TBB Trier

Die Wellen-Wölfe

TheBloob am 29.04.2015 um 19:41

Zu ihrem letzten Heimspiel in 25 Jahren Beko BBL-Geschichte erwartet die TBB Trier am Donnerstag, 30. April (Tip Off: 20:00 Uhr) die "Wölfe aus Weißenfels", den Mitteldeutschen BC. Das ist nicht ohne Symbolcharakter, denn die Wölfe sind nachweislich eine der spannendsten Mannschaften der Liga – historisch wie aktuell.

Liveübertragung auf telekombasketball.de ab 19:45 Uhr – Volksbank Trier unterstützt im Rahmen der Aktion “BE GREEN!” die Jugendarbeit der TBB Trier mit 50 Cent pro grün gekleidetem Besucher! – Tickets: Hotlines 0651-9790777 und 00352-20301011, www.tbb-trier.de/tickets sowie an über 500 Vorverkaufsstellen von Ticket Regional. – Die Arena Trier öffnet um 18:00 Uhr. Die Arena-Theken bleiben nach dem Spiel länger geöffnet.

Wer sich mit der Geschichte des MBC befasst, kommt nicht an deren schwärzester Stunde – und damit gleichzeitig ihrer hellsten – vorbei: In der Saison 2003/04 musste der Club, der seit 1999 in der höchsten deutschen Spielklasse vertreten war, Insolvenz anmelden, gewann aberwitzigerweise aber im gleichen Jahr noch mit der FIBA Euro Cup Challenge einen europäischen Wettbewerb – als damals erst zweiter deutscher Verein nach ALBA BERLIN (Korac Cup), später kam noch Göttingen dazu (Euro Challenge). Dann kam der freie Fall ins bisher tiefste Wellental: Bis in die Regionalliga musste der MBC absteigen. Doch die Wölfe bissen sich wieder nach oben: direkter Aufstieg in die 2. Liga Nord, zweimal Vizemeister, 2009 Meistertitel in der Pro A und Wiederaufstieg in die Beko BBL – eine klassische “Cinderella-Story”, wie es im Sportjournalismus so gerne heißt.

Im Oberhaus ist der MBC aus Weißenfels im Burgenland seitdem ein klassischer Abstiegskandidat: Kleine Stadt, überschaubares Budget, ebenso übersichtliche Sponsorenlandschaft. Die Wölfe kümmert dieser Pessimismus nicht, was sicher auch an ihrer Philosophie liegt: Es sei egal, ob sie oben in der Pro A oder im unteren Mittelfeld der Beko BBL mitspielten, solange sie spielten, sagte Wölfe-Manager Martin Geissler einmal sinngemäß. Mit dieser Einstellung steckte man in Weißenfels auch den Abstieg 2010/11 weg, wieder war “Beißen” angesagt. Und diesmal schafften die Wölfe unter Kulttrainer Silvano Poropat den direkten Wiederaufstieg.

Poropat, der erst kürzlich seinen Vertrag um weitere fünf(!) Jahre bis 2020 verlängerte, ist der Mann, der den Wölfen bisher verlässlich die Abstiegssorgen genommen hat: In der letzten Saison stand bis kurz vor Schluss sogar Playoff-Platz 8 zu Buche – erst die TBB verdarb dem MBC den Traum, unter anderem weil Jermaine Anderson in der Stadthalle Weißenfels eiskalt 12 von 12 Freiwürfen versenkte.

Ebenso wie die Geschichte der Wölfe verläuft auch ihre aktuelle Saison in Wellen: Ein Traumstart mit sieben Siegen in den ersten neun Spielen machte die “ewigen Absteiger” in den Augen der Fans kurzzeitig sogar zum sicheren Playoff-Team. Doch das Tal ließ nicht lange auf sich warten: Es folgte eine Serie aus zehn Niederlagen, zwei Siegen und nochmal sechs Niederlagen am Stück, der MBC war zurück im Strudel.

Doch die Wölfe fingen sich – wie zu erwarten. Mit fünf Siegen aus den letzten sechs Spielen belegen sie sicher Tabellenplatz 12. Damit lässt sich in Trier befreit aufspielen.

Auffälligster Wölfe-Akteur ist der deutsche Rookie Christian Standhardinger. Der 25-jährige kam von der University of Hawaii ins Burgenland und war maßgeblicher Bestandteil des Traumstarts: zweistellige Punktzahlen in den ersten acht Spielen und aktuell immer noch 10.2 im Schnitt sprechen deutlich für den Small Forward. Ein weiterer Rookie leitet das Weißenfelser Spiel: Frantz Massenat von der Drexel University verteilt 3.9 Assists pro Spiel und erzielt dabei selbst noch 10 Punkte. Sein Gegenpol: Der serbische Routinier Djordje Pantelic – ein mit allen Wassern gewaschener Power Forward mit 6.7 Rebounds auf dem Zettel. Besonderes Augenmerk dürfte bei der Trierer Defense auf Patrick Richard liegen, und das liegt am Hinspiel zur heutigen Partie: Die Glückwunsch-SMS an Jermaine Anderson nach dessen zwei Wahnsinnsdreiern in Folge zum 72:72 war schon getippt, aber nicht verschickt – da ballerte Richard den Dreier zum 75:72 gegen den Mann rein. Das Spiel endete 77:74.

 

Pressemitteilung: TBB Trier, Text: Tom Rüdell



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