ProB

BSV strauchelt auch zu Hause gegen Salzkotten

TheBloob am 28.02.2016 um 20:17

Nach der bitteren 83:85 (34:39)-Heimniederlage gegen den TV Salzkotten stehen die Basketballer des BSV Wulfen weiterhin mit dem Rücken zur Wand. Nur drei Jahre nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga ProB Nord droht der Sturz in die 2. Regionalliga Westfalen. Statt einen Riesenschritt Richtung Klassenerthalt zu machen, ließen die Münsterland Baskets die Konkurrenz aus Herford (Sieg beim Tabellendritten in Hagen) und Haspe (Sieg im Kellerduel bei den Giants Düsseldorf) davonziehen. Angesichts des Restprogramms von drei Spielen gegen die Top3 der Liga wird es wahnsinnig schwer für den BSV. Hoffnung gibt aktuell nur die Schwäche der Konkurrenz aus Sechtem und Düsseldorf.

Denn Wulfen rangiert noch auf dem drittletzten Platz, weil die punktgleichen Teams aus Sechtem (100:102 nach Verlängerung gegen die BG Dorsten) und Giants Düsseldorf (65:69 gegen Haspe) ebenfalls geschwächelt haben. Dieser drittletzte Platz, wenn er irgendwie gehalten werden kann, ist angesichts der Situation in der ProB Nord mit den akut abstiegsgefährdeten Teams aus Schwelm und Herten ein Schleudersitz. Einer der West-Vereine muss in der ProB die Klasse halten. Zudem droht Ungemach von unten: Gewinnen Sechtem oder die Giants Düsseldorf nur ein Spiel mehr als Wulfen, wäre der direkte Abstieg besiegelt. Um das zu verhindern, müssen die Wulfener in den drei ausstehenden schweren Spielen noch einmal alle Kräfte mobilisieren und dann auf die Abstiegsrunde in der ProB blicken. Das gleiche Schicksal hatte der BSV schon vor einem Jahr durchlebt.

Dabei hatte es nach einem übernervösen Start gegen Salzkotten (2:4 nach 5 Minuten) wieder so gut für Wulfen begonnen. Geburtstagskind Simas Raupys versenkte seinen zweiten Dreier zum 16:9, 19:12 führte der BSV nach dem ersten Viertel. Der am Samstag überragende Tim Gorontzi schraubte mit zwei schnellen Körben zu Beginn des zweiten Spielabschnitts das Resultat auf 23:12 - es war die höchste Wulfener Führung des Spiels. Denn wie vor 14 Tagen gegen Ibbenbüren riss plötzlich der Faden komplett. Erst verkürzte der Gast auf 25:21, dann erlaute die Wulfener Verteidigung mit einer Tiefschlaf-Phase dem Salzkottener Alan Boger 12 Punkte in drei Minuten in Serie, davon drei Dreier. Beim 31:33 war die komfortable Führung verspielt, mit 34:39 ging es in die Kabinen.

BSV-Trainer Maik Berger sah eine kämpferische Einstellung seiner Mannschaft. Tatsächlich holte sich Wulfen im dritten Viertel die Führung zurück, wieder war es Eigengewächs Tim Gorontzi, der mit zwei Dreiern in zwei Minuten das 53:49 markierte. 58:56 hieß es vor dem Schlussabschnitt. Zu Beginn des vierten Viertels erzielte wieder Gorontzi sechs Punkte zum 64:59. Auch beim 76:73 nach einem Gashi-Dreier lag der BSV vier Minuten vor Ende in Front.

Doch die Crunchtime war auch gestern das Spiegelbild einer verkorksten Saison. Wulfens Amerikaner Chris Brown holte per Dreier zum 79:79 den Ausgleich zurück, erzielte in der Schlussminute mit einem Glückskorb sogar das 82:81. Salzkottens Topscorer Alan Boger antwortete zum 82:83. Der vermeintlich letzte Angriff (21 Sekunden) gehörte Wulfen. Das Ziel, die Uhr herunter zu spielen, zum Korb zu ziehen, per Korbleger die Führung zu erobern oder zumindest zwei Freiwürfe zu bekommen, scheiterte kläglich mit einer Mischung aus Ballverlust und Wurfversuch. Felix Wenningkamp behielt acht Sekunden vor dem Ende an der Freiwurflinie die Nerven, erhöhte für Salzkotten auf 82:85. Wulfen blieben nur noch Sekunden.

Nun agierte die Manschaft von TVS-Coach Arthur Gazaev clever, verhinderte mit einem schnellen Foul an Phil Günther den möglichen BSV-Dreier zur Verlängerung. Denn die Dreier-Quote der Wulfener mit 50 Prozent (11/22) stimmte am Samstag. Routinier Günther versagten aber beim ersten Freiwurf die Nerven. Angesichts von vier Restsekunden wollte er dann den zweiten Freiwurf vor die Ringkante werfen, um nach Offensivrebound und Korberfolg die Verlängerung zu erzwingen. Doch auch das misslang, der flach Richtung Ringkante geworfene Ball landete im Korb. Gazaev nahm seine letzte Auszeit. Als der Ball wieder ins Feld kam, schafften es die Wulfener nicht, mit einem Foul die Uhr noch einmal zu stoppen. Fassungslosigkeit beschreibt die Stimmung in der Wulfener Gesamtschulhalle nach den Schlussekunden am besten.

BSV: Günther (8, 5 Assists), Raupys (8/2), Marquardt (6/1), Nasarre (11), Gashi (3/1), Gorontzi (19/4), Brown (15/1), Nieswand, Letailleur (9/1), Vadder (4) und David. TVS: Boger (24/5), Gees (4), Lieneke (8, 6 Assists), Wenningkamp (17/4), Veenhof, Schinke (2), Tusek (6), Kretschmann (6/1), Michels (2), Martin (16/1) und Stukenberg. Schiedsrichter: Günter Brökelmann (Dortmund), Alexander Nevries (Münster). Zuschauer: 218.


Pressemitteilung: BSV Wulfen 



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