Basketball Löwen Braunschweig

Frease dominiert und Anderson führt: Löwen besiegen Phoenix Hagen

TheBloob am 06.02.2016 um 13:51

Für Jermaine Anderson war es ein Einstand nach Maß: Der von den Basketball Löwen Braunschweig für den verletzten Derek Needham nachverpflichtete Spielmacher kam am heutigen Freitag, 5. Februar, bei seinem ersten Einsatz im Löwen-Trikot gleich auf 21 Punkte und legte fünf Assists. Doch nicht nur das! Denn der Braunschweiger Basketball-Bundesligist gewann auch die Partie gegen den direkten Tabellennachbarn Phoenix Hagen vor 2.882 Zuschauern in der Volkswagen Halle mit 93:79 (37:42). Danach sah es zu Beginn aber nicht aus, weil die Löwen noch keinen Rhythmus hatten und zwischenzeitig mit 18 Zählern (18:36) zurücklagen. Allerdings fanden sie über ihren überragenden Center Kenny Frease und den geschickt Regie führenden Jermaine Anderson stetig besser ins Spiel und konnten die Partie über eine nun bessere Verteidigung drehen. Im letzten Viertel ließen sich die Löwen die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und sicherten sich den wichtigen Heimsieg, durch den sie wieder auf Platz 9 vorgerückt sind. Löwen-Topscorer war Keaton Grant mit 23 Punkten. Kenny Frease kam auf ein Double-Double von 22 Punkten und 15 Rebounds. Für Phoenix Hagen war JJ Mann mit 24 Zählern am erfolgreichsten.

Die Löwen, gleich mit Jermaine Anderson in der Startformation, lagen von Beginn an zurück. Sie suchten zunächst immer wieder ihren Center Kenny Frease, der auch sehr präsent war. Allerdings hatten er und seine Teamkollegen Schwierigkeiten damit, das aggressive Attackieren der Hagener auf den Korb zu unterbinden. Immer wieder zogen die Gäste zum Korb und verwandelten hochprozentig. Hinzukommend waren die Löwen offensiv noch nicht richtig im Spiel. Sie trafen im ersten Viertel lediglich 35 Prozent aus dem Feld, während die Feuervögel starke 67 Prozent einnetzten. Dementsprechend lag das Korner-Team nach den ersten zehn Minuten mit 13:25 zurück.

Das Bild des ersten Viertels setzte sich im zweiten fort. Nur mit dem Unterschied, dass die Hagener jetzt mehr von der Dreierlinie abdrückten – und trafen. Der Rückstand der Löwen wuchs bis auf 18:36 an (14. Minute), die sich in dieser Phase aber auf Kenny Frease verlassen konnten. Nachdem der Big Man selbst getroffen hatte, bediente er mustergültig Jermaine Anderson, der mit seinen ersten Zählern im Löwen-Trikot das 23:38 erzielte (16. Minute). Wenig später lief es genau anders herum: Der Spielmacher passte aus dem Pick-and-Roll heraus auf Kenny Frease und der Center stopfte den Ball durch die Reuse (29:41, 18. Minute). Diese Aktion gab dem Korner-Team einen Schub: Zwei erfolgreiche Freiwürfe und zwei Ballgewinne später waren die Löwen wieder dran und gingen nur noch mit einem 37:42-Rückstand in die Halbzeitpause.

Zurück auf dem Parkett arbeiteten die Löwen hart dafür, den Rückstand weiter zu verkürzen. Das gelang ihnen zum einen über eine verbesserte Defensive. Zum anderen hatte aber auch Jermaine Anderson einen Riesenanteil daran. Der Spielmacher traf sicher aus der Mitteldistanz und klaute dann auch noch zwei Mal den Ball. Seinen zweiten Ballgewinn schloss er selber ab und holte damit die Löwen-Führung zurück (49:48, 25. Minute). Das Spiel der Braunschweiger lief jetzt deutlich besser, auch wenn die Hagener ihnen mit einer Zonenverteidigung das Leben erschwerten. Dennoch: Den dritten Spielabschnitt entschieden die Löwen deutlich mit 23:15 für sich und lagen zum Start ins letzte Viertel mit 60:57 vorne.

