TSK Würzburg

Erster Heimsieg gegen Giessen

Stefan am 14.11.2004 um 14:26

Im dritten Anlauf hat es endlich geklappt: Mit 70:68 (36:38) gewann der TSK Würzburg gegen den alten Rivalen Gießen46ers und holte damit den lang ersehnten ersten Heimsieg der Saison. Auch im dritten Heimspiel mussten die 2.400 Fans in der s.Oliver-Arena lange zittern, ehe der Erfolg unter Dach und Fach war. Kurz vor Schluss hatte Giessens Bester Chuck Eidson nach einem leichtsinnigen Würzburger Ballverlust die Möglichkeit zum Ausgleich, scheiterte aber mit einem Korbleger, den Rebound sicherte sich 2,2 Sekunden vor der Sirene X-RAYS-Kapitän Nils Mittmann. "Heute haben wir nicht nur großartig gekämpft, sondern hatten am Ende endlich auch einmal das nötige Quäntchen Glück", freute sich Headcoach Aaron McCarthy.

Die Grundlage für den ersten Heimsieg wurde bereits in den Tagen vor dem Spiel gelegt: Mit Tryout-Kandidat Eddy Barlow Mayfield und Heimkehrer Igor Perovic präsentierte sich die "Abteilung Aufbau" trotz einiger Abstimmungsschwierigkeiten ganz anders als noch in den Spielen zuvor. Beide Guards überzeugten auf ihre Weise: Während der wieselflinke Eddy Barlow (11 Punkte, 1 Dreier) in seinem ersten Spiel als Basketball-Profi (er spielte zuletzt bei der Sam Houston State University in der NCAA) gleich die BBL-Saisonbestmarke von sieben Ballgewinnen verbuchte, verteilte Igor Perovic (9 Punkte) die Bälle wie zu seinen besten Zeiten in der vergangenen Saison: 7 Korbvorlagen standen für den 30jährigen Kroaten am Ende zu Buche. "Man hat heute gesehen, wie sehr uns ein Spieler wie Igor gefehlt hat. Er hat Stabilität in unser Spiel gebracht", sagte Aaron McCarthy nach der Partie.

Nur in der zweiten Hälfte des ersten Viertels war von Stabilität im Würzburger Spiel nicht viel zu spüren: Die erste Würzburger Führung im Spiel (10:8, 5. Minute) beantworteten die Gäste mit einem 14:3-Lauf zum Zwischenstand von 11:22, mit der Schlusssirene des ersten Abschnitts traf Giessens Topscorer Chuck Eidson (20 Punkte) zu allem Überfluss einen Sprungwurf zum 15:29. So mussten die X-RAYS wie in den fünf Spielen zuvor eine Aufholjagd starten. "Im ersten Viertel hat man gemerkt, wie sehr die Mannschaft nach den vier Niederlagen unter Druck stand. Aber danach sind wir über unsere hervorragende Verteidigung wieder zurück ins Spiel gekommen", so McCarthy. Neben sechs Punkten von der Freiwurflinie erzielten die Gäste nur einen einzigen Korb im zweiten Spielabschnitt: Heiko Schaffartzik traf mit der Halbzeitsirene einen Dreier aus gut neun Metern zum Pausenstand von 36:38.

In der zweiten Halbzeit bekamen die TSK-Profis das Spiel immer besser in den Griff. Vor allem unter dem Korb der Gäste erarbeiteten sich Würzburgs "Lange" deutliche Vorteile und viele zweite Chancen: 16 Offensiv-Rebounds sprechen eine deutliche Sprache. "Wir haben im Rebound schlecht gearbeitet und zu viele Punkte am Brett zugelassen", analysierte Gießens Trainer Stefan Koch. Vor allem Singaras Tribe (23 Punkte, 9 Rebounds), der auch in der Verteidigung mit 4 geblockten Schüssen kräftig aufräumte, und Mustapha Hoff (16 Punkte, 2 Dreier, 7 Rebounds) profitierten immer wieder von den Abprallern unter dem gegnerischen Korb. So auch in der hochspannenden Schlussphase, als die Gäste nach einer 60:51-Führung der X-RAYS (34. Minute) noch einmal zurück ins Spiel kamen.

