Basketball Löwen Braunschweig

Rückschlag im Playoff-Kampf: Löwen verlieren mit 68:69 in Würzburg

TheBloob am 26.02.2016 um 09:28

Headcoach Raoul Korner war nach der 68:69-Niederlage (37:28) am heutigen Donnerstag, 25. Februar, in Würzburg ob der Vorstellung seiner Mannschaft merklich angefressen. Die Basketball Löwen Braunschweig waren bei den s.Oliver Baskets mit dem Wissen angetreten, dass ein Sieg ihnen die Tür im Playoff-Rennen ganz weit offen halten würde. Und lange Zeit sah es auch nach einem erfolgreichen Abend für die Löwenstädter aus. Sie führten trotz der verletzungsbedingten Ausfälle von Derek Needham, Lucas Gertz und Josh Gasser zwischenzeitlich mit 14 Punkten (31:17) und hatten auch zu Beginn des letzten Viertels noch einen Vorsprung von neun Zählern. Doch in den letzten zehn Spielminuten verloren die Löwen, die erneut zu viele Freiwürfe liegen ließen (48 Prozent Freiwurfquote), komplett den Rhythmus und erzielten nur noch elf Punkte. Die Gastgeber hingegen spielten sich in der ausverkauften s.Oliver Arena in einen Rausch und holten sich 45 Sekunden vor dem Spielende die Führung, die sie nicht mehr hergaben. Durch die Niederlage der Löwen beträgt der Rückstand auf den Tabellenachten s.Oliver Baskets nun sechs Zähler. Topscorer für die Braunschweiger wurde Nicolai Simon mit 13 Punkten. Für die Würzburger kam Lamonte Ulmer auf die meisten Zähler (15).

Die Löwen bewegten den Ball in der Anfangsphase immer unter den Korb, ließen hier aber zunächst gute Möglichkeiten aus. Nicht zuletzt deshalb, sondern auch weil die Gastgeber Wege durch die Zone fanden und besser trafen, lagen die Braunschweiger mit 3:8 zurück (4. Minute). Doch nach und nach fanden die Löwen besser ins Spiel. Vor allem Center Kenny Frease am Brett und Kapitän Nicolai Simon aus der Distanz waren mit dafür verantwortlich, dass sie sich heran arbeiteten und auch in Führung gehen konnten (12:10, 7. Minute). Die wechselte nochmals, ehe Jermaine Anderson mit einem Dreier das 17:15 für die Löwen nach zehn Minuten markierte.

Im zweiten Viertel setzte sich das Korner-Team über eine griffigere Verteidigung in Kombination mit einem schnellen Umschaltspiel in den Angriff ab. Immer wieder war es Robin Amaize, der mit Volldampf zum Korb zog und das 28:17 für seine Löwen erzielte (15. Minute). Als dann Keaton Grant per Dreier seine ersten Zähler in dieser Partie machte und der Vorsprung auf 14 Zähler anwuchs, war es plötzlich still in der s.Oliver Arena und Baskets-Coach Doug Spradley nahm eine Auszeit. Für die Hausherren lief es offensiv anschließend wieder etwas besser. Aber die Löwen behielten die Nase vorne (23:37, 19. Minute), weil sie weiterhin aus der „Transition“ heraus den Korb attackierten und Fouls zogen. Leider ließen sie von ihren Freiwürfen auch einige liegen, weshalb der in diesem Viertel zumeist zweistellige Löwen-Vorsprung auf 37:28 zur Halbzeit schrumpfte.

Zurück auf dem Parkett warfen die Teams den Offensiv-Motor an: Für die Löwen war Nicolai Simon mit einem Dreier zum 46:35 erfolgreich (23. Minute). Aber auch Jermaine Anderson übernahm zunehmend mehr Verantwortung. Der Löwen-Spielmacher traf und klaute dem Gegner den Ball, woraus nach einem Schnellangriff ein unsportliches Foul der Würzburger resultierte. Die Löwen machten daraus allerdings zu wenig, während die Baskets zu viele zweite Chance bekamen und das zum 42:49 nutzten (26. Minute). Löwen-Center Kenny Frease war es dann, der durch vier Punkte in Serie wieder für Entlastung sorgte und sein Team erneut zur zweistelligen Führung warf. Doch unter der lautstarken Anfeuerung der Würzburger Fans kamen die Hausherren wieder auf sieben Zähler heran, ehe Keaton Grant das 57:48 für sein Team nach 30 Minuten herstellte.

