Telekom Baskets Bonn

Vor der Pause heiß, anschließend schockgefroren

TheBloob am 31.01.2016 um 19:13

Eisbären Bremerhaven – Telekom Baskets Bonn 87:72 (20:22, 18:25, 25:11, 24:14)

Die Telekom Baskets Bonn haben am 20. Spieltag der Beko BBL eine klare Niederlage kassiert. Bei den Eisbären Bremerhaven kam das Team von Trainer Carsten Pohl mit 72:87 (22:20, 25:18, 11:25, 14:24) unter die Räder – trotz 8/9 Dreiern vor der Pause. Nach dem Seitenwechsel agierten die Norddeutschen mutiger sowie mit mehr Intensität, wogegen Bonn nie ein Rezept fand und nur noch 25 weitere Zähler auf die Anzeigetafel brachte.


Kurz und knapp

Bonn kam im ersten Viertel gut aus den Startblöcken. Besonders Florian Koch trug die Rheinländer während der Anfangsphase, in welcher er die ersten acht Zähler – darunter zwei Dreier – seiner Mannschaft markierte (4:8, 4. Minute). Das Eigengewächs setzte damit aus der Distanz den Ton, dem seine Teamkollegen folgten und in den fröhlichen Reigen aus der Distanz einstimmten (20:22, 10. Minute).


Der Wurf von jenseits der 6,75 Meter-Linie blieb auch im zweiten Viertel zunächst das Bonner Mittel der Wahl. Rotnei Clarke, Aaron White und Dirk Mädrich netzten von „Downtown“ ein, dennoch blieben die Eisbären weiterhin auf Schlagdistanz. Erst als die Hausherren den Bonner Schützen aggressiver auf den Füßen standen und die Baskets den Ball vermehrt ans Brett trugen, sorgte ein 11:0-Lauf zwischenzeitlich für eine gar zweistellige Führung (34:45, 19. Minute), ehe die Nordlichter zum Gang in die Kabine nochmals verkürzten (38:47, 20. Minute).

Es schien, als hätten die Baskets das richtige Mittel gegen die Eisbären gefunden: Die Überlegenheit am Brett zu nutzen. Doch anstatt dort anzusetzen, wo man Ende des zweiten Viertels aufgehört hatte, verlor das Bonner Team - wie schon so oft - nach und nach die Kontrolle über das Spiel. So ging nach dem Seitenwechsel die zuvor enorm hohe Dreierquote dramatisch in den Keller. Bremerhaven nutzte diese Schwächephase der Gäste und glich die Partie zur Mitte des Abschnitts aus (52:52, 25. Minute). Da sich bei den Baskets jedoch weiterhin kein gängiger Offensivrhythmus einstellen wollte, sahen sich die Pohl-Schützlinge unversehens mit einem Rückstand konfrontiert (63:58, 30. Minute).

Bei den Baskets setzte – wie so oft in den vergangenen Wochen – trotz nur knappem Rückstand kollektive Verunsicherung ein. Bremerhaven nahm weiter Fahrt auf, erkämpfte sich durch aufopferungsvolle Verteidigung diverse Bälle und kam zu schnellen Abschlüssen. Auf der Zielgeraden fehlten Bonn sowohl ein greifendes Konzept als auch die nötige Portion Fortune, um die Wende noch herbeiführen zu können.


Aus dem Zahlenwald

Die Telekom Baskets versenkten in der ersten Halbzeit sensationelle 88,9 Prozent ihrer Dreierversuche (8/9). Im Halbzeit-Interview mit Telekom Basketball warnte Sportmanager Michael Wichterich noch davor, sich nicht zu sehr auf die Distanzschüsse zu verlassen – er sollte Recht behalten. Nach der Pause fanden ledig vier der folgenden 14 Dreier ihr Ziel (28,6 Prozent).

Wie unterschiedlich sich die Bonner Angriffsmaschinerie in der ersten und zweiten Hälfte präsentierte, ließ sich vor allem an der Zahl der direkten Korbvorlagen ablesen. Hatten Eugene Lawrence und Co. zum Gang in die Kabine bereits 15 Assists auf dem Konto, sollten nach dem Seitenwechsel nur noch deren fünf hinzukommen. Gleichzeitig leisteten sich die Baskets 18 Ballverluste, Bremerhaven verlor nur zehn Mal den Ball.

 


Punkteverteilung

Telekom Baskets Bonn:

Gates (10, 12 Rebounds), Mädrich (6/2 Dreier), Philmore (6), Marshall (9/1), Lawrence (2, 5 Rebounds, 9 Assists), Koch (11/2), White (12/3), Hall (0), Clarke (16/4), Lodders (dnp), Blass (dnp)

Eisbären Bremerhaven:

Fogg (18/2), Freese (16), Smith (15/1), Gordon (13/1), Zwiener (9/1), Austin (6), Williams (5/1), Thomas (5), Bleck (0), Curry (0)


Bilanz

Telekom Baskets Bonn – Eisbären Bremerhaven

Siege: 12 (BBL: 12)
Niederlagen: 11 (BBL: 9, Pokal: 1)
in Bonn: 5 Siege, 6 Niederlagen
in Bremerhaven: 7 Siege, 5 Niederlagen


Pressemitteilung: Telekom Baskets Bonn 



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