WALTER Tigers Tübingen

Zweiter Sieg in Serie! 88:86-Auswärtserfolg bei den Eisbären Bremerhaven

TheBloob am 24.01.2016 um 22:57

Wichtiger Auswärtssieg für die WALTER Tigers Tübingen! Vor 2720
Zuschauern in der Stadthalle zu Bremerhaven setzte sich die Mannschaft
von Tyron McCoy gegen die Eisbären Bremerhaven mit 88:86 (42:45)
durch. Fast über die gesamte Spielzeit sahen die Schwaben wie der
sichere Verlierer aus: Nach 32 Minuten führten die Norddeutschen mit
75:65. Die Schützlinge von Trainer Chris Harris schienen sich sicher
zu sein, das Spiel nach Hause bringen zu können. Die Raubkatzen gaben
jedoch nie auf und drehten die Partie noch erfolgreich. In der 35.
Minute brachte Vladimir Mihailovic die Gäste per Dreier mit 78:76 in
Front. 44 Sekunden vor dem Ende glichen die Seestädter nochmals zum
85:85-Zwischenstand aus. Die Tübinger behielten in der Schlussphase
aber die Nerven und setzten sich mit einem starken Finish siegreich
durch. Mihailovic war mit 22 Zählern bester Punktesammler bei der
McCoy-Truppe, Kyle Fogg kam auf der Gegenseite auf die gleiche
Zählersumme. Spielentscheidend auf Tübinger Seite war das klare
Rebound-Verhältnis, welches die Raubkatzen deutlich mit 45:30 gewinnen
konnten. "Wir haben in der zweiten Halbzeit das Rebounding immer
besser beherrscht. Dazu haben wir einen Weg gefunden, Fogg und Jerry
Smith besser zu kontrollieren", so Bogdan Radosavljevic, der neun
Zähler und acht Rebounds erzielen konnte. Nun haben die Raubkatzen
sechs Siege auf dem Konto, der Kontrahent bleibt bei vier Erfolgen.
Den direkten Vergleich konnten sich die Schwaben nach der
72:89-Niederlage im Hinspiel aber nicht mehr sichern.

Der Spielverlauf:

Jared Jordan, Mihailovic, Willam Buford, Aleksandar Nadjfeji und
Radosavljevic wurden zu Beginn von Trainer McCoy zunächst auf das
Spielfeld geschickt. Der Gastgeber kam besser in die Partie und
erzielte durch Jannik Freese nach 40 Sekunden die ersten zwei Punkte
für die Bremerhavener. Die Tübinger konnten ihrerseits nach vier
gespielten Minuten erstmals in Führung gehen: Jordan schloss
erfolgreich zum 8:7 ab. In der Folgezeit lagen die Eisbären immer eine
Handvoll an Zählern in Front, beide Teams erlaubten sich an beiden
Enden des Spielfelds jedoch massenhaft Fehler. Die Bedeutung dieser
Begegnung schien den Akteuren auf dem Parkett spürbar in den Köpfen
gewesen zu sein. Ein Beispiel: Toarlyn Fitzpatrick leistete sich in
der sechsten Minuten (13:16) einen Airball jenseits der 6,75
Meter-Linie. Im nächsten Angriff wurde der 26-Jährige zudem hart von
Tyrus Thomas geblockt. Dem ehemaligen NBA-Profi gelang gegen Mahr Agva
(neunte Minute) ein weiterer Block im ersten Abschnitt. Philip Zwiener
sorgte eine Minute vor dem ersten Viertel für die bisher höchste
Führung (23:15) des Gastgebers. Die Tübinger trafen bis zu diesem
Zeitpunkt nur einen von elf Dreiern (neun Prozent). Zum Viertelende
führte die Harris-Truppe mit 25:19.

