ProB
Auf der Suche nach Kontinuität
TheBloob am 09.02.2012 um 07:46
Mal aufwärts, mal abwärts – bei der BG Illertal-Weißenhorn weiß man in dieser Saison nie so richtig, was man geboten bekommt. Starke Leistungsschwankungen sind an der Tagesordnung, auf überzeugende Auftritte folgen unerklärliche Aussetzer. Noch vor einer Woche zeigten die Panthers in Sandersdorf, dass sie durchaus mit den Spitzenteams der Liga mithalten können. Was am Wochenende zu Hause gegen Lich folgte, war dagegen alles andere als zufriedenstellend. Bis zum Beginn der Play-downs hat sich Trainer John Staudt zum Ziel gesetzt, in den verbleibenden drei Partien endlich mehr Stabilität und Kontinuität in das Spiel der Weißenhorner zu bringen. Der Anfang soll am Samstag gemacht werden, wenn die BGIW um 19.30 Uhr beim TV Langen zu Gast ist.
Sportlich lief es gegen Lich nicht wirklich rund, Grund zur Freude gab es aus Weißenhorner Sicht aber dennoch. Insbesondere für Forward Femi Oladipo, der von der „Jungen Liga“ zum ProB Youngster des Monats Januar gewählt wurde. Eine Auszeichnung, die bis dato noch kein Weißenhorner Spieler erhalten hatte. Der 21-Jährige, der im Sommer von Kooperationspartner ratiopharm Ulm verpflichtet wurde und bereits in sechs Spielen Erstliga-Luft sammeln durfte, kam im Monat Januar auf 18,2 Punkte sowie 8,6 Rebounds im Schnitt. Auch bei der Niederlage gegen Lich zeigte Oladipo mit 18 Punkten, 12 Rebounds und sechs Assists eindrucksvoll sein Können. Lob erhielt er von der „Jungen Liga“ mitunter für seine unglaubliche Athletik, von der auch Trainer John Staudt begeistert ist: „Femi wird uns in seiner aktuellen Form mit Sicherheit im Abstiegskampf weiterhelfen.“ Aber nicht nur in Sachen Athletik sieht Staudt Fortschritte: „Er hat in den letzten Monaten hart gearbeitet und sich in vielen Bereichen verbessert. Wenn er seinen Ehrgeiz beibehält, wird er sich auf in absehbarer Zeit auch in der BBL durchsetzen.“
Klar ist aber auch, dass ein starker Oladipo nicht ausreichen wird, um die Klasse zu halten. Schon beim Auswärtsspiel in Langen ist das gesamte Team gefragt, denn der kommende Gegner wird den Panthers wohl genauso wenig schenken wie die Licher. Für beide hessische Teams steht in den letzten drei Begegnungen einiges auf dem Spiel, mit lediglich einem Sieg Vorsprung auf den Tabellenneunten Breitengüßbach ist für die Licher und Langener die Abstiegsgefahr noch lange nicht gebannt. Sehr schmerzhaft war für die Giraffen die 89:101 Niederlage am Sonntag in Frankfurt, die vor allem auf eine schwache Verteidigungsleistung zurückzuführen war. Deutlich besser lief es im Januar, als das Team von Headcoach Fabian Villmeter die Spitzenteams Nördlingen (88:67) und Leipzig (67:65) besiegen konnte. „Langen war in den letzten Wochen immer wieder für eine Überraschung gut, weil sie mit ihrer harten Spielweise jedem Gegner Schwierigkeiten bereiten und gute Reboundarbeit leisten“, sagt John Staudt. Gegen die Panthers möchten die Hessen an die Auftritte aus dem vergangenen Monat anknüpfen und nach Möglichkeit für eine Vorentscheidung im Kampf um die begehrten Play-off-Plätze sorgen. Dreh- und Angelpunkt im Spiel des sehr heimstarken TV Langen – in der laufenden Saison gab es zu Hause erst eine Niederlage – ist der amerikanische Point Guard Nate Drury mit durchschnittlich 18,7 Punkten. Unter den Körben dominiert Center Luke Fitzgerald mit 11,8 Rebounds im Schnitt.
Nach wie vor sitzt bei den Panthers die Enttäuschung über die vergeigte Vorstellung gegen Lich tief. Staudt: „Wir haben zu wenig Aufwand betrieben, um das Spiel zu gewinnen.“ Das soll sich in Langen ändern, der BGIW-Trainer fordert deshalb von jedem Spieler „mehr Biss und Einsatzwille“. Wichtig ist ihm außerdem, dass die Weißenhorner als eine Einheit auftreten und gemeinsam das Unternehmen Auswärtssieg anpacken: „Wir müssen in dieser schwierigen Phase als Team zusammenstehen. Nur so können wir individuelle Fehler ausgleichen und Spiele gewinnen.“
Pressemitteilung: BG Illertal-Weißenhorn, Matthias Sauter
0 Kommentare
Werbung
Werbung


