FC Bayern München

Der MVP heißt Malcolm Delaney

TheBloob am 24.04.2014 um 13:39

Der „Most Valuable Player“ der Bundesliga-Hauptrunde kommt diese Saison erstmals vom FC Bayern Basketball.

 

Als ihm der Geschäftsführer zu Wochenbeginn in seinem Büro persönlich die Nachricht überbrachte, „war er erst überrascht, denn persönliche Auszeichnungen sind eigentlich nicht sein oberstes Ziel“, berichtete Marko Pesic hinterher, „aber natürlich hat er sich sehr darüber gefreut“. Ein Grund zur Freude ist diese Nachricht auf jeden Fall, und jetzt ist sie auch offiziell: Malcolm Delaney, der Point Guard des FC Bayern Basketball, ist zum „Most Valuable Player“ (MVP) der Hauptrunden-Saison 2013/14 gewählt worden, also zum wertvollsten Spieler der bisherigen Spielzeit in der Beko BBL. Die MVP-Ehrung des 25-jährigen Amerikaners wird bei einem der ab 10./11. Mai anstehenden Playoff-Heimspiele der Bayern vorgenommen werden.

 

Der Spielmacher des Tabellenführers aus München folgt damit auf seinen Teamkollegen John Bryant, der in den beiden Jahren zuvor – damals noch im Ulmer Trikot – die Auszeichnung erhielt. Der FCBB-Regisseur kam auf 102 Punkte, Platz zwei belegte Reggie Redding (Berlin/80) vor Anton Gavel (Bamberg/52). Das Trio zählt zudem zum All-First-Team der Beko BBL, in das auch Angelo Caloiaro (Weißenfels) und D’Or Fischer (Bamberg) berufen wurden. Die Wahl nahm eine Expertenjury vor, die aus den Trainern und Kapitänen der 18 Bundesligateams sowie ausgewählten Medienvertretern bestand.

 

Malcolm Delaney ist jemand, der auf eine ganz spezielle Art und Weise „wertvoll“ sein will: als mannschaftsdienlicher Spielmacher, als echter Teamplayer eben (derzeit 4,8 Assists im Schnitt und 10,3 Punkte), der sich auch im Eifer des Gefechts am Wohl der Gruppe und den Vorgaben des Trainers orientiert. Dass die Experten diese Eigenschaft seines Spiels schätzen und anerkennen, freut ihn: „Ich bin stolz auf die Auszeichnung, aber ich denke, sie gehört mehr dem gesamten Team. Meine Statistiken sind in der BBL nicht so gut wie in der Euroleague, dort habe ich mehr gepunktet. Doch um in der BBL erfolgreich zu sein, ist es wichtiger, die anderen besser zu machen als nach eigenen Punkten zu gieren oder gute Statistiken zu haben. Das interessiert mich nicht. Ich bin hier, um das Team im Rhythmus zu halten.“

 

Auch Bayern-Coach Svetislav Pesic hebt diese Eigenschaft seines Point Guards hervor: „Malcolm hat sich sehr schnell in unsere Mannschaft integriert, nicht nur als Spieler, sondern auch als Persönlichkeit, und das ist für seine Position, die er ausfüllt, sehr wichtig“, sagt der 64-Jährige und ergänzt zu den Vorzügen Delaneys: „Er ist in der Lage, defensiv wie offensiv das Spiel zu prägen, das unterscheidet ihn von vielen anderen Spielern auf dieser Position. Gleichzeitig hat er noch Zukunft und befindet sich in einem Entwicklungsprozess, der noch nicht beendet ist.“

 

Malcolm Hakeem Delaney wurde zu Saisonbeginn von den Bayern verpflichtet, er kam von BK Budivelnik Kiew. Dort führte er sein Team mit durchschnittlich 14,7 Punkten und vier Assists zur Meisterschaft, ins Halbfinale des Eurocups – und wurde auch in der Ukraine zum MVP der Saison (sowie ins All-Eurocup-First-Team) gewählt. In der Saison davor feierte er in Frankreich mit Élan Chalon das Double aus Meisterschaft und Pokal, zudem reichte es in der EuroChallenge zum Finaleinzug. In den USA spielte Delaney vier erfolgreiche Jahre am College Virginia Tech; mehrere NBA-Teams beschäftigten sich dann im Sommer 2011 mit dem 1,91 Meter großen Guard. Die Aufnahme in einen NBA-Kader blieb jedoch aus, so dass Delaney nach Europa zog.

 

Diese Saison machte der Mann mit dem eleganten Sprungwurf besonders in der Euroleague auf sich aufmerksam, in der die Bayern in ihrem Debütjahr auch dank seiner Werte (13,9 Punkte, 4,5 Assists, 100 Freiwurftreffer bei 118 Versuchen) bis in die Top16 vordrangen. Nach dem Coup über Real Madrid (85:83) wurde er in der Euroleague sogar als erster Bayern-Profi überhaupt zum „MVP der Woche“ ernannt.

 

Keine Frage, der Athlet mit der schmalen Figur hat sich auch in neuer Umgebung durchgesetzt. Diese Widerstandsfähigkeit eignete er sich nach eigener Einschätzung früh in seiner Heimat an, bei der es sich um eine raue Gegend handelt. Woher Delaney stammt, ist in der Kabine über seinem Spind zu lesen: „Baltimore City, Maryland“ hat er dort handschriftlich verewigt.

 

Baltimore gilt als gefährliches Pflaster, „ich habe viel gesehen“, kann Malcolm Delaney berichten, „vor allem, wie mein Leben nicht verlaufen soll: stehlen, Drogen verkaufen, vielleicht sogar erschossen werden. Das war nicht das, was ich wollte“. Es seien jedoch „die richtigen Leute in meiner Nähe gewesen“, ergänzt er. In erster Linie natürlich seine Eltern: Die Mutter, eine gelernte Krankenschwester, die inzwischen als Tagesmutter arbeitet. Und sein Vater, ein früherer College-Basketballer, der Sozialarbeiter ist und zudem Kids Basketballtraining gibt; dazu sein älterer Bruder Vincent (28), seine Freunde.

 

In München versucht Delaney nun, unter der Anleitung von Svetislav Pesic der persönlichen Ehrung Erfolge des Teams folgen zu lassen. „Der Trainer verlangt sehr viel“, sagt Delaney über den Chefcoach, „er hilft den Spielern dadurch, ihre Grenzen neu zu setzen und größere Ziele zu erreichen. Das Geheimnis ist, wie hart wir jeden Tag arbeiten.“

 

Hinweis an die Redaktionen: Ein kurzes Video-Statement von Malcolm Delaney steht unter folgendem Link zum Download bereit (Quelle: #FCBB_live): http://bit.ly/1jSY1Wn.

 

Ein ausführliches Video-Interview mit Malcolm Delaney ist in der Halbzeit der Internet-Liveübertragung des Spiels gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg (Donnerstag, 24.4., 20 Uhr, Audi Dome) unter www.fcb-basketball.de/livestream zu sehen (sowie ab Freitag auf der Homepage des FCBB).


Pressemitteilung: FC Bayern München



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