Giessen46ers
46ers machen Appettit auf mehr
Pucki am 23.09.2004 um 07:06
Die Gießen46ers haben auch ihr drittes Saisonvorbereitungsspiel gewonnen. Nach den Siegen gegen den Zweitligisten aus Düsseldorf und den belgischen Erstligisten Bree behielt die Mannschaft um Trainer Stefan Koch am Mittwochabend gegen den BBL-Rivalen EnBW Ludwigsburg mit 87:82 (47:36) die Oberhand. Die ursprünglich für 18:15 Uhr angesetzte Partie in der Sporthalle Ost begann erst mit einiger Verspätung. Die mit zwei Kleinbussen angereisten Ludwigsburger waren auf der Autobahn in einen Stau geraten und kamen erst gegen kurz vor 20:00 Uhr in der Halle an. Dort harrten immerhin noch rund 450 Besucher aus, die sich den ersten offiziellen Auftritt der 46ers nicht entgehen lassen wollten. Dass die Partie in der Sporthalle Ost zu diesem späten Zeitpunkt überhaupt noch zur Austragung kommen konnte, hatte man den Handballerinnen des TV Lützellinden und ihrem Trainer Dr. Jürgen Gerlach zu verdanken. Nach einer Anfrage von 46ers-Geschäftsführer Christian Maruschka verzichtete Dr. Gerlach nämlich auf die ihm nach 20:00 Uhr in der Osthalle zustehende Trainingseinheit, wofür sich Maruschka nach dem Spiel auch noch einmal recht herzlich bedankte.
Trotz der unschönen Verzögerung dürften sich die meisten Zuschauer nach der Partie zufrieden auf den Heimweg begeben haben. Vor allem im zweiten und dritten Viertel hatte das neue 46ers-Team Appettit auf mehr gemacht. Nach einem 17:23-Rückstand am Ende der ersten zehn Minuten läutete der ungemein sprunggewaltige und ein ums andere Mal leichtfüßig an seinen Gegenspielern vorbeiziehende US-Boy Lou Campbell mit acht Punkten binnen 120 Sekunden die beste 46ers-Zeit ein (27:26/13.). Als sich der in dieser Phase erstmals eingewechselte isländische Guard Logi Gunnarsson bei seinem Comeback mit einem Steal und einem erfolgreichen Dreipunktwurf glänzend einführte (33:30/16.), der erneut erfrischend selbstbewusst aufspielende Heiko Schaffartzik immer wieder den freien Mann fand und schließlich noch der vor wenigen Tagen verpflichtete Chuck Eidson zu großer Form auflief und im Angriff mit einer großen Abgeklärtheit ebenso überzeugte wie in der Defense, wo er stets den Braten roch, sprich die Passwege der Gäste antizipierte, lagen die Hausherren beim 54:38 (23.) recht deutlich in Führung.
Als dann etwas Sand ins 46ers-Getriebe kam, gab man den klaren Vorsprung zwar fast noch einmal aus der Hand (71:68/33.), doch auch "ohne Drei" (Phoenix, Mitchell, Terdenge fehlten verletzt) sowie mit einer in den letzten Minuten ganz kleinen Aufstellung (mit Anrin und Eidson auf den Centerpositionen) reichte es letztlich zu einem feinen Erfolg, der von einem Alley-Oop-Dunk des überragenden Eidson nach einem Campbell-Anspiel 40 Sekunden vor dem Ende gekrönt wurde.
Gießen46ers: Campbell (18 Punkte, 6 Rebounds, 3 Assists, 34 Minuten), Wane (8 Punkte, 6 Rebounds, 3 Steals, 22 Minuten), Eidson (29 Punkte, 76 Prozent Feldwurfquote, 7 Rebounds, 4 Steals, 4 Assists, 31 Minuten), Schaffartzik (5 Punkte, 6 Assists, 31 Minuten), Gunnarsson (5 Punkte, 9 Minuten), Anrin (9 Punkte, 4 Rebounds, 32 Minuten), Gavel (9 Punkte, 4 Ballverluste, 24 Minuten), Hartenstein (4 Punkte, 4 Rebounds, 15 Minuten).
EnBW Ludwigsburg: Green (10), Wilson (16), Kling, Drains (12), Anastasov, Kwiatkowski (14), Dragsic (16), Novak, Samanic (14).
Presseinfo: Gießen46ers
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Trotz der unschönen Verzögerung dürften sich die meisten Zuschauer nach der Partie zufrieden auf den Heimweg begeben haben. Vor allem im zweiten und dritten Viertel hatte das neue 46ers-Team Appettit auf mehr gemacht. Nach einem 17:23-Rückstand am Ende der ersten zehn Minuten läutete der ungemein sprunggewaltige und ein ums andere Mal leichtfüßig an seinen Gegenspielern vorbeiziehende US-Boy Lou Campbell mit acht Punkten binnen 120 Sekunden die beste 46ers-Zeit ein (27:26/13.). Als sich der in dieser Phase erstmals eingewechselte isländische Guard Logi Gunnarsson bei seinem Comeback mit einem Steal und einem erfolgreichen Dreipunktwurf glänzend einführte (33:30/16.), der erneut erfrischend selbstbewusst aufspielende Heiko Schaffartzik immer wieder den freien Mann fand und schließlich noch der vor wenigen Tagen verpflichtete Chuck Eidson zu großer Form auflief und im Angriff mit einer großen Abgeklärtheit ebenso überzeugte wie in der Defense, wo er stets den Braten roch, sprich die Passwege der Gäste antizipierte, lagen die Hausherren beim 54:38 (23.) recht deutlich in Führung.
Als dann etwas Sand ins 46ers-Getriebe kam, gab man den klaren Vorsprung zwar fast noch einmal aus der Hand (71:68/33.), doch auch "ohne Drei" (Phoenix, Mitchell, Terdenge fehlten verletzt) sowie mit einer in den letzten Minuten ganz kleinen Aufstellung (mit Anrin und Eidson auf den Centerpositionen) reichte es letztlich zu einem feinen Erfolg, der von einem Alley-Oop-Dunk des überragenden Eidson nach einem Campbell-Anspiel 40 Sekunden vor dem Ende gekrönt wurde.
Gießen46ers: Campbell (18 Punkte, 6 Rebounds, 3 Assists, 34 Minuten), Wane (8 Punkte, 6 Rebounds, 3 Steals, 22 Minuten), Eidson (29 Punkte, 76 Prozent Feldwurfquote, 7 Rebounds, 4 Steals, 4 Assists, 31 Minuten), Schaffartzik (5 Punkte, 6 Assists, 31 Minuten), Gunnarsson (5 Punkte, 9 Minuten), Anrin (9 Punkte, 4 Rebounds, 32 Minuten), Gavel (9 Punkte, 4 Ballverluste, 24 Minuten), Hartenstein (4 Punkte, 4 Rebounds, 15 Minuten).
EnBW Ludwigsburg: Green (10), Wilson (16), Kling, Drains (12), Anastasov, Kwiatkowski (14), Dragsic (16), Novak, Samanic (14).
Presseinfo: Gießen46ers
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