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Novum im Profi-Sport - Ausländerregelungen geknackt

_Tigger am 26.05.2004 um 15:56

Erstmalig im deutschen Profisport hat ein aus Berufsjuristen zusammengesetztes Schiedsgericht der AG 2. Basketball-Bundesliga jede Form der sogenannten Ausländerquoten weitestgehend für unwirksam erklärt. Auf Antrag des Basketball-Zweitligisten ART Düsseldorf erklärte das Schiedsgericht der AG 2. Liga in seiner Sitzung am 11. Mai 2004 die Ausländerbestimmungen für unvereinbar mit höherrangigem Recht und damit für unwirksam.

Nach der neuen Regelung dürfen nunmehr uneingeschränkt und ohne zahlenmäßige Begrenzung Spieler sämtlicher Staaten eingesetzt werden, die arbeitsrechtliche Freizügigkeit durch Assoziierungs- oder sonstige Abkommen genießen. Faktisch bedeutet dies, dass jeder Berufssportler, der in Deutschland eine Arbeitserlaubnis als Berufssportler erhalten kann, auch uneingeschränkt und zahlenmäßig nicht limitiert in der 2. Basketball-Bundesliga eingesetzt werden kann. Ein Verein, der beispielsweise dann mit mehr als 2 US-Amerikanern - dies ist die gegenwärtige Regelung - spielen will, kann dies nach eigenem Ermessen tun.

ART Düsseldorf MAGICS-Geschäftsführer Gerald Wagener: "Wir kämpfen seit vielen Jahren für die weltweite Öffnung. Das Schiedsgericht der AG 2. Liga ist nunmehr unserer Rechtsauffassung gefolgt. Auch wenn es keine tatsächliche weltweite Öffnung geworden ist, dürfen zumindest Spieler aus fast allen Staaten der Welt nunmehr uneingeschränkt eingesetzt werden. Wir erwarten hierdurch nicht nur ein deutlich höheres Spielniveau, sondern auch eine fördernde Konkurrenzsituation für den Nachwuchs. Bisher haben deutsche Nachwuchsspieler sich keiner nennenswerten Konkurrenzsituation stellen müssen, da sie nicht nach ihrer Spielstärke, sondern vor allem nach ihrem Pass bewertet wurden. Einer Argumentation, dass diese Entscheidung die Jungendarbeit behindere, können wir hier nicht folgen. Wenn Konkurrenzausschluss zur Verbesserung der Leistung führen soll, wäre der "Trabant" auch das beste Auto der Welt gewesen, oder um ein basketballnäheres Beispiel zu bringen, im Umkehrschluss würde dies bedeuten, dass die NBA die schlechteste Liga der Welt wäre. Wir erhoffen uns von dieser Entscheidung des Schiedsgerichtes Signalwirkung auch für andere Ligen und vor allem für andere Sportarten." In einer zweijährigen Auseinandersetzung hatte der Erfurter Sportrechtler Thorsten Christ letztlich im Auftrag des ART Düsseldorf den Erfolg für die Rheinländer errungen.

Die mit gleichem Antrag gestellten Hilfsanträge, die die Spielberechtigung des kirgisischen Spieler Huseinjan Javrov erzwingen wollten, wurden konsequenterweise zurückgewiesen. Düsseldorfs Manager Kolja Bathow: "Das Verfahren zieht sich nunmehr seit einigen Jahren hin. Javrov hat bereits seit der letzten Saison einen Vertrag in Kasachstan. Wir haben die Hilfsanträge lediglich aus prozesstaktischen Gründen aufrecht erhalten. Da der Hauptantrag zu unseren Gunsten entschieden wurde, ist die Entscheidung im Hilfsantrag natürlich obsolet und ohne Konsequenz."

Presseinfo: Düsseldorf MAGICS GmbH

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