Basketball Löwen Braunschweig

Löwen gewinnen Defensivschlacht gegen ALBA BERLIN

TheBloob am 17.01.2016 um 10:34

Zum Auftakt in die Rückrunde trafen mit den Basketball Löwen Braunschweig und ALBA BERLIN zwei der besten Defensivmannschaften der Beko BBL aufeinander. Dass in dieser Begegnung am Samstag, 16. Januar, jedoch keines der beiden Teams über 50 Punkte erzielen würde, hatte wohl niemand erwartet. Das Team von Löwen-Trainer Raoul Korner behielt am Ende in einer offensiv nicht schönen, aber defensiv intensiven Partie die Oberhand und gewann vor 5.024 Zuschauern in der Volkswagen Halle mit einem denkwürdigen Ergebnis von 46:43 (20:24) gegen den Tabellenzweiten aus Berlin. Topscorer der Löwen, die noch immer ohne den verletzten Josh Gasser antraten, war Derek Needham mit elf Punkten. Für ALBA BERLIN, die auf die ebenfalls verletzten Jordan Taylor und Nils Giffey verzichten mussten, war Dragan Milosavljevic mit 13 Zählern erfolgreichster Punktesammler.

Die Löwen waren von Beginn an vor allem defensiv präsent. Sie forcierten schwere Berliner Würfe, hatten immer wieder die Finger dazwischen und nutzen das zur 8:3-Führung aus (4. Minute). Das Korner-Team hätte sich noch deutlicher absetzen können, wenn es aus den hart erarbeiteten Ballgewinnen mehr Kapital geschlagen hätte. Stattdessen verloren die Löwen aber auch selber das runde Leder (fünf Ballverluste) oder vergaben gute Korbchancen, wodurch die Berliner in einer sehr intensiven und physischen Partie dran blieben (11:9, 8. Minute). Wenige Sekunden vor dem Viertelende gerieten Keaton Grant & Co. erstmals in Rückstand und gingen mit einem 13:14 in die zweiten zehn Minuten.

Die Braunschweiger arbeiteten defensiv hart weiter, liefen von nun aber schnell einem Vier-Punkte-Rückstand hinterher (15:19). Ein Problem im Löwen-Spiel lag darin, dass die Berliner ihnen mit ihrer starken Verteidigung ebenfalls keine einfachen Würfe schenkten. Das andere Problem bestand in unnötigen Ballverlusten und der Reboundunterlegenheit (15:25). Immer wieder bekam ALBA zweite Chancen, weshalb die Löwen nichts vom Gästevorsprung abknabbern konnten (17:22,17. Minute). Aber sie blieben in dieser defensivbetonten Begegnung auf Tuchfühlung und gingen mit einem knappen 20:24 in die Halbzeit – knapp auch deshalb, weil sie Berlin nur 25 Prozent Trefferquote zugestanden.

Wieder auf dem Parkett waren die Löwen nach Punkten des erkälteten, aber gut aufspielenden Kenny Frease auf zwei Zähler dran, mussten anschließend jedoch schnell etwas abreißen lassen (24:31, 24. Minute). Beide Teams agierten defensiv auf einem Höchstmaß an Intensität, weshalb offensiv nur wenig klappen wollte bzw. konnte. Aber die Löwen kämpften stark und belohnten sich dafür mit dem 30:31 (27. Minute). Sie waren im Spiel und dabei war ihr Topscorer Keaton Grant bis hierhin punktlos geblieben. Mit seinem ersten Punkt an der Freiwurflinie stellte er knapp zwei Minuten vor dem Viertelende den Ausgleich her, in den letzten Spielabschnitt ging es aber mit einem 33:34.

Mit einem Dunking von Amin Stevens ging es stimmungsvoll los in die letzten zehn Minuten. Die knappe Löwen-Führung (35:34) riss die 5.024 Zuschauer von ihren Stühlen, war aber nur von kurzer Dauer. ALBA konterte per Dreier – und das war erst der zweite erfolgreiche Distanzwurf der Gäste in dieser Partie. Angetrieben vom lautstarken Publikum mobilisierten die Löwen jetzt noch einmal alle Kräfte und glaubten an ihre Chance. Nicht ohne Grund, denn es blieb verdammt eng. Kein Team konnte sich weiter als bis auf zwei Zähler absetzen, die Führungen wechselten hin und her. Und dann war es Keaton Grant, der 1:18 Minuten vor dem Ende seinen ersten Feldwurf in diesem Spiel traf. Es war ein Dreier zum 45:43 und jetzt stand die Volkswagen Halle wirklich Kopf. Darauf folgten zwei starken Defensiv-Sequenzen der Löwen, in der sie keine gegnerischen Punkte zuließe, und Keaton Grant mit einem Freiwurf den Deckel auf den hart umkämpften Sieg draufmachte!

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (Basketball Löwen Braunschweig): Es war bestimmt nicht das schönste Spiel der BBL-Geschichte, aber wir sind auch schon oft genug in Schönheit gestorben. Wir wussten, dass wir ALBA nicht in Rhythmus kommen lassen dürfen und defensiv gut spielen müssen, um eine Chance zu haben. Letztendlich haben beide Defensiv-Teams nicht in ihre Offensive gefunden. Und wir haben ALBA trotz 22 Offensiv-Rebounds bei 43 Punkten gehalten. Für uns ist es ein großer Sieg und ich bedanke mich an alle Zuschauer. Ich bin froh, dass wir sie dieses Mal mit einem Sieg belohnen konnten.

Sasa Obradovic (ALBA BERLIN): Glückwunsch an Braunschweig zum Sieg. Es war sicherlich eines der hässlichsten Spiele, die ich jemals erlebt habe. Wir waren noch ein bisschen vom Spiel in Klaipeda unter der Woche beeinflusst, hatten aber vor allem Probleme mit der Zonenverteidigung. Entweder wir haben die offenen Würfe nicht genommen, oder wir haben sie nicht getroffen. Defensiv waren wir ok, müssen nun aber vor allem nach vorne schauen. Der Eurocup ist für uns im Fokus und im Moment wichtiger

Die Viertel im Überblick: 13:14, 7:10, 13:10, 13:9.

Basketball Löwen Braunschweig: Gertz 8, Nash 7 (8 Rebounds), Bogdanov, Theis, Needham 11, Stevens 4, Grant 5 (9 Rebounds), Adler n.e., Simon 3, Frease 8 (10 Rebounds).

ALBA BERLIN: King 4 (5 Rebounds), Akpinar 3, Kikanovic 8 (5 Rebounds), Loncar 4, Vargas 5 (8 Rebounds), Liyanage, Wohlfarth-Bottermann n.e., Milosavijlevic 13 (8 Rebounds), Cherry (4 Assists, 8 Rebounds), Glöckner n.e., Watt 6.


Pressemitteilung: Basketball Löwen Braunschweig 



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