Basketball Löwen Braunschweig

Löwen geht in zweiter Hälfte die Luft aus – 72:85-Niederlage in Hagen

TheBloob am 04.01.2016 um 11:20

Die Beko BBL-Hinrunde der Basketball Löwen Braunschweig endete mit einer Niederlage: Sie verloren am heutigen Sonntag, 3. Januar, mit 72:85 (51:36) beim direkten Tabellennachbarn Phoenix Hagen und rangieren nun auf dem zehnten Platz. Zu Beginn der Partie sah es allerdings überhaupt nicht nach einer Niederlage des Teams von Löwen-Trainer Raoul Korner aus. Keaton Grant & Co. spielten in der ersten Halbzeit wie aus einem Guss. Sie kontrollierten und dominierten das Spiel und gingen absolut verdient mit einem Vorsprung von 15 Zählern in die Pause. Doch wie schon im Spiel gegen Ulm wollte zurück auf dem Parkett fast nichts mehr bei den Braunschweigern zusammenlaufen. Ihnen ging komplett die Luft aus, weshalb die Gastgeber die Partie nach einer 20-Punkte-Führung der Löwen noch drehen konnten und am Ende auch deutlich für sich entschieden. Für die Löwen, bei denen nach wie vor Josh Gasser verletzt fehlt, war Derek Needham mit 17 Zählern am erfolgreichsten. Bei Phoenix Hagen wurde David Bell mit 21 Punkten Topscorer.

Wie es zu erwarten war, startete die Partie mit viel Tempo. Aber die Löwen brauchten etwas, bis sie sich daran gewöhnt und sich gefunden hatten. Sie lagen mit 2:7 zurück, ehe sie sich defensiv wie offensiv fingen und durch Keaton Grant erstmals in Führung gehen konnten (11:8, 4. Minute). Diese bauten die Löwen aus, vor allem weil sie die schnellen Feuervögel mit ihrer starken Defense ausbremsten und die Rebounds kontrollierten (11/6). Von der Defensive profitierte auch die Offensive: Hier agierten die Braunschweiger mit sehr viel Selbstvertrauen, ließen den Ball gut laufen und trafen sicher (65 Prozent Feldtrefferquote). Zum Ende des Viertels hatten sich die Löwen einen komfortablen wie auch verdienten Vorsprung von 32:18 erspielt.

Die Löwen machten im zweiten Spielabschnitt zunächst dort weiter, wo sie zuvor aufgehört hatten, wurden dann allerdings etwas fahrig in ihren Aktionen. Sie vergaben drei Angriffe in Folge, während Hagens Adam Hess sein Wurfhändchen von außen fand und zwei Dreier zum 25:34 versenkte (13. Minute). Nach einer Auszeit von Coach Raoul Korner waren die Löwen wieder mit Punkten durch Geburtstagskind Nicolai Simon zur Stelle. Dass es in diesem Viertel offensiv nicht mehr so aus einem Guss lief, störte aber nicht sonderlich, weil sie nach wie vor bockstark verteidigten und die Hagener nicht ins Laufen kommen ließen. Dadurch hielten sie ihren Vorsprung im zweitstelligen Bereich und konnten diesen in einer physischer werdenden Partie auf 15 Punkte zur Pause ausbauen (36:51).

Obwohl der bislang defensiv starke Kenny Frease zu Beginn des dritten Viertels sein drittes Foul kassierte und gleich wieder auf die Bank musste, behielten die Löwen zunächst die Kontrolle über das Spiel. Keaton Grant, der im zweiten Spielabschnitt lediglich einen Zähler gemacht hatte, war nun mit zwei Dreiern zur Stelle und erhöhte die Führung auf 20 Punkte (57:37, 23. Minute). Problematisch war allerdings, dass die Löwen ihre Teamfoulgrenze früh erreicht hatten, wodurch die Hagener vermehrt an die Freiwurflinie gingen. Die Feuervögel kamen immer näher heran, auch weil jetzt ein kompletter Bruch im Löwen-Spiel war. Als der Vorsprung auf unter zehn Zähler geschrumpft war, nahm Raoul Korner eine Auszeit (48:57, 26. Minute). Aber die Löwen fanden nicht zurück in die Spur. Sie wirkten von Minute zu Minute kraftloser, gaben ihren so stark herausgespielten Vorsprung fast komplett her und gingen mit einer knappen 62:61-Führung ins letzte Viertel.

Die war allerdings binnen weniger Minuten Geschichte und die Enervie Arena stand Kopf. Die Löwen taten sich jetzt schwer, gegen die physische Hagener Verteidigung und kamen selten zu guten Abschlüssen. Zwar gingen sie nach einem technischen Foul gegen Raoul Korner, der mit den Schiedsrichterentscheidungen haderte, auch mal wieder häufiger an die Freiwurflinie, ließen hier aber viele Möglichkeiten aus. Hinzukommend waren die Löwen jetzt schlichtweg „platt“ und konnten den Gegner auch nicht mehr mit ihrer zuvor so stark gewesenen Defense stoppen. In den letzten Minuten hatten sie dem Gegner nichts mehr entgegenzusetzen und verloren am Ende deutlich mit 72:85.

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (Basketball Löwen Braunschweig): Es war ein verdienter Sieg für Hagen. Wir haben ein Spiel mit zwei Abschnitten gesehen. 25 Minuten hatten wir eine Menge Energie, in den letzten 15 Minuten hat uns Hagen dann ganz einfach überrannt. Eine sportliche Analyse erübrigt sich da fast. Nach dem harten Programm der letzten Wochen, in denen wir verletzungsbedingt auf Josh Gasser verzichten mussten, hat uns am Ende auch die Kraft gefehlt. Meine Mannschaft hat in der Hinserie Großes geleistet, aber jetzt sehnen wir die Pause herbei.

Ingo Freyer (Phoenix Hagen): Im ersten Viertel haben wir schlecht verteidigt und haben zu viele Offensivrebounds zugelassen. Wir hatten auch zu viele Ballverluste, dadurch kam Braunschweig zu leichten Körben. Offensiv haben wir nur fünf Würfe aus dem Zweipunktbereich getroffen. Eine unsere Stärken ist aber die Mentalität, dass wir auch bei 20 Punkten Rückstand nicht aufgeben und solche Spiele noch drehen können. Das haben inzwischen auch unsere neuen Spieler verinnerlicht. Wir sind derzeit in guter Verfassung, an die wir nach der Pause anknüpfen wollen.

Die Viertel im Überblick: 18:32, 18:19, 25:11, 24:10.

Basketball Löwen Braunschweig: Gertz 2, Nash 10 (5 Rebounds), Bogdanov, Theis, Needham 17 (5 Assists), Stevens 13 (8 Rebounds), Grant 16, Amaize, Adler 2, Simon 6, Frease 6 (10 Rebounds, 4 Assists).

Phoenix Hagen: Klassen 2 (10 Rebounds), Bell 21 (10 Assists), Hess 14, Geske 2, Zahner n.e., Mann 1, Krume n.e., Elliott 5 (9 Rebounds), Keßen n.e., Grof 7, Covington 17 (11 Rebounds), Jefferson 16.


Pressemitteilung: Basketball Löwen Braunschweig 



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