TSK Würzburg
Jump-Hallenmagazin: Derby-Zeit in Würzburg
Frankie am 23.01.2004 um 10:16
Es ist mal wieder Derby-Zeit! Mit dem Team von GHP Bamberg empfangen die Würzburger X-RAYS heute den amtierenden Vizemeister. Ein wenig überraschend, aber keineswegs unverdient fanden sich die Oberfranken am Ende der letzten Saison im Finale um die Deutsche Meisterschaft wieder. Dabei war Bamberg als gerade mal Fünftplazierter in die Play-Offs gestartet, setzte sich in der ersten Runde gegen Köln und im Halbfinale gegen Bonn durch, und musste sich erst im Finale gegen Serienmeister Berlin geschlagen geben.Spätestens seitdem grassiert beim Vizemeister das Basketball-Fieber. Doch wäre die Geschichte des Bamberger Bundesliga-Basketballs im Sommer beinahe zu Ende gegangen: Damals überwarf sich der Klub mit dem Hauptsponsor, der daraufhin mit seiner Lizenz nach Würzburg abzuwandern drohte... Man kennt die Geschichte. Eine Wildcard verwehrte die BBL dem Finalteilnehmer, so dass der neu gegründeten Basket Bamberg GmbH als Ausweg nur der Rückkauf der 800.000 Euro teuren Lizenzrechte blieb. Rettung kam durch die Unterstützung des Bamberger Familienunternehmens GHP, einer Dialog-Marketing-Holding.
Trotz der Querelen abseits des Parketts ist die Erwartungshaltung in Bamberg nach wie vor groß, mehr als 3.000 Dauerkarten wurden im Vorfeld verkauft. Von Vereinsseite drückte man zu Saisonbeginn deshalb ein bisschen auf die Euphoriebremse. Ziel ist nicht eine erneute Finalteilnahme, sondern vielmehr, sich in den kommenden Jahren in der Spitze der Liga zu etablieren.
"Langfristig denken und planen" haben sich die Bamberger auf ihre Fahnen geschrieben, was sich schon bei der Trainerposition zeigt: Für die sportliche Kontinuität steht nun schon im dritten Jahr kein Geringerer als Meistercoach und Alt-Neu-Bundestrainer Dirk Bauermann. Darüber hinaus gelang es trotz des turbulenten Sommers das erfahrene Team zusammen zu halten: Eigengewächs und Jung-Nationalspieler Steffen Hamann, die Distanzschützen Rick Stafford, Uvis Helmanis und Gert Kullamäe, Oldie Derrick Taylor, Volkmar Zapf sowie unter den Körben Chris Ensminger und Jason Sasser gehen weiterhin gemeinsam auf Korbjagd. Ergänzt wurden die Vizemeister-Helden durch Ex-X-RAY Radi Zdravkovic und 2,11m-Center Mike Nahar (zuletzt Oostende/ Belgien), US-Amerikaner mit niederländischem Pass, später verpflichtete man noch Derek Vogel.
Beleg für langfristige Planungen ist außerdem die Nachwuchsarbeit. Durch das Zerwürfnis mit Tröster ging die Zusammenarbeit mit dem Farmteam Breitengüßbach in die Brüche. Seit dieser Spielzeit kooperiert man nun mit dem alten Erzrivalen BBC Bayreuth, wo Talente wie Andreas Saller und Sebastian Betz in der 2. Liga Spielpraxis sammeln können.
Wirft man einen Blick auf die Statistiken der Liga, fällt auf, dass in den einzelnen Kategorien verschiedene Akteure auftauchen: Bester Bamberger Scorer ist Jason Sasser mit 15 Punkten pro Spiel - "gerade mal" Platz 25 der BBL. Es folgt Derrick Taylor mit 12,3 Punkten auf Platz 43. Ihn sollten die X-RAYS übrigens besser nicht an die Freiwurflinie schicken - 91,4% sprechen für sich. Chris Ensminger angelt sich wie jede Saison die meisten Rebounds im Team (9,3), in der Liga reicht das für Platz Drei. Derweil glänzt Uvis Helmanis mit 41,3% Dreierquote. Diese Fakten zeigen die ausgeglichene Mannschaftsleistung und die Tiefe des Teams.
