TBB Trier

Erhobenen Hauptes!

TheBloob am 01.05.2015 um 10:44

Die TBB Trier verabschiedet sich mit einem 89:81-Heimsieg gegen den Mitteldeutschen BC aus der Beko Basketball-Bundesliga. - "Man kann nur hoffen, dass Trier bald wieder in der ersten Liga spielt." - Jermaine Bucknor Topscorer mit 22 Punkten, Samenas und Kramer stark.

Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe hatte es kurz vor dem Tip Off gesagt: "Wir sind nicht zu einer Beerdigung gekommen!" Und er hatte recht: Trotz Insolvenz, trotz Zwangsabstieg und dem Ende der Trierer Erstliga-Ära sollte am heutigen Abend der Spaß am Basketball im Vordergrund stehen. Und so sahen 3447 Zuschauer eine Partie, die an Unterhaltung nichts zu wünschen übrig ließ - und die doch Nebensache war.

Henrik Rödl hatte, quasi als Abschiedsgeschenk, seine Mannschaft chronologisch aufgestellt, hatte die Spieler in die Startaufstellung beordert, die am längsten in Trier waren. Die TBB kommt mit einem Dreier von Laurynas Samenas schnell ins Spiel, hat dann aber Schwierigkeiten vor allem mit Frantz Massenat, der seine Wölfe zu einem 15:16-Viertelstand trägt.

Trier wurde stärker, Marko Lukovic erzwingt mit fünf Punkten in Folge zum 24:21 eine Auszeit von Gästetrainer Silvano Poropat; zwei Dreier von Bucknor und Kramer (31:24) bewirken das gleiche - Trier macht die big points. Doh Weißenfels gibt nicht auf, die Trierer Zone hat noch ein paar Löcher, die vor allem Djordje Pantelic nutzen kann: 41:40 zur Halbzeitpause.

Das dritte Viertel gehört zunächst den Gästen (45:51), dann folgt ein unwiderstehlicher 7:0-Lauf der Hausherren - die Stimmung ist bestens, als ein 52:51 von der Tafel leuchtet. Wieder folgt die Antwort: drei Dreier in Folge von Massenat und Wyrick zum 60:63. Dennis Kramer markiert schließlich seinerseits per Dreier den Vierelstand von 64:65.

Trier lässt sich im letzten Viertel nicht von zahlreichen Dreierversuchen der Wölfe aus dem Konzept bringen. Angeführt von Jermaine Bucknor, Laurynas Samenas und Dennis Kramer spielt das Team von Henrik Rödl vor allem in den letzten fünf Minuten extrem sicheren Offensivbasketball. Die Wölfe dagegen lassen Punkte an der Freiwurflinie liegen. Mit Samenas Dreier zum 77:77 kippt die Partie endgültig in Richtung der Hausherren und die Arena fängt zwei Minuten vor Schluss das Feiern an. Am Ende steht ein 89:81 Heimsieg zum Abschluss und die Emotionen kochen hoch: Minutenlange Standing Ovations für eine Mannschaft, die allen Nackenschlägen zum Trotz begeistern konnte - und ohne Insolvenz-Punktabzug am Ende 13. gewesen wäre.

Silvano Poropat (Mitteldeutscher BC): "In diesem Spiel ging es um nichts mehr - aber wenn wir mit diesem Spiel und diesem Ergebnis zufrieden wären, dann wären wir heute nicht hier. Im Profisport, wo Gewinnen fast alles bedeutet, gibt es eine höhere Macht, die für eine gewisse, wenn auch nur momentane Gerechtigkeit sorgt. Man hat gesehen, dass die Mannschaft und der Trainer und die Fans in Trier diesen Sieg verdient haben. Sie haben mit allem, was sie hatten dafür gearbeitet. Ich gratuliere zu diesem Sieg. Wenn wir das Spiel analysieren, sehen wir doofe Aktionen von uns und verlegte Freiwürfe. Aber wir hatten eine schöne Saison mit Höhepunkten, vor allem gegen Göttingen war es toll.

Ich wünsche allen Menschen, die in Trier für diese Sportart leben und täglich alles dafür tun, dass es bald wieder positive Nachrichten gibt. Ich kann mitfühlen, weil ich in ähnlichen Situationen war. Das Leben geht weiter, und für die gesamte Sache werden auch wieder bessere Tage kommen."

Henrik Rödl (TBB Trier): "Glückwunsch an Silvano zu einer wieder einmal sehr guten Saison. Mit diesem Budget und dieser Mannschaft so problemlos die Klasse zu halten ist eine sensationell Leistung. Ich habe immer großen Respekt vor der stabilen Leistung dieses Vereins. Davon können sich viele was abschneiden.

Ich bin auch heute Abend wieder stolz auf mein Team, es hat großen Spaß gemacht, in dieser schwierigen Zeit zusammen mit der Mannschaft zu arbeiten. Ich freue mich, dass wir einen positiven Abschluss finden und den Fans etwas zurück geben konnten - die Stimmung war toll. Es gab am Ende sehr bewegende Momente. Man kann nur hoffen, dass Trier bald wieder in der ersten Liga spielt."

Harris (8), Dahlem (0), Lukovic (8), Schmidt (8), Fritzen (0), Mönninghoff (2), Samenas (18), Breiling (0), Vrabac (1), Bucknor (22), Kramer (10), Anderson (12).

 

Pressemitteilung: TBB Trier, Text: Tom Rüdell.



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