Phoenix Hagen

Feuervögel unterliegen den Ulmer Wurfexperten

TheBloob am 31.01.2016 um 19:12

Niederlage gegen den Tabellennachbarn: Mit 75:101 (39:56) hat Phoenix Hagen gegen ratiopharm ulm verloren. Am 20. Spieltag der Beko Basketball Bundesliga gaben die Feuervögel das Spiel nach den Anfangsminuten aus der Hand. Die Hypothek aus dem ersten Viertel mit 19 Punkten Rückstand vor 3.145 Zuschauern in der ausverkauften Arena am Ischeland war am Ende zu hoch.

Das Personal:

Wie zuletzt beim 93:88-Sieg in Bayreuth einen Tag vor Silvester standen bei Phoenix Hagen wieder Brandon Jefferson, David Bell, Ivan Elliott, D.J. Covington und Owen Klassen in der Starting Five. Für ratiopharm ulm begannen Ex-Feuervogel Per Günther, Chris Babb, Taylor Braun, Raymar Morgan und Augustine Rubit. Carlon Brown musste als siebter Importspieler pausieren.

Der Spielverlauf:

David Bell eröffnete die Partie mit zwei erfolgreichen Freiwürfen. Ulm glich gleich dreimal aus; Phoenix blieb leicht vorn. Durch Ivan Elliott kamen die Feuervögel per And-One zum 9:6 (2.). Treffer von Günther und Rubit sorgten für die erste Ulmer Führung. Hagen punktete durch einige Freiwürfe, von Bell, aber auch von Covington zur 13:10-Führung (5.). Ulm legte einen Gang zu und hatte beim 15:22 schon sieben Zähler Vorsprung (8.). Mann traf aus der Distanz, aber auch Ulm war in Dreier-Laune: Zweimal Günther und einmal Butler trieben das Ergebnis in die Höhe. Mit 18:37 endete das erste Viertel.

Bis auf 18:44 setzte Ulm sich ab (12.). Jefferson und Mann sorgten, zum Teil in sehenswerten Koproduktionen, für drei Treffer in Serie. Doch auch die Ulmer hatten weiterhin ein gutes Wurfhändchen. Die Feuervögel hielten dem ihren Kampfgeist entgegen. Mit Adam Hess hatte sich auch ein Dreierschütze gefunden: Er verkürzte aus der Distanz zunächst auf 27:47( 15.), später auf 34:52 (18.). Hagen gelang es, innerhalb von sieben Minuten neun Punkte aufzuholen. Den letzten Punch vor der Pause zum 39:56 setzte Ivan Elliott.

Kurz nach der Pause traf Mann zum 41:56. Unkonzentriertheiten, Ballverluste und vergebene Würfe nahmen Phoenix danach in der Offense jedoch aus dem Spiel. Die Ulmer konnten keinen vorentscheidenden Vorteil daraus ziehen; sie brauchten selbst knapp zwei Minuten im dritten Viertel für die ersten Punkte. Mit Manns Dreier plus Bonus-Freiwurf zum 45:62 meldeten sich die Feuervögel zurück (25.). Klassen legte einen krachenden Dunking nach. Mit einem 8:0-Lauf, darunter sechs Freiwürfe, zog Ulm auf 47:70 davon (27.). 54:77 lautete das Ergebnis, mit dem es in die letzten zehn Minuten ging.

Phoenix brauchte ein kleines Wunder – und fing mit drei Treffern von Hess gegen seinen Ex-Klub sowie starker Defense an. Dass Aufgeben für sie ein Fremdwort ist, bewiesen die Feuervögel einmal mehr. Allen voran ging David Bell, der viermal hintereinander mit Zug zum Korb traf und für ein 68:86 sorgte (35.). Doch die Ulmer blieben cool und kamen regelmäßig zu Punkten. Die 100-Punkte-Marke knackte Joschka Ferner mit zwei Freiwürfen. Sein 75:101 bedeutete gleichzeitig den Endstand.

Das Fazit:

Nach guten Anfangsminuten ließ Phoenix Hagen die Gäste aus Ulm das Spiel bestimmen. Schon 37 Gegenpunkte nach dem ersten Viertel belegten die starke Ulmer Offensive. Trotz zwischenzeitlichem Aufbäumen blieb eine echte Hagener Aufholjagd aus. Knackpunkt war die Wurfquote: Nur fünf von 26 Dreiern ergaben 19 Prozent für die Feuervögel; Ulm lag bei 47 Prozent. Unter den Körben (33 zu 37 Rebounds) hatten die Gäste leicht die Nase vorn. Topscorer der Hagener wurde Hess mit 17 Punkten; bei den Ulmern erzielte Rubit 24 Zähler plus acht Rebounds.

Die Trainerstimmen:

Ingo Freyer (Phoenix Hagen): „Wir wussten, dass wir auf den kleinen Positionen körperlich sehr unterlegen sind. Mit Covington, Klassen und Elliott wollten wir aber auf den großen Positionen besser dagegenhalten. Die Duelle unter dem Korb haben wir jedoch klar verloren. Wir haben noch nicht die Qualität, unsere Leistung über 34 Spiele abzurufen. Wir haben leider auch katastrophal von außen geworfen. Ein Knackpunkt war zudem, dass Per Günther seine Dreier getroffen hat, weil wir unaufmerksam waren. In der zweiten Hälfte hatte ich zunächst noch Hoffnung, dass wir besonnen bleiben und besser werfen. Aber Ulm hat weiter diszipliniert gespielt, da ging nichts für uns.“

Thorsten Leibenath (ratiopharm ulm): „Wir haben heute ein richtig gutes Spiel gezeigt. Dabei hatten wir großen Respekt vor Hagen und sind sehr froh über den Sieg. Wir haben das Spiel über die Defense gewonnen und Hagen seine Stärken genommen: die Fastbreaks, Dreier und Offensivrebounds. Das haben wir mit viel Intensität und Leidenschaft gemacht. Am Ende des ersten Viertels hatten wir dann einen offensiven Lauf. Ich habe mir trotzdem lange Sorgen gemacht, weil Hagen immer zurückkommen kann.“

Die Statistik:

Phoenix Hagen – ratiopharm ulm 75:101 (39:56)

Phoenix Hagen: Hess (17/3), Bell (15), Mann (13/2), Klassen (6), Covington (6), Elliott (5), Geske (5), Jefferson (4), Grof (4), Keßen.

ratiopharm ulm: Rubit (24, 8 Reb.), Morgan (18), Günther (18/3), Babb (13/2), Henry (10/1), Butler (10/2), Braun (6), Ferner (2).

Stationen: 13:15 (5.), 18:37 (10.), 27:47 (15.), 39:56 (20.), 47:64 (25.), 54:77 (30.), 68:90 (35.), 75:101 (40.).

Zuschauer: 3.145 (ausverkauft)


Pressemitteilung: Phoenix Hagen 



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