ProB

ProB-Playoffs – ein Spiel mit dem Feuer

TheBloob am 09.02.2016 um 18:10

Seit dem Sieg in Schwelm am vergangenen Wochenende steht eines fest: Die Artland Dragons sind sicher dabei, wenn am 19. März mit den ProB-Playoffs die heiße Phase der Saison beginnt. Ein Etappenziel ist damit erreicht. Deshalb lohnt es sich, nach dem fixen Einzug in die Endrunde einen ersten Blick auf das Playoff-Format der 2. Basketball-Bundesliga ProB zu werfen.

Anders als in der Beko Basketball-Bundesliga nehmen an der ProB-Meisterschaftsrunde nicht acht, sondern sechzehn Mannschaften teil. Das Teilnehmerfeld ergibt sich aus den tabellarisch jeweils acht bestplatzierten Teams der Nord- und Südstaffel. Im daraus resultierenden Playoff-Achtelfinale treten erstmals Nord- und Südteams gegeneinander an: Der Erstplatzierte aus dem Norden nimmt es mit dem Achtplatzierten aus dem Süden auf. Umgekehrt bestreitet der Achte aus der Nordgruppe seine Achtelfinalserie gegen den Primus der Südstaffel. Nach diesem Schema tragen der Zweite und der Siebte, der Dritte und der Sechste sowie der Vierte gegen den Fünften der jeweils anderen Staffel die weiteren Erstrundenpaarungen aus. Das Heimrecht beansprucht immer die Mannschaft für sich, die eine bessere Hauptrundenbilanz vorzuweisen hat. Die Achtel-, Viertel- und auch die Halbfinalserien werden gemäß dem Modus „best-of-three“ ausgetragen. Das heißt, dass ein Team in den ProB-Playoffs zwei Siege in einer Serie einfahren muss, um in die nächste Runde einzuziehen. Die beiden Finalisten gehen als sportliche Aufsteiger hervor. In einer Finalserie, die per Hin- und Rückspiel ihren Sieger ermittelt, wird schließlich noch der ProB-Meister ausgespielt.

Der Modus „best-of-three“ sorgte in der Vergangenheit für so manche Sensationen: Ein Klub, der beispielsweise sein erstes Playoff-Achtelfinalspiel daheim gleich verliert, steht trotz zuvor erworbenen Heimrechts in der nächsten Partie auswärts gleich dramatisch unter Zugzwang. In den vergangenen Jahren führte unter anderem dieser Modus dazu, dass die Playoffs regelmäßig allerlei Überraschungen bereithielten. Im negativen Sinne davon betroffen war Dragons-Kapitän Benjamin Fumey: In der Saison 2013/2014 dominierte der heute 28-Jährige mit den UBC Hannover Tigers die reguläre Saison der Nordstaffel. Gegen den Aufsteiger aus der 1. Regionalliga und Achtplatzierten im Süden, Bike-Cafe Messingschlager Baunach (heutiger Vereinsname: Baunach Young Pikes), musste der haushohe Favorit aus der niedersächsischen Landeshauptstadt jedoch nach drei Spielen die Segel streichen.

Im späteren Playoff-Verlauf machte Baunach eine Cinderella-Story perfekt: Die Oberfranken setzten sich auch in den Viertel- und Halbfinals durch und schaffte den Aufstieg. Mit der Baskets Akademie Weser-Ems errang in derselben Spielzeit obendrein ein Team den Titel, das nur als Tabellenvierter der Nordstaffel in die Endrunde einlief. Baunach spielt mittlerweile eine ordentliche Rolle in der ProA und gibt als Kooperationspartner der Brose Baskets Bamberg europäischen Talenten wie Andreas Obst, Johannes Thiemann, Arnoldas Kulboka oder Aleksej Nikolic eine geeignete Entwicklungsplattform. Niemand spricht heutzutage mehr davon, dass der inzwischen auf der deutschen Basketballlandkarte etablierte Verein in seinem Aufstiegsjahr nur aufgrund des besseren direkten Vergleichs gegenüber den Giants Nördlingen überhaupt der ProB-Abstiegsrunde entrann. Die Playoffs stellen demnach für viele Mannschaften eine Chance dar, um die Hauptrundensieger der beiden Staffeln doch noch zu entthronen. Genauso sind die Playoffs für Teams, die zuvor dominierten, ein Spiel mit dem Feuer.

Doch bevor sich die Mannschaft der Artland Dragons näher damit befassen kann, stehen noch vier wichtige Partien in der Hauptrunde an, in denen Headcoach Dragan Dojcin weiterhin auf das Prunkstück seiner Mannschaft setzt – die Verteidigung: „Wir haben viele Spiele trotz etlicher Ballverluste siegreich gestaltet. Das spricht für unsere Defensivarbeit.“ Klar ist für ihn gleichzeitig aber auch: „Gerade in den Playoffs wird es mit so vielen Ballverlusten trotzdem nicht immer reichen, um zu gewinnen. Wir arbeiten daran, dass das besser wird.“


Pressemitteilung: Artland Dragons 



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