TSK Würzburg

Knappe Niederlage der X-RAYS gegen ALBA

Stefan am 09.04.2004 um 14:39

Dieses Mal wurde die kämpferische Leistung nicht belohnt: Vor 3.020 Zuschauern in der bis in den letzten Winkel gefüllten Carl-Diem-Halle lag der TSK Würzburg gegen den Deutschen Meister ALBA Berlin bereits mit 17 Punkten im dritten Viertel zurück, als die X-RAYS wie gegen Frankfurt und Bonn der eine Aufholjagd starteten. In der dramatischen Schlussphase der Partie verwandelte Berlins Top-Scorer Vladimir Petrovic (18 Punkte) die beiden entscheidenden Freiwürfe zum 78:81 (32:45)-Sieg des Tabellenführers erst 3,8 Sekunden vor Schluss. Der letzte Verzweiflungs-Dreier von Jason Perez prallte mit der Schlusssirene an den Ring. "Ich bin stolz auf den Kampfgeist meiner Mannschaft gegen eine starke Berliner Mannschaft, aber ALBA hat heute verdient gewonnen. Wir haben in der ersten Halbzeit zu viele Fehler gemacht", sagte X-RAYS-Headcoach Aaron McCarthy nach dem Spiel. So war es auch: Angetrieben von den begeistert mitgehenden Fans konnten sich die TSK-Akteure zwar in den ersten Spielminuten leichte Vorteile erarbeiten (6:2, 4. Minute), aber dann hatten sich die ALBA-Profis auf den Würzburger Hexenkessel eingestellt und fanden über eine konzentrierte Verteidigungsleistung zurück ins Spiel. Dass die "ALBAtrosse" nach den jüngsten Würzburger Erfolgen mit Respekt in die Partie gingen und frühzeitig die Entscheidung suchten, lässt sich unter anderem an der Tatsache ablesen, dass Berlins Headcoach Emir Mutapcic erst fünf Sekunden vor Ende des ersten Viertels zum ersten Mal einen Wechsel vornahm. Aaron McCarthy hielt dagegen und ließ seine "Starting Five" in den ersten zehn Minuten komplett durchspielen, mit einem knappen 16:19-Rückstand ging es in die erste Viertelpause.

Die Wende zu Gunsten der Gäste brachte der kleinste Akteur auf dem Feld: Im zweiten Viertel kam Mithat Demirel ins Spiel und sorgte mit acht Punkten in Folge (zwei Dreier) für den ersten zweistelligen Vorsprung des Tabellenführers (26:36, 17. Minute). Weil die Berliner in den Minuten vor der Pause noch intensiver verteidigten und bei den X-RAYS in dieser Phase wenig zusammenlief, konnte der Favorit mit einer 13-Punkte-Führung (32:45) in die Kabinen gehen. Auch zu Beginn des dritten Viertels sah alles so aus, als wäre die Partie bereits zu Gunsten der Gäste gelaufen. Ganze vier Würzburger Punkte ließ die ALBA-Verteidigung in den ersten vier Minuten nach der Pause zu, Berlin zog auf 17 Punkte davon (36:53, 25. Minute).

Es war X-RAYS-Kapitän Nils Mittmann, der mit einem Dreier zum 39:53 die Aufholjagd der Gastgeber einleitete. Igor Perovic (15 Punkte, alle in der zweiten Halbzeit) ließ einen weiteren Dreier zum 42:53 folgen, und auch das zuvor ruhiger gewordene Publikum war wieder da. Zwar konnten sich die Berliner durch 5 Punkte ihres Top-Scorers Vladimir Petrovic (18 Punkte) bis kurz vor Ende des dritten Spielabschnitts erneut auf 17 Punkte absetzen (48:65), aber dann traf Perovic seinen zweiten Dreier, und Dubravko Zemlic verwandelte einen Korbleger samt Bonus-Freiwurf zum 54:65. Drei Sekunden vor dem Ende des dritten Viertels hatte Zemljic sogar die Chance, noch weiter zu verkürzen, setzte aber beide Freiwürfe daneben.