Anders als zu Beginn des dritten Viertels haderten die Löwen jetzt mit ihren Abschlüssen. Nach einem Dreier von Keaton Grant in der 32. Minute fiel für sie minutenlang kein weiterer Wurf durch die Reuse. Das Löwen-Spiel war in dieser Phase zu statisch und der Ball lief nicht mehr so gut wie zuvor. Als der Vorsprung nur noch sechs Zähler betrug, nahm Raoul Korner eine Auszeit, um sein Team neu einzustellen (54:60, 34. Minute). Auf die folgten endlich wieder Punkte durch Jermaine Anderson. Aber es war spannend geworden, weil die s.Oliver Baskets nun am Drücker und die Löwen gar nicht mehr im Rhythmus waren. Zwar konnten sie das 61:64 der Gastgeber mit vier Zählern kontern. Doch verstrickten sich die Löwen zu sehr in Einzelaktionen, die nicht von Erfolg gekrönt waren. Die Folge: 42 Sekunden vor dem Ende gingen die Würzburger nach einem Dreier mit 69:68 in Führung. Und weil danach keine Würfe mehr fielen, kam es 3,1 Sekunden vor dem Ende zum Showdown. Die Löwen hatten Einwurf, bekamen aber keinen kontrollierten Wurf mehr hin. Keaton Grant verfehlte mit dem Ablauf der Uhr den Korb und damit war die bittere Niederlage besiegelt.

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (Basketball Löwen Braunschweig): Glückwunsch an Würzburg zum Sieg. Man hat gesehen, dass heute viel auf dem Spiel stand. Das Niveau des Spiels war unterirdisch. Wir haben nie wirklich ins Spiel gefunden, deshalb hat es mich selbst überrascht, dass wir so lange vorne waren. Mit so einer Leistung müsste man eigentlich gerade in einer Halle wie Würzburg mit dieser Atmosphäre aus der Halle geschossen werden, aber wir blieben lange im Spiel. Der Spielstand hat aber in keiner Weise unserer Leistung entsprochen, wir haben uns vom Spielverlauf täuschen lassen. Als Würzburg ein wenig begonnen hat, das Niveau zu steigern, haben sie in die Partie gefunden und die Big Plays gemacht. Für mich war es eine extrem enttäuschende Leistung. Wir wussten, dass das Spiel für uns mehr oder weniger „do or die“ für die Playoffs ist. Es ist bitter, dann so eine Leistung von der Mannschaft zu bekommen. Vielleicht müssen wir auch der Realität ins Auge sehen und uns darüber freuen, dass wir schon elf Siege haben.

Doug Spradley (s.Oliver Baskets): Wir haben nur in den letzten sechs Minuten das gespielt, was wir eigentlich vorhatten. Da haben wir endlich aggressiver gespielt, die Rebounds besser kontrolliert, Braunschweig musste schwierige Würfe nehmen. Dann haben wir auch die Big Plays gemacht und die wichtige Würfe getroffen. Wir haben in der Verteidigung die nötigen Stops geschafft und im Angriff endlich den Ball bewegt und mit ein wenig mehr Herz und Intensität gespielt. Das hat in den 34 Minuten vorher gefehlt, Braunschweig war viel aktiver. Unsere Fans haben uns wieder sehr gut unterstützt. Nicht nur die wichtigen Würfe von Mo Stuckey, auch die Verteidigung und die Offensivrebounds von Lamonte Ulmer waren ein wichtiger Faktor. Wir sind glücklich ,dass wir das Spiel gewonnen haben und nehmen diese zwei Punkte gerne mit.

Die Viertel im Überblick: 15:17, 13:20, 20:20, 21:11.

Basketball Löwen Braunschweig: Nash 10 (5 Rebounds), Bogdanov, Theis, Stevens 3 (5 Rebounds), Grant 12 (5 Assists, 4 Ballgewinne), Amaize 6, Adler, Simon 13 (5 Rebounds), Frease 12 (5 Rebounds, 3 geblockte Würfe), Anderson 12.

s.Oliver Baskets: Ebert n.e., Saibou, Ugrai, Spoden 2, Tuttle 14 (6 Rebounds, 6 Assists), Stuckey 9, Betz 6, Joyce 13 (7 Rebounds, 10 Assists), Ulmer 15 (9 Rebounds), Searcy.


Pressemitteilung: Basketball Löwen Braunschweig 



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