Die Würzburger Punkte Nummer 61 bis 66 resultierten aus zweiten und teilweise sogar dritten Wurfchancen direkt unter dem Korb, während Giessen in dieser Phase mehrfach Würzburger Ballverluste zu einfachen Punkten nutzen konnte. Auch der vorentscheidende Korbleger entstand aus einer unübersichtlichen Situation unter dem Giessener Korb. Gregor Arbet schaltete am schnellsten, schnappte sich das Leder und passte zum frei stehenden Singaras Tribe, der mit Ablauf der Schussuhr zum 70:66 vollendete. Danach verwandelte Louis Campbell (16 Punkte) einen Korbleger zum 70:68, setzte aber den Bonus-Freiwurf daneben.

In den verbleibenden 10,4 Sekunden kamen die 46ers noch zweimal in Ballbesitz, aber zuerst fand Heiko Schaffartzik beim Einwurf keine Anspielstation innerhalb der vorgeschriebenen fünf Sekunden, dann setzte Chuck Eidson nach einem Würzburger Ballverlust den letzten Kobleger daneben. Die restlichen 2,2 Sekunden spielte Igor Perovic herunter und schleuderte den Ball nach der Sirene vor Freude bis an die Hallendecke. "Das war ein sehr wichtiger Sieg für mich und für die ganze Mannschaft. Wir haben ein sehr starkes Team, und wir werden noch stärker sein, wenn Rod Nealy wieder gesund ist. Gratulation auch an Eddy Barlow, er hat heute ganz hervorragend gespielt", sagte Perovic bei der anschließenden Pressekonferenz. Aaron McCarthy: "Rod soll am Montag wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Mit ihm werden wir für alle Mannschaften ein sehr gefährlicher Gegner sein."

In der kommenden Woche nicht mehr dabei ist Antoine Gillespie, für den nach der überraschenden Rückkehr von Igor Perovic kein Platz mehr im Kader ist. "Antoine ist ein guter und erfahrener Spieler, der nur noch ein wenig Konditionsrückstand hat und jeder Mannschaft weiterhelfen kann", sagte McCarthy. Die Entscheidung über die endgültige Besetzung der zweiten US-Position neben Rod Nealy zwischen Rakim Hollis und Eddy Barlow will der X-RAYS-Headcoach "im Lauf der nächsten Woche" treffen.

Spielfilm: 0:4 (2. Minute), 10:8 (5.), 11:22 (9.), 15:29 (Ende 1. Viertel), 22:32 (12.), 32:33 (19.), 36:38 (Halbzeit), 45:44 (24.), 51:51 (28.), 55:61 (Ende 3. Viertel), 60:51 (34.), 66:65 (39.), 70:68 (Endstand).

X-RAYS: Singaras Tribe 23 Punkte (9 Rebounds, 4 Blocks), Mustapha Hoff 16 (2/3 Dreier, 7 Rebounds), Eddy Barlow Mayfield (1 Dreier, 5 Rebounds, 7 Steals), Igor Perovic 9 (7 Assists), Nils Mittmann 9 (1 Dreier), Gregor Arbet 2, Sandis Valters, Rakim Hollis, Chris Heinrich.

Gieen46ers: Chuck Eidson 20 Punkte (5 Rebounds), Louis Campbell 16 (1 Dreier), Anton Gavel 9, Heiko Schaffartzik 8 (2 Dreier), Souleymane Wane 6 (9 Rebounds), Gerrit Terdenge 5, Justin Phoenix 4 (1 Dreier), Florian Hartenstein, Christopher Anrin.

Presseinfo: TSK Würzburg (Patrick Wötzel)

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