Tübingen weiter stets im Rückstand

Eisbären-Spielmacher Lorenzo Williams eröffnete den zweiten Abschnitt
mit einem Drei-Punkte-Wurf zur 28:19-Führung (elfte Minute) für seine
Farben. Die Hausherren waren bis dato stets wacher, hatten immer eine
Antwort parat und verteidigten so ihre Führung konsequent. Bis zur 13.
Minute folgte ein 7:0-Lauf der Raubkatzen (26:28), welchen Harris mit
einem Timeout unterbrach und seine Spieler mächtig zusammenstauchte.
Die Niedersachsen rafften sich auf und blieben weiter stets mit
wenigen Zählern in Führung. Die Tübinger hatten vor allem gegen die
flinken Guards um Smith und Fogg mächtig Probleme, während die
Dominanz unter den Körben auf Seiten der Raubkatzen lag. Eine
Zeigerumdrehung später leistete sich Garlon Green ein unsportliches
Fouls gegen Smith, der Gefoulte verwertete beide Freiwürfe zum 35:28.
In der Folgezeit trafen Smith, Mihailovic, erneut Smith und Jordan
vier Dreier in Serie - nach 16 Minuten stand es 38:34 für die
Seestädter. Im Anschluss lagen dann die Nerven auf beiden Seiten
blank: Freese legte zwei Freiwürfe daneben, Nadjfeji vergab einen
Korbleger alleine unter dem Korb. Beim Stand von 40:38 (18. Minute)
für die Harris-Schützlinge leistete sich auch Scharfschütze Fogg einen
Airball jenseits der Drei-Punkte-Linie. Neun Sekunden vor der
Halbzeitsirene erhöhte Smith auf 45:40, Mihailovic gelang 1,5 Sekunden
vor der Halbzeit mit einer Einzelleistung der 42:45-Zwischenstand.

Die Partie blieb auch dem Seitenwechsel extrem spannend. Die
McCoy-Truppe änderte nun auf eine Zonenverteidigung um und machten es
so dem Gegner immer wieder schwer, einfache Punkte herauszuspielen.
Waverly Austin spielte sich mit fünf Zählern bis zur 23. Minute in den
Vordergrund - Spielstand: 52:47 für die Hausherren. Im Anschluss
übernahm Fogg das Zepter bei den Eisbären. Der US-Amerikaner spielte
seine Qualitäten aus, der Guard erzielte Punkt um Punkt. Neun der
nächsten 14 Zähler streute der Bremerhavener Topscorer bis zur 27.
Minute ein: Seine Mannschaft führte nun erstmals mit zehn Zählern
Unterschied (66:56). In der Phase spielten die Raubkatzen keinen guten
Basketball, die McCoy machte es dem Gegner zu einfach. Als Larry
Gordon eine Zeigerumdrehung später das 70:60 für den Gastgeber
erzielte, sah es nicht gut aus für die Gäste aus Baden-Württemberg.
Durch fünf schnelle Punkte von Green kamen die Raubkatzen 70 Sekunden
vor der letzten Viertelpause jedoch wieder auf 65:70 heran. Mit diesem
Ergebnis ging es auch in die letzten zehn Minuten der Begegnung.

Raubkatzen behalten die Nerven!

