TBB Trier

TBB Trier verliert 78:83 gegen ratiopharm ulm

TheBloob am 25.04.2015 um 11:50

Die TBB Trier hält ihr Heimspiel gegen ratiopharm ulm am Freitag lange offen, verliert am Ende aber mit 78:83 verloren. Damit steht die TBB Trier nach dem durch die Insolvenz verursachten Punktabzug rechnerisch als zweiter Absteiger aus der Beko BBL (neben den Crailsheim Merlins) fest. - "Ich bin stolz auf die letzten fünf Jahre!" - Jermaine Bucknor Topscorer mit 14 Punkten.

16 Sekunden vor Ende war die Partie entschieden - erst dann konnte Nationalspieler Per Günther sein Team ratiopharm ulm mit einem Freiwurf uneinholbar auf 78:83 davonschießen, den nächsten Rebound schnappte sich sein Teamkollege Team Ohlbrecht. Trier hatte sich nach schwachem Start mit Zähnen und Klauen gegen die drohende Niederlage (und den damit verbundenen Abstieg) gestemmt, hatte nach einer Saison voller Nackenschläge alles gegeben. Aber es reichte nicht gegen eine Ulmer Mannschaft, die vor allem im Rebound ihre Überlegenheit ein ums andere Mal ausspielen konnte.

Ulm war schnell in Führung gegangen, vor allem der wieselflinke und sprunggewaltige Will Clyburn stellte Trier vor arge Probleme (0:7, 2:9), auch Tim Ohlbrecht ließ es zum 2:11 erstmals ordentlich krachen - Auszeit Trier. Die half nur im Ansatz, die TBB musste sich ihre Punkte hart verdienen; Ulms Center Ian Vougioukas dominierte gemeinsam mit Ohlbrecht die Zone. Zwei Dreier in Folge von Samenas brachten endlich ein wenig mehr Schwung ins Trierer Spiel, dennoch endete das erste Viertel mit 14:27, Vougioukas hatte ein schönes Zuspiel von Jaka Klobucar verwertet.

Im zweiten Viertel fand Trier schließlich wie schon so oft über seine Verteidigung ins Spiel: Die "Zone" erzwang Ulmer Ballverluste, vorne brachte unter anderem Jermaine Bucknor mit einem sehenswerten Alley Oop-Anspiel auf Laurynas Samenas das Publikum ins Spiel: 21:29 und Stimmung in der Arena. Die wurde dann sukzessive immer noch besser: Ein Korbleger von Stefan Schmidt mit Foul von Isaiah Fillmore zum 28:32 wurde frenetisch bejubelt - auch wenn der Bonusfreiwurf sein Ziel verfehlte. Trier hat den Ausgleich noch vor der Halbzeit auf der Hand, doch Ulm wusste sich zu helfen: Per Günther markiert in den richtigen Momenten erst den Dreier zum 30:40, dann zwei Freiwürfe zum 36:44-Pausenstand.

Trier kämpfte in einer immer noch nervösen Partie weiter vorbildlich gegen den auf dem Papier besseren Gegner - und schmolz den Rückstand Zug um Zug ein. Ein Dreier und ein schönes Solo von Harris brachten das 44:52, ein Dreier von Anderson das 47:52 und eine Ulmer Auszeit. Das Highlight des Abends gelang Mathis Mönninghoff zum Auftakt ins vierte Viertel: Ein Vierpunktspiel zum 60:61. Doch die Führung wollte an diesem schicksalhaften Abend einfach nicht gelingen, zu punktgenau kamen die Ulmer Antworten auf Trierer Stärkephasen. Der 67:67-Ausgleich durch Dennis Kramer nach schönem Anspiel von Anderson hätte fünf Minuten vor Spielende die späte Wende markieren können. Doch in der Schlussphase nahm erst Ian Vougioukas mit vier Punkten in Folge das Heft wieder in die Hand (67:71), dann übernahm Per Günther, der sich auch durch einen offenen Dreier von Kramer zum 72:74 nicht beeindrucken ließ. Der Point Guard der Deutschen Nationalmannschaft führte sein Team sicher durch die crunch time und sorgte mit seinen Freiwürfen für den 78:83 Endstand.

Trier ist damit 16 lange Sekunden vor Ende des Spiels aufgrund des Punktabzugs rechnerisch abgestiegen - doch die Trierer Fans singen zum Abschluss "Wir sind stolz auf unser Team" und "Nur ein Jahr, dann sind wir wieder da".

Die TBB hat noch zwei Spiele vor sich: Bereits am Sonntag geht es nach Braunschweig (Tip Off: 17:00 Uhr). Am Donnerstag, den 30. April steht dann das letzte Heimspiel in der Beko BBL an, Gegner ist der Mitteldeutsche BC (Tip Off: 20:00 Uhr).

Für die TBB: Harris (12), Dahlem (n.e.), Lukovic (10), Schmidt (4), Fritzen (n.e.), Mönninghoff (4), Samenas (10), Breiling (n.e.), Vrabac (4), Bucknor (14), Kramer (7), Anderson (13).

Henrik Rödl (Headcoach TBB Trier): "Ich bin natürlich sehr enttäuscht über diese Niederlage und den damit feststehenden Abstieg. Aber ich möchte betonen, dass die Mannschaft gekämpft hat, dass ich stolz darauf bin, wie sie sich präsentiert hat. Wir haben leider in der Anfangsphase nicht ins Spiel gekommen, das ging dann übe Leidenschaft und Kampf, so dass wir die Partie offen halten konnten. Ich blicke auf fünf Jahre zurück, in denen wir viele gute Sachen gemacht haben. Ich bin stolz auf das, was wir in vielen Bereichen auf die Beine gestellt haben. Und ich bin traurig, dass es zu Ende geht, aber das kann man nicht mehr ändern. Ich wünsche Thorsten und seiner Mannschaft viel Erfolg in den Playoffs."

Thorsten Leibenath (Headcoach ratiopharm ilm): "Wie so oft ist es in Trier sehr schwer für uns gewesen. Ich bin froh, dass wir gewonnen haben Wenn wir verloren hätten, hätten wir uns nicht beschweren dürfen, Trier hat aufopferungsvoll gekämpft, war in den meisten Bereichen ebenbürtig, in manchen vielleicht sogar besser. Das Rebounding hat den Ausschlag gegeben, da haben wir einen guten Job gemacht. Wir haben uns schon öfter nach einem guten Start zu sicher gefühlt und dabei den Gegner vergessen - einen Gegner der kämpft. Wir fangen dann an behäbig und arrogant zu spielen, und so passieren 21 Ballverluste. Triers Defense ist gut - aber das ist nicht ansatzweise unser Anspruch. Wir hatten am Schluss die richtigen Spieler auf dem Feld, Per ist eminent wichtig für uns. Insgesamt war das keine gute Leistung, wir sind froh, gegen eine gute Trierer Mannschaft gewonnen zu haben."

Zuschauer: 3484.


Pressemitteilung: TBB Trier, Text: Tom Rüdell.



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