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Schwaches zweites Viertel verhindert Happy End für die Young Pikes

TheBloob am 03.01.2016 um 19:32

Ein verrücktes Basketballspiel sahen die knapp 1.000 Zuschauer in der kleinen Main-Kinzig-Halle am Samstagabend in Hanau. Das Spiel begann zehn Minuten später als geplant, da die Baunacher im Stau standen und so erst 30 Minuten vor Spielbeginn in der Halle sein konnten.
Man musste in dieser Begegnung auf Moritz Sanders, der wegen einer leichten Knieverletzung geschont wurde, und auf Andi Obst verzichten, der in den nächsten Tagen den verletzten Lucca Staiger bei den Brose Baskets ersetzen soll. Durch das straffe Programm des Kooperationspartners mit Spielen am Sonntag gegen Bonn und am Dienstag in Bremerhaven, wurde entschieden, Andi Obst nicht mit nach Hanau zu nehmen.
Das Spiel begann gut für die Young Pikes: Daniel Schmidt eröffnete die Begegnung mit einem Dreier aus der Ecke zur schnellen 3:0 Führung. Doch die Abwehr war das Sorgenkind in der 1. Halbzeit für die Baunacher. Zwar konnte man im 1. Viertel noch gut mithalten und fand ebenfalls im Angriff schnell seinen Rhythmus, doch in den zweiten zehn Minuten folgte dann eine Phase, die das Spiel entschied. Nach einem knappen 23:22 Rückstand aus dem ersten Viertel legten die Gastgeber nun einen 12:0 Lauf auf das Parkett und überrollten die jungen Gäste regelrecht. Mit einer hohen Trefferquote und schnellen Überzahlangriffen nach den zahlreichen unnötigen Ballverlusten der Baunacher konnten sie dieses Viertel mit 28:8 für sich entscheiden und gingen so mit einem vorentscheidenden 51:30 Vorsprung in die Pause. Es zeigte sich in diesem Abschnitt, dass Jordan Dumars dem Team mit seiner Rückenverletzung überhaupt nicht helfen konnte und auch Daniel Keppeler hatte verständlicherweise nach seiner langen Verletzungspause noch Schwierigkeiten das Team zu unterstützen.
Zu Beginn der 2. Halbzeit hatte man sich wieder etwas gefangen und konnte das Spiel ausgeglichen gestalten, ohne allerdings den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Besonders unter dem Korb, im Hinspiel noch die große Stärke der Young Pikes, sah man kein Land gegen die kämpferisch sehr starken Gastgeber aus Hanau. Die White Wings bestimmten mit ihrer sehr guten Verteidigung weiterhin das Spiel und hatten in der 26. Spielminute beim 60:36 ihre höchste Führung herausgespielt. Ein Dreier von Dino Dizdarevic und einige Freiwurfpunkte des unermüdlich kämpfenden Aleksej Nikolic brachten die Baunacher aber wieder etwas näher heran. Durch einen weiteren Dreier von Daniel Schmidt ging es dann mit einem 66:48 Rückstand in den letzten Abschnitt. Das kurze Aufbäumen der Oberfranken wurde aber zu Beginn des Schlusssabschnittes schnell wieder gestoppt. Hanau zog erneut auf 69:48 davon und schien einem sicheren Sieg einzufahren, bei dem auch der gewonnene direkte Vergleich (das Hinspiel konnte Baunach mit 8 Punkten gewinnen) außer Frage stand. Was dann aber geschah, ist eigentlich unerklärlich. Mit einem Mal spielten die Youngster aus Baunach völlig befreit auf und die treffsicheren Ali Nikolic und der erst 17-jährige Arnoldas Kulboka versenkten einen Dreier nach dem anderen. Stand es in der 34. Spielminuten noch 73:53, war man bis zur 38. Minute durch sicher verwandelte Freiwürfe und vier Dreier in Serie bis auf 77:70 herangekommen und hatte so zumindest den direkten Vergleich wieder im Auge. Hanau schwächelte jetzt an der Freiwurflinie und erneut Nikolic sorgte mit einem Dreier sogar für das 77:73. 29 Sekunden vor dem Ende war es dann Kulboka, der auf 79:76 verkürzen konnte. Im Gegenzug verwarf Hanau erneut und Johannes Thiemann konnte sich den Rebound angeln. Die Young Pikes fanden den in der Ecke völlig frei stehenden Malik Müller, dessen Dreipunktewurf zum Ausgleich sich aber wieder aus dem Ring drehte. Jönke war es dann, der nach einem schnellen Foul von Taraš mit einem verwandelten Freiwurf den Sieg für die Hessen sicherstellte. Überragender Akteuer war dieses Mal Aleksej Nikolic, der mit 24 Punkten, 5 Rebounds und 7 Assists eine tolle Leistung ablieferte. Teammanager Jörg Mausolf nach der Begegnung: „Das war heute ein verrücktes Basketballspiel. Angefangen mit der turbulenten Anreise, dem katastrophalen 2. Viertel und der tollen Aufholjagd am Ende fällt es schwer ein Fazit zu ziehen. Natürlich bin ich froh, dass wir das Spiel fast noch gekippt haben nach einem aussichtslosen Rückstand und wir den eventuell wichtigen direkten Vergleich noch für uns entscheiden konnten. Es ärgert mich aber, auch für die Jungs, dass wir immer Phasen im Spiel haben, in denen wir völlig konzeptlos agieren. Damit bringen wir uns regelmäßig um den verdienten Lohn. Wir müssen und werden Wege finden, dies abzustellen.“
Bleibt zu hoffen, dass dieser Lernprozess schon beim nächsten Heimspiel am kommenden Sonntag (17 Uhr) sich gegen die zurzeit starken Chemnitzer umsetzen lässt.
Hanau: Rhoad 13, Jackson-Cartwright 10, Eichler 10, Johnson 9, Christen 9, Pinkins 8, Jönke 8, Mesghna 6, von Fintel 5, Heck 2.
Baunach Young Pikes: Nikolic 25, Schmidt 16, Kulboka 11, Dizdarevic 9, Kratzer 7, Müller 5, Taraš 2, Thiemann 2, Keppeler, Dumars.

2. Bundesliga ProA
Hebeisen White Wings Hanau – Baunach Young Pikes 80:76


Pressemitteilung: Baunach Young Pikes 



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