Und noch einmal zogen die Berliner davon: Demirel und Nino Garris trafen zu Beginn des Schlussabschnitts zum 54:69. Und wieder schlugen die X-RAYS zurück: Dreier Jason Perez (20 Punkte), Sprungwurf Igor Perovic: 59:69 der Spielstand sechs Minuten vor der Schlusssirene, Auszeit ALBA Berlin. "Wir haben heute gegen eine sehr selbstbewusste Mannschaft gespielt. Ich bin nicht zufrieden, dass es am Ende noch einmal so eng geworden ist. Meine Mannschaft hat in der Schlussphase nicht mit dergleichen Intensität weitergespielt wie vorher", sagte ALBA-Trainer Emir Mutapcic nach der Partie. Bis zwei Minuten vor Schluss hielten die Gäste ihren zweistelligen Vorsprung durch Dreier von John Best und Nino Garris (65:77).

Aber die X-RAYS dachten gar nicht daran, aufzugeben, es folgte die hochdramatische Schlussphase: Dreier Ivo Kresta, 68:77. Dreier Igor Perovic: 71:77. Ein Berliner Wurf geht daneben, Ballbesitz X-RAYS, Igor Perovic wird gefoult und verwandelt 22 Sekunden vor Schluss beide Freiwürfe zum 73:77. Mithat Demirel trifft nur einen seiner Freiwürfe: 73:78. Dreier Ivo Kresta: 76:78 exakt 8,1 Sekunden vor der Schlusssirene. Auch DeJuan Collins trifft nur einen Freiwurf: 76:79. Dann trat Jason Perez 5,1 Sekunden vor Schluss an die Linie. Den ersten Freiwurf verwandelt er: 77:79. Den zweiten sollte er eigentlich daneben setzen, Chris Heinrich oder Ivo Kresta sollten sich den Rebound schnappen und versuchen, den Ausgleich zu erzielen.

"Das war der Plan, aber wir haben im Moment soviel Wurfglück, dass sogar solche Dinger reinfallen", schmunzelte Aaron McCarthy. Auch der zweite Freiwurf von Perez fiel also durch den Ring: 78:79. Nach einem weiteren taktischen Foul der X-RAYS trat dann Vladimir Petrovic an die Freiwurflinie und verwandelte 3,8 Sekunden vor der Sirene beide Würfe zum 78:81. Zwar kam Jason Perez nach einem langen Pass noch einmal in Ballbesitz und schickte hart bedrängt einen Verzweiflungs-Dreier aus sieben Metern Richtung Berliner Korb, aber diesmal reichte das Wurfglück nicht mehr: Der Ball prallte an den Ring, die Siegesserie in der Carl-Diem-Halle war vorbei.

"Hauptsache gewonnen", sagte Emir Mutapcic: "Würzburg hat in den letztenWochen hervorragenden Basketball gespielt. Mein Respekt für den Einzug in das TOP4. ALBA ist nicht dabei", zollte der Berliner Coach den Leistungen des TSK Würzburg nach dem Spiel seine Anerkennung.

Aaron McCarthy: "Nach drei knappen Siegen zuhause haben wir jetzt knapp verloren. Gratulation an Berlin, sie haben verdient gewonnen. Meine Mannschaft hat heute zu viele Fehler gemacht, dadurch wurde der Abstand zu groß. Ich bin aber stolz auf die kämpferische Leistung in der zweiten Halbzeit gegen eine starke Berliner Mannschaft."

Spielfilm: 6:2 (4. Minute), 10:12 (8.), 16:17 (10.), 24:28 (14.), 26:36 (17.), 30:36 (18.), 32:45 (Halbzeit), 36:53 (25.), 46:57 (27.), 48:65 (29.), 54:69 (33.), 63:71 (37.), 76:77 (40.), 78:81 (Endstand).

Punkte Würzburg: Jason Perez 20 (1 Dreier, 3 Assists), Ivo Kresta 18 (2 Dreier, 5 Rebounds), Igor Perovic 15 (3 Dreier, 5 Rebounds, 10 Assists), Dubravko Zemljic 12 (1 Dreier), Chris Heinrich 6 (8 Rebounds), Nils Mittmann 3 (1 Dreier, 6 Rebounds), Michael Moten 2, Butch Tshomba 2, Markus Hallgrimson.