Durch fünf Zähler von Freese erhöhten die Niedersachsen ihren
Vorsprung wieder auf zehn Punkte (75:65, 32. Minute). Die
Harris-Truppe war nun auf dem Weg zum fünften Saisonsieg, doch es
sollte alles ganz anders kommen. Der bis dato glücklose William
Buford, Jordan und wieder Buford verkürzten mit einem 6:0-Lauf auf
71:75 (33. Minute). Die Tübinger waren nun heiß und spürten, dass das
Spiel noch nicht verloren ist. Auf der anderen Seite machten die
Eisbären gegen die Tübinger Defensive immer mehr Fehler, die Nerven
lagen blank bei den Niedersachsen. Spätestens mit dem Dreier von
Mihailovic zum 78:76 in der 35. Minute war klar, Tübingen war auf
einem guten Weg, das Spiel doch noch zu gewinnen: Erstmals seit 31
Minuten lag die McCoy-Truppe wieder in Front. Als Mihailovic knapp
zwei Minuten vor dem Ende auf 85:81 erhöhte und in der Defensive der
Ball erobert werden konnte, schien alles für die Schwaben zu sprechen.
Doch ein Offensivfoul von Radosavljevic und jeweils zwei Punkte von
Fogg und Gordon egalisierten die Tübinger Führung (85:85) 44 Sekunden
vor dem Ende. Bei noch 32 zu spielenden Sekunden stopfte der bis dahin
unglücklich spielende Fitzpatrick zur erneuten Führung (87:85) durch
die Reuse. Die Eisbären spielten die Uhr nun sehr weit runter, sodass
Fogg zu einem Verzweiflungswurf gezwungen wurde und nur den Ring traf.
Buford sicherte sich den Ball, Foul Bremerhaven und Freiwürfe für
Tübingen. Der 25-Jährige traf nur einen Wurf zum 88:85, noch fünf
Sekunden auf der Uhr. 2,4 Sekunden vor der finalen Sirene schickten
die Schwaben logischerweise Smith an die Linie - dieser traf seinen
ersten Freiwurf (86:88), den zweiten Ball warf er absichtlich daneben.
Freese und Gordon konnten jedoch keine Kontrolle mehr über den Ball
gewinnen. Das Spiel war aus, Sieg für die Tübinger!

Dschungelgeflüster - der etwas andere Blick auf das Spielgeschehen:

Sanders mit Vorzug vor Russell: Wie auch vor einer Woche erhielt Jesse
Sanders das Vertrauen von Trainer Tyron McCoy. Leidtragender war
erneut Nick Russell, der als siebter Ausländer im Team somit nicht zum
Zug kam. Der 24-jährige musste seine Teamkollegen in Bremerhaven von
der Bank aus unterstützen.

Albus wieder im Kader: 92 Tage nach seinem Mittelfußbruch kehrte
Julian Albus in den Kader der WALTER Tigers Tübingen zurück. Noch
erhielt der 23-Jährige keine Einsatzzeit unter dem neuen Trainer Tyron
McCoy, dies wird sich in den kommenden Tagen und Wochen aber
sicherlich ändern. Der Tübinger Energizer gab von der Bank jedoch alles!

Was ist mit Mihailovic? 40 Sekunden vor dem Spielende verletzte sich
Vladimir Mihailovic beim Zug zum Korb am rechten Knie. Für den
25-jährigen Montenegriner war die Partie vorzeitig beendet. "Ich hatte
einen starken Schmerz beim Aufkommen, nach der Partie ging es aber
schon wieder deutlich besser", so der Tübinger Topscorer. Nach dem
Sieg konnte Mihailovic alleine den Weg von der Kabine zum Bus
antreten. Am morgigen Montag wird der 25-Jährige genauer untersucht.
Es bleibt zu hoffen, dass es nichts schlimmeres ist!

Blutige Nase: Tyrus Thomas enttäuschte erneut in der Offensive bei den
Eisbären. Der 29-Jährige kam nur auf zwei Zähler, drei Rebounds und
zwei Blocks. In der Defensive ackerte der US-Amerikaner jedoch
ordentlich. Nach einem unabsichtlichem Ellenbogencheck von Bogdan
Radosavljevic beim Kampf um den Ball war für Thomas die Partie mit
Nasenbluten in der 23. Minute beim Stand von 52:49 vorzeitig beendet.

Tübinger Rebound-Überlegenheit: Eisbären-Trainer Chris Harris war nach
dem Spiel bedient: "Die 20 Tübinger Offensiv-Rebounds waren sicher
spielentscheidend. Der Gegner hat satte 22 Mal mehr auf den Korb
geworfen als wir", so der 36-Jährige über den wesentlichen Grund der
Niederlage seiner Mannschaft. Insgesamt schnappten sich die Raubkatzen
15 Rebounds mehr als die Norddeutschen (45:30).


Pressemitteilung: WALTER Tigers Tübingen 



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