International starten die Oberfranken in dieser Saison in der FIBA Europe League. In der Bundesliga finden sich die Bauermann-Schützlinge derzeit auf Platz vier (18:12-Punkte) wieder. Nach einem guten Start in die neue Runde gab es zuletzt einen Dämpfer beim Heimspiel gegen Frankfurt, das mit 69:91 deutlich verloren ging. Defizite machte Bauermann vor allem in Athletik und Verteidigung aus.
Doch egal, vergesst, was bisher war - heute ist Derby-Zeit!
Jump, das Hallenmagazin der X-RAYS (http://www.jump-im-web.de)
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Trotz der Querelen abseits des Parketts ist die Erwartungshaltung in Bamberg nach wie vor groß, mehr als 3.000 Dauerkarten wurden im Vorfeld verkauft. Von Vereinsseite drückte man zu Saisonbeginn deshalb ein bisschen auf die Euphoriebremse. Ziel ist nicht eine erneute Finalteilnahme, sondern vielmehr, sich in den kommenden Jahren in der Spitze der Liga zu etablieren.
"Langfristig denken und planen" haben sich die Bamberger auf ihre Fahnen geschrieben, was sich schon bei der Trainerposition zeigt: Für die sportliche Kontinuität steht nun schon im dritten Jahr kein Geringerer als Meistercoach und Alt-Neu-Bundestrainer Dirk Bauermann. Darüber hinaus gelang es trotz des turbulenten Sommers das erfahrene Team zusammen zu halten: Eigengewächs und Jung-Nationalspieler Steffen Hamann, die Distanzschützen Rick Stafford, Uvis Helmanis und Gert Kullamäe, Oldie Derrick Taylor, Volkmar Zapf sowie unter den Körben Chris Ensminger und Jason Sasser gehen weiterhin gemeinsam auf Korbjagd. Ergänzt wurden die Vizemeister-Helden durch Ex-X-RAY Radi Zdravkovic und 2,11m-Center Mike Nahar (zuletzt Oostende/ Belgien), US-Amerikaner mit niederländischem Pass, später verpflichtete man noch Derek Vogel.
Beleg für langfristige Planungen ist außerdem die Nachwuchsarbeit. Durch das Zerwürfnis mit Tröster ging die Zusammenarbeit mit dem Farmteam Breitengüßbach in die Brüche. Seit dieser Spielzeit kooperiert man nun mit dem alten Erzrivalen BBC Bayreuth, wo Talente wie Andreas Saller und Sebastian Betz in der 2. Liga Spielpraxis sammeln können.
Wirft man einen Blick auf die Statistiken der Liga, fällt auf, dass in den einzelnen Kategorien verschiedene Akteure auftauchen: Bester Bamberger Scorer ist Jason Sasser mit 15 Punkten pro Spiel - "gerade mal" Platz 25 der BBL. Es folgt Derrick Taylor mit 12,3 Punkten auf Platz 43. Ihn sollten die X-RAYS übrigens besser nicht an die Freiwurflinie schicken - 91,4% sprechen für sich. Chris Ensminger angelt sich wie jede Saison die meisten Rebounds im Team (9,3), in der Liga reicht das für Platz Drei. Derweil glänzt Uvis Helmanis mit 41,3% Dreierquote. Diese Fakten zeigen die ausgeglichene Mannschaftsleistung und die Tiefe des Teams.
International starten die Oberfranken in dieser Saison in der FIBA Europe League. In der Bundesliga finden sich die Bauermann-Schützlinge derzeit auf Platz vier (18:12-Punkte) wieder. Nach einem guten Start in die neue Runde gab es zuletzt einen Dämpfer beim Heimspiel gegen Frankfurt, das mit 69:91 deutlich verloren ging. Defizite machte Bauermann vor allem in Athletik und Verteidigung aus.
Doch egal, vergesst, was bisher war - heute ist Derby-Zeit!
Jump, das Hallenmagazin der X-RAYS (http://www.jump-im-web.de)
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