Presseinfo: TSK Würzburg (Patrick Wötzel)

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Offiziell

BBL

# T P Diff
1 BAM 38:4 399
2 ULM 34:8 119
3 QUA 30:10 187
4 BER 30:12 217
5 WÜR 24:16 119
6 BHV 22:18 -35
7 FCB 22:20 85
8 BRA 22:20 -17
9 OLD 20:18 13
10 BON 18:22 -26
11 FRA 18:24 -105
12 TÜB 18:24 -32
13 BAY 16:24 -120
14 HAG 14:26 -189
15 GIE 14:28 -173
16 TRI 14:28 -107
17 LUD 12:30 -56
18 GÖT 4:38 -279

ProA

# T P W/L
1 MBC 32 16/3
2 KIR 30 15/5
3 CHE 26 13/8
4 CRA 26 13/8
5 PAD 22 11/8
6 DÜS 20 10/10
7 JEN 20 10/11
8 HEI 18 9/10
9 NÜR 18 9/11
10 EHI 18 9/11
11 KAR 18 9/12
12 ETB 16 8/11
13 CUX 16 8/11
14 SAA 12 6/15
15 LEI 8 4/16

ProB

Nord

# T P W/L
1 HAN 34 17/5
2 BRA 28 14/6
3 HER 28 14/7
4 VEC 28 14/7
5 SCH 26 13/8
6 DOR 24 12/9
7 RSV 22 11/11
8 WUL 20 10/12
9 WOL 18 9/12
10 WED 18 9/13
11 LEV 16 8/13
12 ALB 12 6/15
13 BRN 2 1/20

Süd

# T P W/L
1 GOT 29 15/5
2 LEI 28 14/6
3 NÖR 26 13/7
4 BSW 26 13/7
5 RHÖ 24 12/8
6 HAN 24 12/8
7 LAN 22 11/9
8 LIC 20 10/10
9 GÜS 18 9/11
10 FRA 12 6/14
11 WEI 6 3/17
12 GIE 4 2/18

Alternativ

BBL

# T P W/L
1 BAM 38 19/2
2 ULM 34 17/4
3 QUA 30 15/5
4 BER 30 15/6
5 WÜR 24 12/8
6 BHV 22 11/9
7 FCB 22 11/10
8 BRA 22 11/10
9 OLD 20 10/9
10 BON 18 9/11
11 FRA 18 9/12
12 TÜB 18 9/12
13 BAY 16 8/12
14 HAG 14 7/13
15 GIE 14 7/14
16 TRI 14 7/14
17 LUD 12 6/15
18 GÖT 4 2/19

ProA

# T P Diff
1 MBC 32:6 168
2 KIR 30:10 154
3 CHE 26:16 43
4 CRA 26:16 55
5 PAD 22:16 42
6 DÜS 20:20 45
7 JEN 20:22 5
8 HEI 18:20 57
9 NÜR 18:22 -24
10 EHI 18:22 -26
11 KAR 18:24 -61
12 ETB 16:22 -11
13 CUX 16:22 -69
14 SAA 12:30 -122
15 LEI 8:32 -256

ProB

Nord

# T P Diff
1 HAN 34:10 236
2 BRA 28:12 155
3 HER 28:14 70
4 VEC 28:14 97
5 SCH 26:16 128
6 DOR 24:18 48
7 RSV 22:22 -39
8 WUL 20:24 -54
9 WOL 18:24 -23
10 WED 18:26 -17
11 LEV 16:26 -123
12 ALB 12:30 -212
13 BRN 2:40 -266

Süd

# T P Diff
1 GOT 30:10 178
2 LEI 28:12 122
3 NÖR 26:14 90
4 BSW 26:14 54
5 RHÖ 24:16 116
6 HAN 24:16 41
7 LAN 22:18 35
8 LIC 20:20 5
9 GÜS 18:22 -94
10 FRA 12:28 -106
11 WEI 6:34 -146
12 GIE 4:36 -295
 

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