ProB

RSV mit Heimniederlage gegen Wolfenbüttel

TheBloob am 14.02.2016 um 09:42

Playoff-Rennen bleibt offen
(Von Marcus Boljahn)
Für die Basketballer des RSV Eintracht Teltow / Kleinmachnow / Stahnsdorf
wird es im Kampf um die Playoffs in der 2.Basketball-Bundesliga ProB immer
enger. Im vorletzten Heimspiel der Saison unterlag das Team von Trainer Jan
Sauerbrey dem Tabellenzweiten Herzöge Wolfenbüttel mit 70:80 (32:29). In der
Tabelle rutschte man durch den überraschend deutlichen 77:63 Erfolg von
Citybasket Recklinghausen gegen die Artland Dragons nun auf den zehnten Platz ab. Allerdings bleibt der
Rückstand auf die achtplatzierten Hertener Löwen bei einem Sieg, da diese erwartungsgemäß gegen
Tabellenführer Iserlohn mit 76:84 das Nachsehen hatten.
Beide Mannschaften konnten nicht in Vollbesetzung antreten. Während Wolfenbüttel auf die zeitgleich in der
BBL für Kooperationspartner Basketball Löwen Braunschweig beim FC Bayern München eingesetzten
Robin Amaize und Sid-Marlon Theis (9 bzw. 7 Punkte bei der 70:91 Niederlage) verzichten musste, fehlte
beim Gastgeber krankheitsbedingt Joey Ney. Zudem waren die Youngster Thabo Paul und Anton Kamke
beim ersten Playoffspiel mit dem Farmteams in der Oberliga aktiv, welches mit 81:66 in Lauchhammer
gewonnen werden konnte. Der RSV startete in dieses wichtige Spiel jedoch etwas zerfahren und verlor nach
einem weitgehend ausgeglichenen Start (12:11, 6. Minute) allmählich den Faden. Coach Sauerbrey machte
dafür die Defensivleistung verantwortlich: „Gerade in der Anfangsphase sind wir nicht aggressiv genug.
Eine Mannschaft, die in kleinerer Rotation als sie es gewöhnt ist spielen muss, die muss eigentlich von der
ersten Minute an für alles ackern und kämpfen.“, beschreibt der Trainer, der mit ansehen musste, wie sein
Team Mitte des zweiten Viertels in einen 18:29 Rückstand geriet. Doch die Brandenburger zeigten im
direkten Anschluss Kämpferherz und phasenweise tollen Offensivbasketball. Folgerichtig legte die Eintracht
einen 14:0 Lauf hin, der nur durch die Halbzeitsirene ein Ende fand.
Auch nach dem Seitenwechsel knüpfte man zunächst an die gute Leistung an, wobei vor allem die von Niko
Schumann (insgesamt 6 Assists) geleitete Offensive funktionierte, in der Kenneth Cooper, Erik Müller, Colin
Craven, Jackson Capel und Thomas Schoeps die Leitfiguren waren. Bis auf 44:35 konnte man enteilen und
ein Überraschungserfolg schien greifbar. Jedoch zeigten die Niedersachsen im Anschluss, warum sie auf dem
zweiten Rang der Tabelle stehen und bereits seit drei Spielen für die Playoffs qualifiziert sind. Angeführt
vom überragenden Demetrius Ward (28 Punkte, dabei 7/12 Dreier) kam Wolfenbüttel rasch wieder heran. Da
zudem Jugendnationalspieler Lars Lagerpusch extrem effektiv traf (21 Punkte bei 9/10 Würfen) und der
ehemalige RSV-Spieler Yassin Mahfouz wichtige Akzente von der Bank kommend setzte, drehte sich das
Blatt im letzten Viertel dann endgültig zu Gunsten der Herzöge. „Wir haben es geschafft, weil wir unsere
Ballverluste gegenüber den letzten Wochen auf nur zehn reduziert haben. Zudem sind Spieler in Erscheinung
getreten, die heute deutlich mehr Verantwortung gehabt haben und eine gute Leistung gezeigt haben.“,
resümierte ein zufriedener Gästetrainer Ralf Rehberger. Umgekehrt analysierte Jan Sauerbrey: „Man hat
heute den Stand in der Tabelle deutlich gesehen. Was Wolfenbüttel auszeichnet ist, das sie sehr ausgeglichen
besetzt sind und sie nicht auf einzelne Spieler zu reduzieren sind. Defensiv kann man heute nicht zufrieden
sein, da muss mehr kommen. Ansonsten haben wir alles in allem offensiv eigentlich einen Schritt nach vorn
gemacht. Die Wurfquote ist zwar nicht ganz das, was ich mir vorstelle, aber das lag auch an vielen schnellen
Würfen, die wir am Ende nehmen mussten.“ Der Blick ist allerdings schon auf die kommenden beiden
Aufgaben in Schwelm und Wedel gerichtet, um am letzten Spieltag eventuell ein Endspiel um den
Playoffeinzug daheim gegen Recklinghausen haben zu können. „Jedes Spiel ist nun doppelt oder dreifach
wichtig, wenn wir unser Ziel erreichen wollen noch in die Playoffs zu kommen.“
RSV: Cooper 16, Capel 14, Schoeps 14, Craven 12, Müller 12, Schumann 2, Harper, Teucher, Herwig,
Hasenkampf-


Pressemitteilung: RSV Eintracht 



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