TSK Würzburg

X-RAYS fahren zum TOP4

Stefan am 12.03.2004 um 07:09

Die Sensation ist perfekt: Außenseiter TSK Würzburg hat am Donnerstag den deutschen Vizemeister GHP Bamberg niedergekämpft und mit einem 65:64-Sieg im Viertelfinale aus dem Pokal geworfen. Damit stehen die X-RAYS zum zweiten Mal nach 1999 im "TOP4" des deutschen Pokals, das in diesem Jahr am Wochenende 24./25. April in der Ballsporthalle in Frankfurt ausgetragen wird. Das 13. Frankenderby zwischen Würzburg und Bamberg wird den TSK-Fans sicherlich sehr lange in Erinnerung bleiben. Und zwar nicht nur wegen der Tatsache, dass den X-RAYS nach sieben Niederlagen in Folge gegen die Oberfranken endlich wieder ein Sieg gelang, sondern wegen der Art und Weise, wie die TSK-Akteure dem hohen Favoriten am Donnerstag in der mit 2.200 Zuschauern gefüllten Carl-Diem-Halle den Pokal-Garaus machten. "Wir werden heute von Anfang an aggressiv zur Sache gehen und den Bambergern das Leben so schwer wie möglich machen", hatten die Spieler und Headcoach Aaron McCarthy vor der Partie beteuert, und sie hielten ihr Versprechen: Von der ersten Sekunde an sahen sich die Bamberger, die ohne Nationalspieler Steffen Hamann (Grippaler Infekt) und Mike Nahar (Muselfaserriss) antreten mussten, dem Druck ausgesetzt, den sie normalerweise auf ihre Gegner ausüben und damit die Spiele für sich entscheiden.

Vor allem Center Chris Ensminger, vor sechs Wochen bei der Bundesliga-Partie an gleicher Stelle noch Matchwinner mit 21 Punkten und 17 Rebounds, hatte am Donnerstag einen schweren Stand gegen Chris Heinrich. Der Würzburger Neuzugang bewachte Ensminger auf Schritt und Tritt und ließ den Bamberger für jeden einzelnen seiner 15 Punkte hart arbeiten. Die Gäste, offensichtlich überrascht über das Engagement und die kämpferische Einstellung der X-RAYS, liefen im ersten Viertel von Beginn an einem leichten Rückstand hinterher.

Aber auch die Würzburger hatten keinen leichten Stand gegen die Verteidigung der Oberfranken. Spätestens nach den ersten zwanzig Minuten beim Stand von 33:33 war klar, dass die Zuschauer auch in der zweiten Halbzeit keine basketballerischen Leckerbissen, sondern einen echten Pokal-Fight sehen würden. Nach der Pause waren es zunächst die Bamberger, die in der Defensive noch entschlossener zu Werke gingen und so bis zur 30. Minute einen Fünf-Punkte-Vorsprung herausholten, den sie in den ersten drei Minuten des Schlussviertels gar auf zehn Zähler (48:58) ausbauten.

Wer gedacht hätte, damit sei für die X-RAYS die Messe gelesen, wurde schnell eines Besseren belehrt. Mit einer Auszeit rund sechs Minuten vor dem Ende leitete Trainer Aaron McCarthy die Wende ein. Mit einem 8:0-Lauf verkürzten die Hausherren auf 59:60 und konnten sich danach sogar einen Fehlpass von Ivo Kresta erlauben, den Rick Stafford zwei Minuten vor der Schlusssirene per Fastbreak zum 59:62 nutzen konnte.

Der Grund: Würzburgs Top-Scorer Dubravko Zemljic, der nach drei schnellen Fouls die ersten drei Viertel fast komplett auf der Ersatzbank schmoren musste, avancierte zum Matchwinner für die X-RAYS. Der Kroate erzielte 13 seiner insgesamt 15 Punkte im letzten Spielabschnitt und brachte dann in den letzten beiden Spielminuten die Halle zum Kochen. Nachdem Chris Ensminger beim Stand von 59:62 zwei Freiwürfe daneben setzte, traf "Zemo" im Gegenzug den Dreier zum Ausgleich.

Doch damit nicht genug: 62:64 stand auf der Anzeigentafel, als Zemljic exakt 8 Sekunden vor der Schlusssirene aus der linken Ecke einen weiteren Drei-Punkte-Wurf auf den Weg schickte, der mit Brett - und etwas Glück - in den Bamberger Korb fiel. Der letzte Korbleger-Versuch von Bambergs "Oldie" Derrick Taylor sprang vo Ring in die Hände von Ivo Kresta, und in der Halle brachen alle Dämme. Spieler, Trainer, Fans und Verantwortliche lagen sich minutenlang auf dem Spielfeld in den Armen, während die erfolgsverwöhnten Bamberger Anhänger mit hängenden Köpfen die Arena verließen.

