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Kuczmann und Welp assistieren Bauermann

Sven am 05.03.2004 um 12:14

Der neue Bundestrainer der Herren-Nationalmannschaft, Dirk Bauermann, hat seine ersten "Personal-Entscheidungen" getroffen. Künftig werden ihm Achim Kuczmann und Christian Welp als Assistenztrainer zur Seite stehen. Beide kennt Dirk Bauermann bestens aus der gemeinsamen - und sehr erfolgeichen - Zeit bei Bayer 04 Leverkusen in der ersten Hälfte der 90er Jahre. Damals war Achim Kuczmann sein Co-Trainer und Christian Welp einer der Leistungsträger im Team. "Ich freue mich sehr, dass beide zugesagt haben und bin sicher, dass wir ein hervorragendes Team abgeben werden. Achim und Christian haben sehr viel Erfahrung, von der die Nationalspieler profitieren werden", so Dirk Bauermann.

Kurzporträt Achim Kuczmann
Der Name Achim Kuczmann ist untrennbar mit Bayer Leverkusen verbunden. Diesem Verein ist er als Spieler und Trainer seit über 40 Jahren treu. Im zarten Alter von sieben Jahren begann Achim Kuczmann seine Basketball-Karriere in der neu gegründeten Jugendabteilung der Leverkusener. Mit 16 Jahren holte ihn der damalige Trainer "Doc" Hagedorn in den Bundesliga-Kader. 14 Spielzeiten lang zog der Playmaker seine Kreise im Trikot der Riesen vom Rhein. In der Bundesliga kam der unspektakuläre, aber beständige Korbjäger zu 302 Einsätzen, ehe er im März 1984 seine Spieler-Karriere bei Bayer beendete. Es schlossen sich vier weitere aktive Jahre mit dem TuS 82 Opladen in Regionalliga und 2. Bundesliga an, dann war endgültig Schluss. Während seiner Karriere absolvierte Achim Kuczmann 25 Junioren-Länderspiele und 20 A-Länderspiele.

Der Übergang zum Trainer gelang fließend. Bereits 1986 hatte Achim Kuczmann als hauptamtlicher Trainer im Jugendbereich bei TSV Bayer 04 Leverkusen angeheuert. Im Oktober 1988 wurde er zum Chefcoach der Bundesliga-Damen und blieb auf diesem Posten bis 1994. In dieser Zeit agierte es auch zeitweise als Honorar-Bundestrainer der deutschen Damen-Nationalmannschaft.

Zu Saisonbeginn 1994/95 bot sich Achim Kuczmann die Chance in die BBL zu wechseln. Er wurde Co-Trainer zunächst unter Meistermacher Dirk Bauermann, später dann unter Calvin Oldham. Im Februar 2002 "rutschte" der engagierte Coach nach der Entlassung von Oldham dann für einige Wochen auf den Chefsessel. Mittlerweile ist er wieder in die "2. Reihe" zurück gekehrt und kümmert sich in der Regionalligamannschaft vornehmlich um die zahlreichen jungen Talente des Vereins.

Kurzporträt Christian Welp
Spätestens seit den Schlusssekunden des EM-Finales 1993 in der Münchener Olympiahalle ist Christian Welp für alle deutschen Basketball-Fans unvergesslich. Damals verwandelte er einen Pass von Kai Nürnberger zum Ausgleich und den anschließenden Freiwurf zum sensationellen 71:70-EM-Triumph der DBB-Auswahl gegen Russland.

Der mittlerweile 40jährige hat eine bewegte Basketball-Karriere hinter sich. Er begann 1974 in seiner Heimatstadt Osnabrück mit der Korbjagd und wurde bereits kurze Zeit später in die Junioren-Nationalmannschaft berufen. Nach dem Abschluss des Gymnasiums entschloss sich Christian Welp 1983 zum Sprung über den "großen Teich", spielte zunächst an der Bremerton High School im Bundessstaat Washington und anschließend bis 1987 für die Collegemannschaft der Washington Huskies in Seattle.

Im April 1984 debütierte der 213cm lange Center in der Nationalmannschaft und nahm an den Olympischen Spielen in Los Angeles teil (8. Platz). Im gleichen Jahr wurde Welp beim NBA-Draft an 16. Position von den Philadelphia 76ers gewählt. Nach starkem Auftakt in der härtesten Liga der Welt warf ihn eine schwere Knieverletzung weit zurück, so dass er nach eigener Aussage "nie wieder das Level wie zuvor" erreichte. Chrisstian Welp wurde 1989 zu den San Antonio Spurs und wenige Monate später zu den Golden State Warriors getradet, entschloss sich aber 1990 zur Rückkehr nach Europa. Allerdings nur sportlich, denn seine Wahl-Heimat blieben die USA, wo er seit langen Jahren mit seiner Familie (Frau Melanie und Söhne Collin und Nicholas) in der Nähe von Seattle lebt.

Es folgten überaus erfolgreiche Jahre im Trikot von Bayer Leverkusen (Meister 1991 bis 1996, Pokalsieger 1991, 1993, 1995). Mit der Nationalmannschaft und dem damaligen Trainer Svetislav Pesic gab es zeitweise einige Meinungsverschiedenheiten, so dass Christian Welp bei den Olympischen Sommerspielen 1992 fehlte. Rechtzeitig zur EM 1993 waren die Differenzen aber ausgeräumt, so dass es zur eingangs beschriebenen Szene kommen konnte. Christian Welp war der deutsche Basketball-Held, der er wegen seiner zurückhaltenden und ruhigen Art gar nicht sein wollte.

1996 suchte der bewegliche und auch aus der Distanz gefährliche Korbjäger noch einmal die Herausforderung im Ausland, als er beim griechischen Spitzenteam Olympiakos Piräus anheuerte. Dort erfüllte er sich 1997 mit dem Gewinn der Europaliga einen sportlichen Traum. Im Juni 1997 wurde Christian Welp dann für eine Spielzeit von ALBA Berlin verpflichtet. Dort feierte er einen weiteren Deutschen Meistertitel. Von Februar 1999 bis zum Saisonende spielte Christian Welp noch für den italienischen Zweitligisten Reggio Calabria, ehe er seine aktive Basketball-Karriere endgültig beendete.

Insgesamt 106mal spielte Christian Welp für die deutsche Nationalmannschaft und erzielte dabei 1.144 Punkte. Sein letztes offizielles Länderspiel absolvierte er am 03. Dezember 1997 im belgischen Aalst (EM-Quali, 72:70 für Deutschland). Im Sommer 2003 streifte er dann noch einmal das DBB-Trikot über, als es zur Feier des 10jährigen EM-Gewinns mit seinen alten Kameraden in Leverkusen gegen die aktuelle Nationalmannschaft ging. Mit Basketball ist Christian Welp in Verbindung geblieben. Momentan kümmert er sich als Trainer um die "big guys" am Edmonds Communitiy College.

Quelle: DBB aktuell 15/04 05.03.04 (Christoph Büker)

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