ProB

Zweiter Coup gegen Tabellenführer bleibt aus

TheBloob am 17.01.2016 um 19:25

Die Artland Dragons haben am vergangenen Samstagabend Tabellenführer Iserlohn an den Rande einer Niederlage gebracht. Gegen die in einer Ganzfeldpresse sehr diszipliniert und hellwach agierenden Kangaroos mussten sich die Burgmannsstädter jedoch letztlich auch aufgrund zu vieler Ballverluste mit 71:65 (37:32) geschlagen geben. Ohne die verletzten Jacob Mampuya und Karl Potratz sowie ohne Isaiah Hartenstein und Thorben Döding (beim Adidas-Turnier aktiv) verlangten die Drachen den daheim noch ungeschlagenen Westfalen jedoch alles ab.

In den ersten vier Spielminuten agierte die Mannschaft um Kapitän Benjamin Fumey mit einem stabilen Rhythmus in der Offensive. Der Kapitän selbst war es, der durch einen erfolgreichen Dreipunktwurf für die ersten Punkte der Partie sorgte (0:3 aus der Sicht des Heimteams, 1. Minute). Folglich war es mehrmals Flügelspieler Joel Mondo, der gnadenlos den gegnerischen Korb attackierte und im Abschluss erfolgreich war (9:11, 4.). Schon zu diesem frühen Zeitpunkt der Partie zeichnete sich jedoch ab, dass die Drachen Probleme in der Verteidigung gegen die sehr cleveren Iserlohner Außenspieler und athletischen Brettspieler bekommen würden. Die Dragons-Defense wusste sich häufig nur mit Fouls zu helfen und ließ zudem im Umschaltspiel diverse aussichtsreiche Wurfoptionen zu. Iserlohn wusste die Unkonzentriertheiten der Drachen auszunutzen und führte nach dem Auftaktviertel mit 23:19.

Im zweiten Abschnitt kam Neuzugang Austin Steed erstmals zum Zug und durch einen erfolgreichen Wurf aus der Mitteldistanz auch gleich zu seinen ersten Punkten (23:21, 11.). „In ihrem ersten Spiel für eine Mannschaft versuchen viele Spieler über Kampfgeist und Intuition irgendwie Akzente zu setzen. Austin aber hat uns auch im spieltaktischen Bereich schon sehr stark weitergeholfen“, lobt Dragons-Headcoach Dragan Dojcin seinen Debütanten, der punktete, reboundete und intelligente Pässe spielte. Doch auch Steed konnte nicht verhindern, dass sich im zweiten Viertel klar herauskristallisierte, dass die Kangaroos die tonangebende Mannschaft im Spitzenspiel der ProB-Nordstaffel sein würden. Nach einem Turnover von Austin Bragg (34:26, 17.) drohte die Führung der Gastgeber schon vor der Pause beängstigende Ausmaße anzunehmen. Eine Auszeit von Dragan Dojcin verhalf den Quakenbrückern jedoch dazu, in der Verteidigung mehr Disziplin und Aufmerksamkeit aufzubringen. Iserlohn schaltete jeweils nach eigenen Fehlversuchen wieder auf eine Mannverteidigung um. Das kam den Drachen in den Schlussminuten der ersten Halbzeit zugute, sodass sich die Führung der Heimmannschaft zur Pause noch in Grenzen hielt (37:32).

Weitere Unzulänglichkeiten im Passspiel sorgten aber dafür, dass die Kangaroos weiterhin zu Punkten im Schnellangriff kamen und ihren Vorsprung ausbauen konnten (57:45, 29.). Zahlreiches Doppeln und ein penetrantes Verteidigen auf den Passwegen führten dazu, dass bei den Drachen Brettspieler wie Austin Steed oder Austin Bragg den Ball nach vorne bringen mussten. Wenn die Niedersachsen das Spielgerät in einigermaßen sichere Sphären befördern konnten, war bereits ein Großteil der Angriffszeit abgelaufen. Zu allem Überfluss griffen sich die Drachen in den letzten drei Vierteln nur einen einzigen Offensivrebound ab.

Im Schlussabschnitt musste es daher eine stabile Verteidigung richten – und ein Javarez Willis, den die Gastgeber im kompletten Spiel kaltstellten, der seiner Mannschaft aber im vierten Viertel im Schnellangriff ein paar Impulse verleihen konnte (61:55, 34.). Der erste erfolgreiche Dreipunktwurf von Willis brachte die Dragons erstmals seit dem Beginn des zweiten Viertels wieder in Schlagdistanz (61:58). Iserlohn gelang es jedoch, den Schalter nochmal umzulegen, und obwohl die Drachen in der Verteidigung weiterhin einen soliden Job verrichteten, landete anschließend zu häufig der Offensivrebound in den Händen der Gastgeber. Zudem verwandelte Power Forward Jerry Brown in der entscheidenden Phase schwierige und wichtige Würfe (69:62, 39.). Die hervorragend abgestimmte Teamverteidigung der Kangaroos ließ weiterhin jeden Versuch der Drachen, einen kontinuierlichen Rhythmus im Angriffsspiel zu etablieren, in Keim ersticken. So mussten sich die Burgmannsstädter im Endeffekt mit einem Achtungserfolg bei der dominierenden Mannschaft der ProB-Nordstaffel abfinden.

Für die Artland Dragons spielten: Ghebreigziabiher (1 Punkt), Willis (8), Watson (2), Fumey (19), Goolsby (7), Steed (13, 7 Rebounds), Bragg (2), Heide (4), Mondo (14); ohne Einsatz im Kader: Blumbergs, Massing. Nicht im Kader: Potratz, Mampuya (beide verletzungsbedingt), Döding, Hartenstein (beim ADIDAS Next Generation Tournament im Einsatz).


Pressemitteilung: Artland Dragons 



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