Gastschreiber
Telekom Baskets Bonn
Premiere gelungen
Schippi am 06.11.2004 um 23:02
Die Erwartungen ans Spiel des Tabellenersten gegen den Zweiten, des ewigen Vize- gegen den Serienmeister, waren hoch gesteckt. Nicht umsonst war der Pay-TV Sender Premiere bei seiner ersten Live-Übertragung zu Gast auf dem Bonner Hardtberg. Der exklusive Zuschauerkreis des Bezahlsenders und die Fans in der restlos ausverkauften Hardtberghalle, sah ein atemberaubendes Match, das den Titel Spitzenspiel verdientermaßen trug. Jedoch versprach die Begegnung, zu Beginn nicht so knapp zu werden wie der Endstand von 76:75 (38:35) vermuten lässt. Die Telekom Baskets Bonn starteten mit einem 6:0 Lauf und konnte ALBA bis zur 5. Spielminute vom Punkten abhalten. Bis zum Ende des ersten Viertels konnte due Berliner immer auf Distanz gehalten werden und mit 10 Punkten Vorsprung und den Jubel 3.500 frenetischer Fans im Rücken ins zweite Viertel ziehen.
Dort zunächst ebenfalls keine großen Änderungen, auch ohne den erneut starken Altron Jackson (22 Pkt. / 10 Rbs.), der sein 4 Double-Double in Folge erzielte, konnten die Baskets das hohe Tempo halten. Die löchrige Berliner Defense, verzieh den ein oder anderen Fehler im Spielaufbau und ließ zweite Chancen zu, die wären sie alle genutzt worden, eine noch höhere Führung als 15 Punkte bedeuted hätten. Doch ALBA Berlin wäre sicher nicht der Serienmeister der 90er Jahre gewesen, hätten sie nicht dieses unglaubliche Kämpferherz. Jovo Stanojevic, der oft als beste Center der Bundesliga betitelte erzielte zur Halbzeit 19 Punkte. In seiner Spalte auf dem Scoutingbogen standen am Ende des Spiels 29 Punkte. Wegen seiner Scorerqualitäten, die weder Aleksandar Djuric noch Branko Klepac in den Griff bekommen sollten und der 100% von der Freiwurflinie, kamen die Hauptstädter auf 38:35 Punkte heran.
Mühsam aber stetig kämpften sich die Berliner im dritten Spielabschnitt weiter heran, bis sie in der 25. Spielminute die Wende schafften. Die Basketsfans fühlten sich an Spiele vergangener Tage erinnert, in denen ihre Baskets, mit den bis dahin besten Leistungen auf der Zielgeraden trotzdem immer vom Rivalen überholt werden sollten. Doch die Baskets fingen sich wieder, zwar nicht mehr mit der Leichtfertigkeit, die im ersten Viertel herrschte, sondern in einem intensiven Spiel mit Play-Off Charakter gingen die Teams mit einem 54:54-Zwichenstand ins Entscheidungsviertel.
Die Premiere-Verantwortlichen müssen sich die Hände gerieben haben, ein Herzinfarkt-Spiel gleich zur ersten Übertragung, man hat ein glückliches Händchen bei der Auswahl der Partie gehabt. Grund zum Umschalten hätten die Zuschauer bestimmt nicht wegen mangelnder Spannung gehabt, sondern eher um nicht einen Herzanfall zu erleiden. Die Fans in der Halle erlebten bis zum Schluss eine Neuauflage der drei Finalserien in denen sich die beiden schon gegenüber standen. Führungswechsel überschlugen sich, ebenso wie die Emotionen auf dem Feld und auf den Rängen. Der Puls stieg in den Schlusssekunden, bei allen Beteiligten ins unermessliche. Bei einem Gleichstand von 75:75 Punkten schickten die Berliner Kristaps Janicenoks an die Freiwurflinie. Bis auf die kleine Delegation Berliner Fans, die alles taten um Janicenoks bei seinem entscheidenen Wurf zu behindern, hielt vermutlich der gesamte Hardtberg den Atem an. Der Lärm der Berliner brachte beim ersten Freiwurf Erfolg, der Lette vergab seine erste Chance das Spiel zu entscheiden. Doch keine Nerven beim Nationalspieler im zweiten Versuch, den verwandelte er sicher zum 76:75, doch nur kurzer Jubel bei den zitternden Fans. Noch waren 6.4 Sekunden zu spielen, ALBA nahm die letzte Auszeit, um Einwurf an der Mittellinie zu erhalten und den letzten Angriff planen zu können. Ob es wirklich die Strategie war den Ball zu Gerald Brown zu geben, kann nicht sicher gesagt werden. Jedenfalls vergab der US-Amerikaner die letzte Chance zum Führungswechsel, der zehnte Rebound von Altron Jackson ging im Jubel der Fans unter.
