Telekom Baskets Bonn

Bonner Generalprobe gelungen

_Tigger am 18.10.2004 um 23:24

Die Saison kann losgehen. Das war jedenfalls die einhellige Meinung der rund 1.000 Fans im Sportpark Pennenfeld, die Zeuge des letzten Testspiels der Telekom Baskets vor dem Beginn der Bundesliga waren. Zu Gast war Ligakonkurrent Trier, der mit einem deutlichen 88:73 (46:31) besiegt werden konnte. Ein Erfolg, der so nicht zu erwarten war, denn die Moselstädter hatten trotz Verletzungsproblemen in den letzten Tagen die Teams von RheinEnergie Köln und Bayer Leverkusen schlagen können.

Die Baskets zeigten sich jedoch wenig beeindruckt. Mit mit viel Einsatz, aber vor allem mit Spielwitz dominierten die Bonner fast das gesamte Spiel. Dabei spielte sich vor allem ein Akteur bereits beim ersten öffentlichen Auftritt in Bonn in die Herzen der Fans. Neuzugang Branko Milisavljevic sorgte mit acht Assists für spontanen Jubel und Standing Ovations auf der Tribüne. In der Manier eines Quarterbacks im American Football setzte der serbische Pointguard seine Mitspieler in Szene. Egal ob es der lange Pass von der eigenen Grundlinie bis zum Korb des Gegners war, wo Altron Jackson nur noch per Dunking verwandeln brauchte, oder der tödliche Pass zum vorher freigelaufenen Aleksandar Djuric: Milisavljevic hatte stets das richtige Auge für seine Mitspieler.

So liefen die Gäste aus Trier mit den Ex-Baskets Brian Brown und Detlev Musch dem schnellen Bonner Spiel zumeist hinterher. Rasch hatten die Baskets im ersten Viertel den Grundstein des Erfolgs gelegt, als man die ersten zehn Minuten mit 22:11 für sich entscheiden konnte. Bis zur Pause vergrößerte sich der Abstand auf 15 Punkte (46:31), der nach dem Seitenwechsel sogar noch auf 23 Punkte ausgebaut werden konnte (68:45, 27.). Kristaps Janicenoks machte in dieser Phase die meisten seiner Insgesamt 19 Punkte, von denen er 15 von jenseits der Dreipunktelinie erzielte. Fünf von sechs "Dreiern" des lettischen Nationalspielers fanden ihr Ziel.

Ebenfalls stark: Altron Jackson mit 15 Punkten und sechs Rebounds, Oluoma Nnamaka mit 13 Punkten (100% Trefferquote!) und acht Rebounds und Center Aleksandar Djuric, der 16 Zähler beisteuern konnte. Bei Trier überzeugte am meisten Brian Brown, der 23 Punkte erzielen konnte, sich aber auch fünf Ballverluste leistete.

Alles in allem sahen die Fans eine gelungene Generalprobe ihres Teams, die Lust auf den Saisonbeginn in vier Tagen gegen Aufsteiger Tübingen machte. Wenn da nicht die Verletzung von Peter Huber-Saffer gewesen wäre. Zu Beginn des letzten Viertels zog sich der Bonner Center erneut genau die Verletzung zu, die ihn bereits in der letzten Saison kurz vor den Playoffs außer Gefecht setze. Mit Verdacht auf Abriss des Innenbandes im linken Knie wird Huber-Saffer die ersten Saisonspiele nur von der Bank beobachten können.

Zurzeit ebenfalls angeschlagen ist Martin Mihajlovic, der ausgerechnet an seinem 23. Geburtstag wegen einer starken Erkältung das Bett hüten musste.

Bonn: Simon 2, Nadjfeji 10, Nnamaka 13, Janicenoks 19 (5 Dreier), Jackson 15 (1), Milisavljevic 9 (2), Huber-Saffer 1, Djuric 16, Klepac 3.

Trier: Brown 23 (1), Vogel 4, Marsh 1, Dacevic 14, Gilllingham 12, Diarra 7, Musch 12.

Presseinfo: Telekom Baskets Bonn (Michael Mager)

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