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Malik El-Tamer verstärkt Bremen

_Tigger am 19.02.2004 um 14:08

Verletzungssorgen kannten die Bremen ROOSTERS bislang in der Saison 2003/04 mit Ausnahme des Ermüdungsbruches von Joni Kaiser nicht. Das Team blieb dank der medizinischen Betreuung von Dr. Thomas Milde und Physiotherapeut Timo Boelkes vom Physioteam HB-Nord fit und stabilisierte sich in der Spitzengruppe der 2. Liga. Doch jetzt kommt es ganz dick für die ROOSTERS: Jan Rinck brach sich durch einen Sturz die Mittelhandknochen (2-4 Monate), René Lehnigk den Finger (4 Wochen), Claudio Cecotti knickte um (knöcherner Abriss, 4 Wochen) und zu allem Überfluss zog sich Niels Eckstein gegen Hagen noch eine Nackenverletzung zu – sein Start im Spiel gegen Wolfenbüttel ist fraglich. Damit gerät das Team in eine schwierige Situation – ohnehin unter dem Brett nicht gerade üppig ausgestattet, müssen die ROOSTERS nun ohne Rinck, Cecotti und evtl. Eckstein spielen, was die bisherigen Erfolge leicht negieren könnte. Doch Headcoach Ingo Enskat hadert nicht mit dem Schicksal: "Sicherlich ist unsere Situation schwierig, denn es kann leicht passieren, dass wir durch unsere Verletzungen Spiele verlieren werden. Doch wir werden als Team versuchen, alles zu geben und die Ausfälle zu kompensieren." Dies gelang den ROOSTERS in Essen bereits drei Viertel lang, ehe dem Acht-Mann-Kader die Kraft ausging. "Das ist zumindest die richtige Einstellung", so Enskat nach dem Spiel.

Der Gegner: Wolfenbüttel DUKES
Die "Herzöge" aus Wolfenbüttel begannen die Saison 2003/04 mit einem Wechsel auf der Trainerposition: Der langjährige Headcoach der BG74 Göttingen, Vlastibor Klimes, löste Thorsten Weinhold auf der Kommandobrücke der Südniedersachsen ab. Wolfenbüttel fuhr bislang relativ gut mit der neuen Besetzung: Im bisherigen Saisonverlauf erwiesen sich die DUKES als konkurrenzfähig und stehen derzeit auf dem 12.Tabellenplatz, allerdings geht es weiter gegen den Abstieg. Auch gegen die Top-Teams der Liga hielten sich die DUKES gut. So gab es am letzten Spieltag nur eine knappe 78:87 (39:49)-Niederlage gegen die Düsseldorf MAGICS – und das ohne die beiden stärksten Spieler. Neuzugang Tomas Hruby, ein 2,05m langer Center, war ein Spiel lang gesperrt und sein Partner unter dem Brett, der ebenfalls 2,05m lange Peter van Rij, musste verletzungsbedingt passen. Diese beiden werden die Roosters im Angesicht der verletzen Bremer Center vor große Probleme in der Defensive stellen, denn Hruby ist mit 21,8 Punkten pro Spiel derzeit der Topscorer des Teams und holt gleichzeitig noch 5,8 Rebounds. Peter van Rij steht ihm mit 18,6 PpG und 7,1 RpG kaum nach.

Gut eingeschlagen hat auch der Neuzugang Dusan Snopko, der mit bislang 14,1 Punkten drittbester Scorer der Herzöge ist. Komplettiert wird die erste Fünf der Dukes von Guard Rodney Scruggs (1,89m, 11,6 PpG, 4,1 Assists pro Spiel) und Allrounder Derrick Freeman (1,94m, 8,1 PpG und 6,8 RpG), der mit 2,5 Steals pro Spiel einer der besten Ballklauer der Liga ist.

Von der Bank kommen einige Talente aus dem Jugendbereich, z.B. Guard/Flügel Henning Dume (1,89m, 5,3 PpG) oder Flügel Jan Burgdorf (1,97m, 2,5 PpG). Guard Sebastian Klemm (1,93m, 5,4 PpG) kam vom TK Hannover und vervollständigt die ausgewogene Mischung aus Innen- und Außenspielern. Besonderes Augenmerk in der Defensive müssen die Roosters allerdings auf die beiden Center van Rij und Hruby legen, die zu den stärksten der Liga gehören. Probleme haben die DUKES mit der Defense: Mit bislang 1858 kassierten Punkten (92,9 pro Spiel) stellen sie nach Iserlohn die schlechteste Verteidigung der Liga – hoffentlich ein gefundenes Fressen für die offensivfreudigen Bremer.

Malik El-Tamer...
...heißt die Reaktion auf den Centermangel und ist 2,06m groß. Er soll den ROOSTERS wieder die gewohnte Sicherheit unter dem Brett bringen. "Er ist zwar kein Scorer wie Jan Rinck, wird uns aber sicherlich mit seiner Erfahrung weiterhelfen", so die Einschätzung nach den ersten Trainingseinheiten. Und Erfahrung hat er wirklich: Einige Jahre wirkte er an US-Colleges (u.a. UNC Charlotte), er stand im Kader des Trierer Erstbundesligisten und zuletzt spielte er für Al Wahda Damaskus um die asiatische und um die arabische Club-Meisterschaft. Da die Freigabe des syrischen Verbandes noch nicht vorliegt, wird sein erster Einsatz für die ROOSTERS leider noch nicht gegen Wolfenbüttel erfolgen. Malik El-Tamer besitzt die deutsche und die syrische Staatsangehörigkeit. Er wuchs in Köln auf, wo er auch derzeit lebt. Malik El-Tamer verspricht sich von seinem 2-Monats-Vertrag in Bremen, dass sein Name in Deutschland wieder bekannter wird. Für die nächste Saison hofft er nämlich auf einen gut dotierten Vertrag irgendwo in Europa. Den Kontakt zu ihm haben die Bremen ROOSTERS übrigens dem Doppelspieltag mit den EWE Baskets Oldenburg zu verdanken. Don Beck kannte Malik El-Tamer noch aus Trierer Zeiten und empfahl ihn an die ROOSTERS.

Heil überstanden hat André Bade einen Autounfall. Ein anderes Fahrzeug war auf seines aufgefahren. Glücklichweise gab es nur Blechschaden. André Bade mit Halskrause, das hätte den ROOSTERS jetzt auch noch gefehlt.

Presseinfo: Bremen ROOSTERS (Eicke Grabener)

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