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X-RAYS: Raus aus der Formkrise und Klassenerhalt sichern

Frankie am 13.02.2004 um 15:10

"Die knappen Niederlagen werden uns noch weh tun", hörte man in den letzten Wochen in Fankreisen der X-RAYS immer wieder. Der Zweite Blick gesteht nun, das ihn die deutlichen Klatschen in dieser Saison weit mehr schmerzen: 68:95 in Bamberg, 62:97 in Leverkusen, 62:84 zu Hause gegen Bamberg und zuletzt 62:69 beim MBC. Die Ergebnisse zeigen, dass in allen vier Spielen nicht nur die Defense schwach war, sondern dass auch im Angriff nicht viel zusammen lief. Gleich vorweg: Ein Marcus Grant darf jetzt wirklich nicht mehr als Entschuldigung angeführt werden - die Verletzung von Zemo auch nicht. So darf man auch ersatzgeschwächt nicht verlieren. Für die Auftritte in Bamberg und in Leverkusen gibt es gar keine vernünftigen Erklärungen, beim Frankenderby war es die Müdigkeit, beim MBC-Spiel der Schock nach Perez' Verletzung. Doch der Zweite Blick bleibt dabei: So darf man auch unter erschwerten Bedingungen nicht verlieren. Allmählich wird es höchste Zeit, nach den wirklichen Gründen zu suchen. Diese zu erkennen ist schließlich die Voraussetzung für den Versuch, sie abzustellen. Ein erster Versuch ohne Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit:

Bamberg. Bamberg ist, wenn es in Normalform spielt, einfach zu stark für uns. Das wäre auch mit Zemo und ohne das Spiel am Tag zuvor nicht anders gewesen. Doch hier setzte sich fort, was sich schon bei der ersten großen Schlappe in Leverkusen angedeutet hatte: Dort war es ein bärenstark aufspielender Denis Wucherer, der den X-RAYS offensichtlich bald zu übermächtig schien - und sie ergaben sich drein. In Bamberg erstarrte man schon nach drei Minuten vor Respekt und machte gar keine echten Anstalten, das Spiel gewinnen zu wollen. Beim MBC wehrte man sich nach dem hohen Rückstand auch nicht wirklich - Niederlagen werden zu bereitwillig akzeptiert. Dabei ist es nicht so wie im letzten Jahr, als die Mannschaft nach einem 10-Punkte-Rückstand nur noch in der Halle rumstand und darauf wartete, dass die Schlusssirene ertönt. Aber mit letzter Konsequenz kämpfen, das Spiel an sich reißen, es umbiegen zu wollen, das macht halt auch oft keiner. Dabei haben sie in diesem Jahr doch schon deutliche Rückstände aufgeholt...

Unsere Stammspieler. Die Starting Five brauche kein Team der Liga zu fürchten, hieß es immer wieder. Genau diese Starting Five war es aber doch, die zu Beginn der erwähnten Spiele den hohen, frühzeitigen Rückstand jeweils einfuhr. Bedauerlicherweise spielt nämlich oft nur eine Starting Four oder gar Three. Schön abwechselnd nimmt immer einer eine mehr oder weniger lange spielerische Auszeit. Tony Kitchings liefert mal Riesenspiele ab, um bald darauf fast wirkungslos zu bleiben. Igor Perovic beginnt wie ein Weltmeister, um gegen Mitte der Saison zum Versteckspieler zu werden. Jason Perez versemmelt mal alle seine Würfe und bringt kaum einen Assist zu Stande, um im Spiel darauf über 20 Punkte zu machen und das Spiel wirklich in der Hand zu halten. Seit dem MBC-Spiel muss sich auch der bislang konstanteste Spieler, Ivo Kresta, vorwerfen lassen, halt nicht wirklich konstant gut zu spielen. Bleibt als letzte stabile Größe tatsächlich nur Nils Mittmann. Von ihm hat man noch kein Spiel gesehen, in dem er nicht bis zur letzten Sekunde gekämpft hätte. Einer allein kann's natürlich nicht reißen, und er bei seinen immer noch eingeschränkten Möglichkeiten in der Offense natürlich erst recht nicht. Vielleicht sollte er sich da einfach mehr zutrauen.

Fazit: Es liegt durchaus auch an der Starting Five, dass die X-RAYS solche herben Niederlagen einstecken. Die Rolle der Bank werden wir uns in der nächsten Ausgabe etwas genauer ansehen.

Martin Heberlein (Jump - Das Hallenmageazin der X-RAYS - http://www.jump-im-web.de)

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