EWE Baskets Oldenburg
Wer widersetzt sich dem Trend?
TheBloob am 10.02.2012 um 12:40
The trend is your friend – auf diese Art von Freundschaft können sowohl
Phoenix Hagen als auch die EWE Baskets Oldenburg momentan wohl eher
verzichten. Während die Westdeutschen vor dem Duell am Sonntag (17 Uhr,
ENERVIE Arena) aus den letzten fünf Spielen nur einen Sieg holten, gelang
den Gästen aus dem Norden ein Erfolg aus sechs Pflichtbegegnungen. Hagen
braucht Punkte, um die Abstiegsränge weiter zu distanzieren, Oldenburg
strebt nach Zählbarem im Rennen um die Playoffplätze.
Headcoach Ingo Freyer kam bislang nicht ohne Personalrochaden durch die
Saison. Jason Crowe hat Phoenix verlassen, dafür kam Patrick Sparks. Der
Aufbauspieler fügte sich in seinen bislang drei Spielen gut ein, legte 5,7
Assists im Schnitt auf und soll nun die Fäden im Aufbau ziehen. Zudem
verpflichteten die Hagener Adam Constantine (7,9 Punkte und 4,2 Rebounds),
der den lange verletzten Edward Seward vertrat. Inzwischen ist Seward auf
das Parkett zurückgekehrt, Constantine bleibt dennoch bis zum Saisonende.
Topscorer im Team ist Marc Antonio Carter (15,9 Punkte pro Spiel), gefolgt
von Zygimantas Jonusas (15,3) und Brandon Brooks (13,2). Einige Optionen
liefern auch Jordan Hasquet, Tristan Blackwood und Beko BBL-Urgestein Bernd
Kruel, zudem setzt Trainer Freyer regelmäßig auch auf die Dienste von
Dominik Spohr und Maximilian Rockmann. Komplettiert wird der bislang
eingesetzte Kader durch Dominik Wilkins, Thomas Reuter und Max Kramer.
Hagen, mit dem klaren Ziel Klassenerhalt in die Saison gegangen und zuletzt
mit dem beeindruckenden Dokumentarfilm „Phoenix in der Asche“ (erhältlich
als DVD im Handel) bedacht, hat sich dank einiger wichtiger Erfolge schon
ein Polster von 14 Punkten angefuttert – und könnte mit einem Sieg bis auf
vier Zähler an die hoch gehandelten Oldenburger heranrücken. Freyer sieht
die Baskets trotz deren bislang durchwachsener Saison favorisiert: „Das ist
eines der am besten besetzten Teams der Liga. Bobby Brown zuzuschauen, macht
einfach nur Spaß. Seine Bewegungen sind sensationell, es sieht alles
spielerisch leicht aus. Rickey Paulding und Adam Chubb sind ebenfalls sehr
beeindruckende Spieler.“
Dass die Oldenburger indes nicht nur auf dem Papier Eindruck beim Gegner
schinden, müssen sie nun – vor allem auswärts – beweisen. Nach der
Derby-Niederlage im Artland und dem Pokal-Aus in Ulm sehnen sich Team und
Fans nach einem Erfolgserlebnis, schließlich gilt es, schnellstmöglich den
Trend umzukehren und ihn wieder als Freund ansehen zu können.
Pressemitteilung: Torben Rosenbohm, EWE Baskets Oldenburg
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