EWE Baskets Oldenburg

EWE-Coach Don Beck im Portrait

_Tigger am 10.03.2004 um 13:59

Aus Fehlern lernen – das gilt für Spieler genau wie für Trainer. Manchmal zieht man seine Schlüsse aber nicht nur aus eigenem Versagen, sondern auch aus Fehlern, die andere produzieren. "Einer meiner ersten Trainer hat Sachen gemacht, die ich nicht nachvollziehen konnte", erklärt Don Beck, Headcoach der EWE Baskets Oldenburg. "Dabei ging es gar nicht so sehr um unterschiedliche taktische Auffassungen, sondern um viel grundlegendere Dinge. Es ging um die Art, mit Spielern, also Menschen, umzugehen." Die Erfahrungen mit eben diesem Trainer gaben dem US-Amerikaner, der in New York geboren wurde, den entscheidenden Impuls, es selber als Coach zu versuchen – und vieles besser zu machen.

Seine eigene Laufbahn als aktiver Basketballer hatte mit knapp zehn Jahren begonnen. In diversen Schulteams erarbeitete er sich die spielerischen Grundlagen. "Ich hatte dann eine eigentlich gute Highschool-Karriere", blickt Don Beck zurück. Der heute 50jährige stieg im Jahr 1978 in das Trainer-Geschäft ein. Am Santa Barbara College war Beck als Assistenz-Trainer bis 1981 beschäftigt. Zwischen 1981 und 1990 folgten weitere Assistenz-Aufgaben am Bentley College sowie an der Rutgers University und der Fresno State University. Die Bezeichnung "Head Coach" hatte Beck schließlich 1989 als Trainer der Frauen-Mannschaft am Santa Barbara College und 1990 als Interims-Trainer an der Fresno State University inne.

Es folgte der Sprung nach Europa. Bereits in den Jahren als Assistenz-Coach in den Staaten hatte Beck mit mehreren Programmen Kontakt mit dem europäischen Basketball. Als Koordinator für internationale Scouting-Tätigkeiten oder als Organisator eines Jugend-Camps in Belgien – ganz neu war die europäische Basketball-Schule für Beck nicht. "Es ist schon ein Unterschied, ob man in den USA oder in Europa als Trainer beschäftigt ist. In den USA erhält man mehr Unterstützung in seiner Arbeit. Man hat mehr Assistenten an seiner Seite", weiß Beck, auch wenn er hinzufügt: "In Oldenburg ist es natürlich eine gute Situation, mit zwei Assistenz-Trainern zu arbeiten. Allerdings wird die Sache erst in der kommenden Saison besser, wenn Ralph Held nach Oldenburg zieht und wir unsere Arbeit intensivieren können."

Beim belgischen Erstliga-Club Sunair Oostende übernahm Beck von 1992 bis 1993 den Trainerposten. Hier lernte er es schätzen, mit einem Team zusätzlich zur nationalen Mannschaft auch an einem europäischen Wettbewerb teilzunehmen. "Das ist eine gute Erfahrung für jeden Spieler, sich mit internationalen Teams zu messen", mein Beck. "Wir werden in Oldenburg in der kommenden Saison sicherlich europäisch antreten – ich befürchte aber, dass wir in einer Gruppe landen, in der wir wenig Gegner aus warmen Gefilden haben", fügt Beck schmunzelnd hinzu. Nach einer Saison in Belgien kehrte Beck 1993 vorübergehend in die USA zurück. Bis ein Anruf aus Trier ihn erneut nach Europa zog – und bis heute außerhalb der USA bindet. "Es war eine gute Entscheidung, das Angebot anzunehmen. Ich mag die europäische Lebensweise", so Beck.

"Die Aufgabe in Trier war eine großartige Herausforderung. Ein Team vom Ende der Tabelle, mit einem wahrhaft überschaubaren Etat und einer ausbaufähigen Anzahl an Fans." Becks Augen verraten, mit wie viel Herzblut er in Trier am Werk war. Bis ins Jahr 2002 gelang es ihm immer wieder, mit bescheidenen Mitteln erstaunliche Erfolge zu feiern. Teilnahmen am Korac Cup und Saporta Cup, dreimalige Teilnahme am Finalturnier des deutschen Pokalwettbewerbs, Einziehen in die Play-Offs – Beck machte aus Trier eine Erfolgsgeschichte.

In Oldenburg soll eine solche unter seiner Regie ebenfalls geschrieben werden. Die ersten Kapitel sind verfasst. 2002 wechselte Beck zu den Baskets und schaffte auf Anhieb den Einzug in die Play-Offs. Tabellenplatz sechs war der bis dahin größte Erfolg in der Club-Historie. "Ich will mehr", kündigt Beck an. "Ich lebe für Basketball, und ich lebe für mein Team. Selbst wenn ich auf dem Golfplatz stehe oder Tennis spiele, denke ich letztlich doch immer daran, wie ich meiner Mannschaft weiterhelfen kann." In Oldenburg weiß Beck um die guten Voraussetzungen – und um die Perspektiven. "Wir können in dieser Stadt viel erreichen. Die Sponsorenlandschaft ist prima und arbeitet sehr solide. Das Umfeld stimmt, das Team macht Fortschritte. Und in der kommenden Saison werden wir mit unserem EWE Baskets-Center ganz neue Möglichkeiten haben." Die Bedeutung dieser Entwicklung könne man laut Beck nicht genug würdigen. "Dieses Center und die daraus resultierenden Verbesserungen für unsere tägliche Arbeit ist wichtiger als alles andere", betont er. Und das vor dem Hintergrund, dass "alles andere" in dieser Saison auch weitgehend gut läuft.

"Spieler, Trainer und Management müssen zusammenfinden und auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten" – das Motto in Don Becks Empfehlungsschreiben sagt eigentlich alles über den Baskets-Trainer. Dirk Bauermann, Headcoach bei GHP Bamberg und neuer Trainer der Deutschen Nationalmannschaft, formulierte es einmal so: "Warum hat die Trierer Mannschaft kontinuierlich mehr erreicht, als von ihr zu erwarten war?". Die Antwort lautete für Bauermann kurz und präzise: "Don Beck."

Presseinfo: EWE Baskets Oldenburg (TR)

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