TBB Trier

Das beliebteste Auswärtsspiel

TheBloob am 18.04.2015 um 19:45

Zwei Spiele an einem Wochenende: Die TBB Trier tritt am Sonntag bei Phoenix Hagen an – „Richtiges Training war unmöglich, aber wir werden sehen, was passiert“ – Hagens Topscorer Bell fällt aus – Tip Off ist um 17:00 Uhr, Telekom Basketball übertragt live ab 16:45 Uhr

 

“Kämpfen Trier” – Ein Tag nachdem die TBB Trier Insolvenzantrag gestellt hatte, prangten diese Worte ganz oben in der Hagener Enervie Arena, besser bekannt unter ihrem alten Namen Ischelandhalle. Oben auf dem „Heuboden“, wo die lautesten Fans von Phoenix Hagen sitzen. Und früher die von Brandt Hagen und SSV Hagen, dem Gründungsmitglied der Bundesliga.

Das Banner des Fanclubs „Tornados Hagen“ bildete den Auftakt einer Welle der Solidarität, die über den in Zahlungsschwierigkeiten geratenen Bundesligisten von der Mosel schwappte.

 

Nicht nur deshalb reist die TBB am Sonntag gerne in die Basketball-Hochburg Hagen. Kein anderes Team der Liga ist in diesem Jahr so gastfreundlich, was die Überlassung der Punkte angeht. In der Heim-Tabelle belegt

Phoenix den letzten Platz, nur zwei Siege wurden in der Enervie Arena eingefahren. Schaut man genauer hin, wird es noch deutlicher: Einer der beiden Siege wurde am grünen Tisch erzielt, weil die Crailsheim Merlins im Schneechaos feststeckten und gar nicht antreten konnten.

 

Auswärts hingegen ist man deutlich stärker. Neun Siege wurden in der Fremde eingefahren, nur ALBA BERLIN und der FC Bayern gelangen mehr. Nicht erfolgreich war man allerdings an der Mosel, im Hinspiel siegte die TBB 75:62. Gelingt Phoenix nun die Revanche oder bleibt der Fluch in eigener Halle bestehen?

 

Geht es nach Ingo Freyer, wird es wohl zu einem Heimsieg kommen. Der Phoenix-Coach steht seit 2007 an der Seitenlinie der Hagener und ist damit der dienstälteste Trainer in der Beko BBL.

 

Die Hagener haben einen vergleichsweise kleinen Kader, der Ruhrpott-Club muss sparen. Die sechs Ausländer-Plätze müssen mit Bedacht besetzt werden, jeder der US-Amerikaner muss konstant gute Leistungen abliefern. Das funktioniert auch in diesem Jahr gut, besonders David Bell zeigte sich offensiv wieder in unbestechlicher Form. 17.7 Punkte erzielt der Point Guard, dazu kommen 3.8 Assists. Bell fällt nach einer Ellenbogen-Operation allerdings für den Rest der Saison aus. Auf der Flügelposition spielt Larry Gordon (13.7 Punkte, 5.8 Rebound). Im Hagener Kader fehlt ein echter Center, auch hier war man sparsam – jeder Zentimeter kostet Geld. Um die Rebounds muss man sich trotzdem keine allzu großen Sorgen machen, Keith Ramsey (11.3 Punkte, 6.4 Rebounds, 1.2 Blocks) und Dino Gregory (9.1 Punkte, 5.0 Rebounds, 1.4 Blocks) strahlen Präsenz unter den Körben aus. Ramsey, der bereits von 2012 bis 2014 im Hagener Kader stand, war zu Saisonbeginn noch in Polen, kehrte im Dezember aber zu Phoenix zurück. Todd Brown (11.7 Punkte, 3.4 Rebounds) und Zamal Nixon (10.5 Punkte 3.5 Assists) scoren ebenfalls zweistellig.

 

Die Deutschen spielen im Hagener Kader eine eher untergeordnete Rolle, dafür setzt man auf die eigene Jugend. Hier ist besonders Niklas Geske hervorzuheben. Der Aufbauspieler hat in der aktuellen Spielzeit einen großen Sprung gemacht, leitet den Spielaufbau souverän. Er setzte auch das Hagener Highlight der Saison: Im Spiel bei medi bayreuth traf er den Buzzerbeater von deutlich hinter der Mittellinie zum 73:76-Sieg.

 

Wie immer spielt Hagen sehr schnellen Offensivbasketball und erzielt im Schnitt 80.3 Punkte, kassiert mit 83,9 Zählern aber auch die drittmeisten.

 

Henrik Rödl: „Hagen spielt extrem schnellen Basketball, sie sind sehr klein, sehr athletisch und werfen gut. Sie versuchen einen mit verschiedenen Verteidigungen aus der Ruhe zu bringen. Das wird ein ganz anderes Spiel als gegen Frankfurt, Hagen hat eine komplett andere Spielweise. Wir müssen schnell umschalten und mit hoher Aufmerksamkeit spielen, weil sie viele Dinge verändern und immer attackieren. Wir haben im Hinspiel sehr gut gespielt, aber Hagen ist gut drauf, sie haben nur knapp in Berlin verloren.“

 

Nach dem gestrigen Spiel gegen Frankfurt ist die Vorbereitung auf das Spiel schwierig: „Richtiges Training ist da unmöglich. Wir sprechen ein paar Sachen durch, aber das reicht natürlich nicht. Hagen hat schon am Mittwoch gespielt, sie haben also deutlich mehr Zeit sich zu erholen und vorzubereiten, das macht schon einen Unterschied.“

 

Pressemitteilung: TBB Trier, Text: Dennis Nathem



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