TBB Trier

Ein besonderes Heimspiel

TheBloob am 27.03.2015 um 11:02

TBB Trier trifft am Sonntag um 20:00 Uhr auf die BG Göttingen – “An die Dinge glauben, die uns stark gemacht haben” – Liveübertragung auf telekombasketball.de ab 19:45 Uhr – ungewohnt später Spielbeginn wegen TV-Übertragung durch Sport1 – Volksbank Trier unterstützt im Rahmen der Aktion “BE GREEN!” die Jugendarbeit der TBB Trier mit 50 Cent pro grün gekleidetem Besucher! – Tickets: Hotlines 0651-9790777 und 00352-20301011, www.tbb-trier.de/tickets sowie an über 500 Vorverkaufsstellen von Ticket Regional. – Die Arena Trier öffnet um 18:00 Uhr.

 

Eigentlich stellen wir in den Vorberichten gerne den nächsten Gegner in den Mittelpunkt. Wie war die Saison des gegnerischen Teams, gab es Überraschungen? Wer sind die wichtigsten Spieler, wen sollte man als Zuschauer nicht aus den Augen lassen?

 

Mit dieser Gewohnheit wollen wir vor dem Heimspiel gegen Göttingen brechen. Die Ereignisse der letzten eineinhalb Wochen zwingen uns geradezu dazu, den Fokus auf unser Team zu richten. Am Donnerstagabend wurde die Mannschaft über den bevorstehenden Insolvenzantrag informiert. Bereits am Freitagmittag war Insolvenzverwalter Prof. Thomas B. Schmidt bei mit seinen Mitarbeitern in der Arena Trier, informierte das Team über die Situation und brachte erstmal eine Botschaft von der Liga mit: Die Spieler und Trainer mussten sich entscheiden, ob sie weiterspielen wollen, trotz der neuen Situation. Keine Spieler, keine Lizenz, machte die Liga klar.

 

Kurz hielten man den Atem an – sollte die 25-jährige Trierer BBL-Geschichte hier enden? Nach einigen Telefonaten mit den Familien war klar – nein. Die Mannschaft entschied sich, weiterzumachen, trotz finanzieller Einschnitte. Ein klares Bekenntnis für den Profibasketball in Trier.

Am Samstag dann das Spiel in Oldenburg. Der neue Tabellenletzte gegen den sechsten. Auf dem Parkett blendet die Mannschaft alles aus, spielt befreit und hochkonzentriert, am Ende steht der 60:80-Sieg, der höchste der Saison.

 

Unterstützung und warme Worte kamen in den letzten Tagen aus ganz Basketballdeutschland. Besonders an Göttingen, wo die Fans mitfühlen können. Die BG Göttingen war bereits von 2007 bis 2012 in der Beko BBL, es folgten die Insolvenz und der Abstieg. Der Neustart in der ProA gelang, mit Headcoach Johan Roijakkers stieg man im Sommer 2014 wieder auf.

Und hier ist man in dieser Saison die Überraschungsmannschaft der Liga. Mit einem sehr kleinen Etat machen die Niedersachsen sich noch berechtigte Hoffnungen auf die Playoffs. Dass sie wirklich jeden Gegner schlagen können, haben sie eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Hin- und Rückspiel gegen den FC Bayern München wurden gewonnen.

 

Die Kaderzusammenstellung verlief nicht ohne Risiko, umso besser harmoniert das Team von Johan Roijakkers. Auf den wichtigen Positionen wurden Spieler verpflichtet, die in der letzten Saison verletzt waren und gar nicht gespielt haben. So auch Khalid El-Amin, der unangefochtene Leader des Teams. Der Aufbauspieler kam mit reichlich NBA-Erfahrung, aber auch der Hypothek von Oberschenkel- und Achillessehnenriss und mittlerweile 35 Lenzen zu den Veilchen. Der Plan ging auf, El-Amin läuft wie ein Uhrwerk, liefert 14.2 Punkte und 4.9 Assists ab. Auch Raymar Morgan hatte eine Saison ausgesetzt, bevor er nach Göttingen kam. Und auch hier war das Vertrauen gerechtfertigt, Morgan bedankt sich mit 16.4 Punkten und 6 Rebounds pro Spiel.

Alex Ruoff war bereits in der zweiten Liga bei der BG, er hat den Aufstieg problemlos gemeistert. 14 Punkte gehen auf sein Konto, dazu 5.7 Assists, mehr schafft kein Flügelspieler in der Liga.

 

Göttingen ist das kleinste Team der Liga, im Schnitt 1.93 Meter groß. Nur drei Leute kann man überhaupt als „groß“ für Basketballerverhältnisse bezeichnen. Raymar Morgan, Harper Kamp (9.7 Punkte, 3.7 Rebounds) und Jamal Boykin (8.8 Punkte, 3.8 Rebounds) sind allesamt 2.03 Meter groß, nicht gerade Gardemaß unter den Körben.

 

Man darf gespannt sein, wie das Spiel ausgeht. Nicht nur, weil die TBB durch die ereignisreichen Wochen zusammengeschweißt ist, und alles für den Heimsieg geben wird. Auch das Hinspiel ging bereits an die Trierer, in Göttingen gelang der erste Auswärtssieg der Saison.

 

TBB-Headcoach Henrik Rödl: „Göttingen ist die Mannschaft der Stunde und auch des Jahres. Sie haben gerade zum zweiten Mal die Bayern geschlagen.

 

Zweimal gegen den Deutschen Meister zu gewinnen, das ist eine herausragende Leistung. Die Mannschaft ist mit vielen guten Guards gespickt, die von einem der besten Point Guards der Liga angeführt wird. Sie spielen sehr schnell, als müssen wir gut in die Verteidigung zurücklaufen.“

 

Der Trainer gibt eine klare Parole aus: „Wir müssen an die Dinge glauben, die uns in den vergangenen Wochen stark gemacht haben und auf den Heimvorteil bauen.“

 

Nicht nur wegen der aktuellen Situation ist dieses Heimspiel ein ganz besonderes. Am 28.03.1990, also am Samstag vor 25 Jahren, machte der TV Germania Trier mit einem 114:84-Sieg gegen den EOSC Offenbach den Aufstieg in die 1. Basketball-Bundesliga klar. Am Samstagabend findet ab 19:00 Uhr ein öffentliches Training mit einer kleinen Jubiläumsfeier statt. Neben einigen Spielern aus der 25-jährigen BBL-Geschichte wird auch der vorläufige Insolvenzverwalter Prof. Thomas Schmidt anwesend sein und für Fragen zur Verfügung stehen.

 

Pressemitteilung: TBB Trier, Text: Dennis Nathem



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