Neben Altron Jackson und der geschlossenen Bonner Defense glänzte mit Branko Milisavljevic der Top-Assistgeber der Liga einmal mehr. Heute konnte er nicht nur mit 8 Assists seine Qualitäten als Playmaker unter Beweis stellen, sondern auch 22 Punkte zum Sieg beisteuern, einer davon wichtiger als der andere.
Damit stehen die Baskets weiter ungeschlagen, als alleiniger Tabellenführung ganz oben in Deutschlands höchster Spielklasse. Möglichkeit den Vorsprung weiter auszubauen gibt es gleich in der nächsten Woche, im nächsten Schlager gegen den Lokalrivalen aus Leverkusen.
Schippi
0 Kommentare
Dort zunächst ebenfalls keine großen Änderungen, auch ohne den erneut starken Altron Jackson (22 Pkt. / 10 Rbs.), der sein 4 Double-Double in Folge erzielte, konnten die Baskets das hohe Tempo halten. Die löchrige Berliner Defense, verzieh den ein oder anderen Fehler im Spielaufbau und ließ zweite Chancen zu, die wären sie alle genutzt worden, eine noch höhere Führung als 15 Punkte bedeuted hätten. Doch ALBA Berlin wäre sicher nicht der Serienmeister der 90er Jahre gewesen, hätten sie nicht dieses unglaubliche Kämpferherz. Jovo Stanojevic, der oft als beste Center der Bundesliga betitelte erzielte zur Halbzeit 19 Punkte. In seiner Spalte auf dem Scoutingbogen standen am Ende des Spiels 29 Punkte. Wegen seiner Scorerqualitäten, die weder Aleksandar Djuric noch Branko Klepac in den Griff bekommen sollten und der 100% von der Freiwurflinie, kamen die Hauptstädter auf 38:35 Punkte heran.
Mühsam aber stetig kämpften sich die Berliner im dritten Spielabschnitt weiter heran, bis sie in der 25. Spielminute die Wende schafften. Die Basketsfans fühlten sich an Spiele vergangener Tage erinnert, in denen ihre Baskets, mit den bis dahin besten Leistungen auf der Zielgeraden trotzdem immer vom Rivalen überholt werden sollten. Doch die Baskets fingen sich wieder, zwar nicht mehr mit der Leichtfertigkeit, die im ersten Viertel herrschte, sondern in einem intensiven Spiel mit Play-Off Charakter gingen die Teams mit einem 54:54-Zwichenstand ins Entscheidungsviertel.
Die Premiere-Verantwortlichen müssen sich die Hände gerieben haben, ein Herzinfarkt-Spiel gleich zur ersten Übertragung, man hat ein glückliches Händchen bei der Auswahl der Partie gehabt. Grund zum Umschalten hätten die Zuschauer bestimmt nicht wegen mangelnder Spannung gehabt, sondern eher um nicht einen Herzanfall zu erleiden. Die Fans in der Halle erlebten bis zum Schluss eine Neuauflage der drei Finalserien in denen sich die beiden schon gegenüber standen. Führungswechsel überschlugen sich, ebenso wie die Emotionen auf dem Feld und auf den Rängen. Der Puls stieg in den Schlusssekunden, bei allen Beteiligten ins unermessliche. Bei einem Gleichstand von 75:75 Punkten schickten die Berliner Kristaps Janicenoks an die Freiwurflinie. Bis auf die kleine Delegation Berliner Fans, die alles taten um Janicenoks bei seinem entscheidenen Wurf zu behindern, hielt vermutlich der gesamte Hardtberg den Atem an. Der Lärm der Berliner brachte beim ersten Freiwurf Erfolg, der Lette vergab seine erste Chance das Spiel zu entscheiden. Doch keine Nerven beim Nationalspieler im zweiten Versuch, den verwandelte er sicher zum 76:75, doch nur kurzer Jubel bei den zitternden Fans. Noch waren 6.4 Sekunden zu spielen, ALBA nahm die letzte Auszeit, um Einwurf an der Mittellinie zu erhalten und den letzten Angriff planen zu können. Ob es wirklich die Strategie war den Ball zu Gerald Brown zu geben, kann nicht sicher gesagt werden. Jedenfalls vergab der US-Amerikaner die letzte Chance zum Führungswechsel, der zehnte Rebound von Altron Jackson ging im Jubel der Fans unter.
Neben Altron Jackson und der geschlossenen Bonner Defense glänzte mit Branko Milisavljevic der Top-Assistgeber der Liga einmal mehr. Heute konnte er nicht nur mit 8 Assists seine Qualitäten als Playmaker unter Beweis stellen, sondern auch 22 Punkte zum Sieg beisteuern, einer davon wichtiger als der andere.
Damit stehen die Baskets weiter ungeschlagen, als alleiniger Tabellenführung ganz oben in Deutschlands höchster Spielklasse. Möglichkeit den Vorsprung weiter auszubauen gibt es gleich in der nächsten Woche, im nächsten Schlager gegen den Lokalrivalen aus Leverkusen.
Schippi
0 Kommentare
Werbung
Werbung


