägt
bekanntlich das Trikot von medi bayreuth. Als Bastian Doreth kurz
darauf aus der Distanz zum 32:25 (24. Minute) traf, nahm
Tiger-Dompteur McCoy eine frühe Auszeit. Toarlyn Fitzpatrick gelangen
in der gleichen Minute die ersten Zähler zum 27:32. Als dann auch Nick
Russell eine Zeigerumdrehung später auf 29:32 verkürzte, bat Michael
Koch zur Auszeit. Die nächsten Minuten gehörten jedoch wieder den
Gästen, die wieder auf 41:33 (28. Minute) davonziehen konnten. Wieder
prägten viele Unkonzentriertheiten das Bild: So landete ein Tübinger
Einwurf umgehend bei den Gästen, die sich dann auch noch einen
Offensiv-Rebound abgreifen konnten: McCoy zitierte sein Team an die
Seitenlinie. Doch der Gastgeber fand weiter nicht zu seinem Spiel: So
ließ Kenneth Horton den Bayreuther Vorsprung in der Folge erstmals
zweistellig werden (44:34, 29. Minute). In das Schlussviertel gingen
die Hausherren mit einem 37:45-Rückstand.

Spannung pur bis in die Schlusssekunde!

Die ersten zwei Minuten waren symptomatisch für das bisherige Spiel.
Die Raubkatzen erkämpften sich durch Garton Green zwei Punkte zum
39:45 (31. Minute), um sich dann in der Verteidigung um den verdienten
Lohn zu bringen, als sie den Gästen zwei Offensiv-Rebounds
gestatteten, die diese prompt zu einem Dreier durch Spielmacher Jake
Odum nutzten (39:49, 32. Minute). In diesem Bereich pendelte sich der
Rückstand in der Folgezeit zur Enttäuschung der Zuschauer ein. So war
es ungewöhnlich ruhig in der ausverkauften Paul Horn-Arena und zwar
genau bis fünf Minuten vor dem Ende, als zunächst Green drei Freiwürfe
(47:53) traf und anschließend Fitzpatrick einen Dreier nachlegte.
Plötzlich war beim Stand von 53:57 wieder alles offen! Zwei Minuten
vor dem Ende ging der Lautstärke-Pegel nochmals in die Höhe: Jordan
traf einen Dreier zum 59:61, plötzlich waren die Tigers in direkter
Schlagdistanz. Doch Bayreuth hatte wieder die richtige Antwort parat
und traf zum wiederholten Male in Person von Odum mit Ablauf der
Schuss-Uhr den Korb (63:59, 40. Minute). Auf der Gegenseite hingegen
reichten im nächsten Angriff den Tigers die 24 Sekunden für einen
Korbabschluss nicht aus. Ein weiterer Ballverlust brachten die Tigers
um die letzte Chance zum Sieg. Da half auch ein wilder Dreier aus gut
acht Metern von Mihailovic zum 65:66 nichts mehr - die Uhr zeigte nur
noch 1:57 Sekunden an. So stehen die Tigers nach dem ernüchternden
65:67 mit leeren Händen da.

Dschungelgeflüster - der etwas andere Blick auf das Spielgeschehen:

Wiedertreffen alter Bekannter: In der letzten Saison spielten Andreas
Seiferth und Bastian Doreth noch unter Head Coach Tyron McCoy in
Quakenbrück für die Artland Dragons. Heute kämpften beide Spieler im
Trikot von medi bayreuth für den Sieg gegen ihren ehemaligen Trainer
im Tübinger Dschungel. Beide deutsche Spieler überzeugte mit guten
Leistungen.

Buford auf der Bank: William Buford musste im Spiel gegen medi
bayreuth angeschlagen von der Bank aus sein Team anfeuern. Der
aktuelle Tübinger Topscorer (14,5 ppg) war aufgrund von
Schulterproblemen zum Zuschauen verdammt. Nach dem Spiel merkte man
deutlich, wie sehr der 26-Jährige der Mannschaft fehlte.

Späte erste Punkte: Die Zuschauer mussten heute lange auf die ersten
Punkte warten. Nicht nur traf Bastian Doreth erst in der dritten
Minute per Freiwurf zum 1:0 für die Gäste. Zuvor rettete Garlon Green
noch einen Ball vor dem Aus und beschädigte dabei eine Werbetafel.
Diese musste anschließend noch während einer Spielunterbrechung
abgesichert werden.

Volle Hütte: Erneut war die Paul Horn-Arena ausverkauft - bereits das
neunte von insgesamt zwölf Heimspielen in dieser Saison, bei dem 3132
Zuschauer den Weg in den Tübinger Dschungel fanden. Leider konnten die
Raubkatzen ihre Anhänger nicht mit einem Sieg belohnen.

Trauer um Horst Müller: Aufgrund des Todes von Horst Müller, dem
ältesten aktiven Fan der WALTER Tigers Tübingen, begann das Spiel mit
einer Schweigeminute. Der gebürtige Berliner besuchte seit über 30
Jahren jedes Heimspiel der Tigers und nahm auch an zahlreichen
Auswärtsfahrten Teil. Mitte Januar feierte er noch im großen
Familienkreis seinen 80. Geburtstag.


Pressemitteilung: WALTER Tigers Tübingen 



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