"Das war die beste Verteidigungsleistung meiner Mannschaft in der gesamten Saison" jubelte Aaron McCarthy nach dem Spiel: "Wir haben heute auf dem Spielfeld härter gearbeitet als die Bamberger und deshalb verdient, wenn auch etwas glücklich, gewonnen." Der Gegner der Würzburger im Halbfinale steht auch schon fest: Am Samstag, 24. April spielen sie um 16:45 Uhr in der Frankfurter Ballsporthalle gegen RheinEnergie Köln um den Einzug ins Pokal-Finale.

Presseinfo: TSK Würzburg (Patrick Wötzel)

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Offiziell

BBL

# T P Diff
1 BAM 38:4 399
2 ULM 34:8 119
3 QUA 30:10 187
4 BER 30:12 217
5 WÜR 24:16 119
6 BHV 22:18 -35
7 FCB 22:20 85
8 BRA 22:20 -17
9 OLD 20:18 13
10 BON 18:22 -26
11 FRA 18:24 -105
12 TÜB 18:24 -32
13 BAY 16:24 -120
14 HAG 14:26 -189
15 GIE 14:28 -173
16 TRI 14:28 -107
17 LUD 12:30 -56
18 GÖT 4:38 -279

ProA

# T P W/L
1 MBC 32 16/3
2 KIR 30 15/5
3 CHE 26 13/8
4 CRA 26 13/8
5 PAD 22 11/8
6 DÜS 20 10/10
7 JEN 20 10/11
8 HEI 18 9/10
9 NÜR 18 9/11
10 EHI 18 9/11
11 KAR 18 9/12
12 ETB 16 8/11
13 CUX 16 8/11
14 SAA 12 6/15
15 LEI 8 4/16

ProB

Nord

# T P W/L
1 HAN 34 17/5
2 BRA 28 14/6
3 HER 28 14/7
4 VEC 28 14/7
5 SCH 26 13/8
6 DOR 24 12/9
7 RSV 22 11/11
8 WUL 20 10/12
9 WOL 18 9/12
10 WED 18 9/13
11 LEV 16 8/13
12 ALB 12 6/15
13 BRN 2 1/20

Süd

# T P W/L
1 GOT 29 15/5
2 LEI 28 14/6
3 NÖR 26 13/7
4 BSW 26 13/7
5 RHÖ 24 12/8
6 HAN 24 12/8
7 LAN 22 11/9
8 LIC 20 10/10
9 GÜS 18 9/11
10 FRA 12 6/14
11 WEI 6 3/17
12 GIE 4 2/18

Alternativ

BBL

# T P W/L
1 BAM 38 19/2
2 ULM 34 17/4
3 QUA 30 15/5
4 BER 30 15/6
5 WÜR 24 12/8
6 BHV 22 11/9
7 FCB 22 11/10
8 BRA 22 11/10
9 OLD 20 10/9
10 BON 18 9/11
11 FRA 18 9/12
12 TÜB 18 9/12
13 BAY 16 8/12
14 HAG 14 7/13
15 GIE 14 7/14
16 TRI 14 7/14
17 LUD 12 6/15
18 GÖT 4 2/19

ProA

# T P Diff
1 MBC 32:6 168
2 KIR 30:10 154
3 CHE 26:16 43
4 CRA 26:16 55
5 PAD 22:16 42
6 DÜS 20:20 45
7 JEN 20:22 5
8 HEI 18:20 57
9 NÜR 18:22 -24
10 EHI 18:22 -26
11 KAR 18:24 -61
12 ETB 16:22 -11
13 CUX 16:22 -69
14 SAA 12:30 -122
15 LEI 8:32 -256

ProB

Nord

# T P Diff
1 HAN 34:10 236
2 BRA 28:12 155
3 HER 28:14 70
4 VEC 28:14 97
5 SCH 26:16 128
6 DOR 24:18 48
7 RSV 22:22 -39
8 WUL 20:24 -54
9 WOL 18:24 -23
10 WED 18:26 -17
11 LEV 16:26 -123
12 ALB 12:30 -212
13 BRN 2:40 -266

Süd

# T P Diff
1 GOT 30:10 178
2 LEI 28:12 122
3 NÖR 26:14 90
4 BSW 26:14 54
5 RHÖ 24:16 116
6 HAN 24:16 41
7 LAN 22:18 35
8 LIC 20:20 5
9 GÜS 18:22 -94
10 FRA 12:28 -106
11 WEI 6:34 -146
12 GIE 4:36 -295
 

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