Ein Dreier des starken Jermaine Anderson machte den Auftakt in die letzten zehn Minuten. Und der Löwen-Express fing jetzt richtig an zu rollen. Das galt aber nicht nur für die Offensive, sondern auch für die Defensive. Das Korner-Team stand jetzt so gut in der Verteidigung, dass die Gäste in vier Minuten lediglich fünf Punkte markiert hatten. Die Löwen fanden am offensiven Ende hingegen immer wieder den freien Mann und bauten ihre Führung über den starken Kenny Frease weiter auf 77:64 aus (36. Minute). Es wurde aber noch einmal enger und beim Stand von 79:70 nahm Raoul Korner eine Auszeit, auch weil es um den direkten Vergleich ging. Sein Team sammelte sich anschließend wieder. Zuerst ließ Robin Amaize es per Dunking krachen und dann war es Keaton Grant, der mit einem Dreier das 93:79 herstellte. Damit war nicht nur der Sieg perfekt, sondern auch der direkte Vergleich gewonnen!

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (Basketball Löwen Braunschweig): Das war heute ein Spiel unter extrem schwierigen Voraussetzungen. Denn mit dem Ausfall von Derek Needham wurde der Mannschaft das Herz genommen. Aber Jermaine (Anderson) hat gezeigt, wie viel Qualität er hat. Es ist nicht selbstverständlich, dass er uns nach nur drei Trainingseinheiten so führt und wir uns insgesamt nur drei Ballverluste leisten. Das zeigt, dass wir trotz schnell spielender Hagener nicht unsere Struktur verloren haben. Sicherlich waren wir in den ersten 15 Minuten nur ein Passagier in dieser Begegnung. Wir waren verunsichert, ohne Rhythmus und JJ Mann hat uns vorgeführt. Aber die Ballverluste der Hagener waren der Knackpunkt. Danach ist unsere Energie gestiegen und wir konnten in den Fahrersitz des Spiels wechseln und fortan das Spiel kontrollieren. Dass der Sieg mit 14 Punkten Differenz ausfiel, war das I-Tüpfelchen. Und dass wir aus einem -18 Rückstand einen +14 Sieg machen, macht es doppelt schön.

Ingo Freyer (Phoenix Hagen): Natürlich beglückwünsche ich Braunschweig zum Sieg. Aber sie haben nicht gewonnen, weil sie so stark waren, sondern weil wir uns katastrophale Ballverluste erlaubt haben. Die haben wir in einer Phase begangen, in der wir stark und im Spiel waren. Und die Ballverluste sind im Ballvortrag meiner besten Spielern unterlaufen und in einer Form geschehen, wie sie das ganze Jahr nicht passieren. Und dann haben wir leider nicht die Qualität und mentale Stärke im Kader, um uns aus dem Loch zu ziehen. Wir haben es auch nicht geschafft, den 13-Punkte-Vorsprung aus dem Hinspiel zu retten, weil die Köpfe so tief hingen, dass wir das nicht mehr hinbiegen konnten. Sicherlich gab es auch Lichtblicke durch die Leistungen unserer jungen Spieler. Aber gerade von unseren gestandenen Spielern war das heute im Kollektiv das schlechteste Spiel der Saison. Und deshalb haben wir verloren.

Die Viertel im Überblick: 13:25, 24:17, 23:15, 33:22.

Basketball Löwen Braunschweig: Gertz 1, Nash 11, Bogdanov, Theis 3, Stevens, Grant 23, Amaize 8, Adler n.e., Simon 4, Frease 22 (15 Rebounds, 7 Assists), Anderson 21 (5 Assists, 4 Ballgewinne).

Phoenix Hagen: Klassen 8, Bell 5, Hess 7, Geske 11, Mann 24, Krume n.e., Elliott (6 Rebounds), Keßen, Jasinski, Grof 2, Covington 13 (7 Rebounds), Jefferson 9.


Pressemitteilung: Basketball Löwen Braunschweig 



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