ProB
Offensiver Offenbarungseid
TheBloob am 06.02.2012 um 08:39
Lich liegt der BG Illertal-Weißenhorn nicht: In der vergangenen Saison verloren die Panthers bereits zweimal gegen die Licher BasketBären und auch in der laufenden Spielzeit gingen die Fuggerstädter wieder leer aus. Im Rückspiel mussten sie sich in der heimischen Dreifachturnhalle mit 72:86 (36:41) geschlagen geben, der erhoffte dritte Saisonsieg in Folge konnte damit nicht eingefahren werden. Von den starken Offensivvorstellungen der vergangenen Wochen war gestern überhaupt nichts mehr zu sehen, aber auch defensiv präsentierten sich die Panthers zu löchrig, zu lahm und zu lasch. Bei den drei ausbleibenden Partien hat die BGIW nun kaum noch realistische Chancen auf den zehnten Tabellenplatz.
Gegen Breitengüßbach, Gießen und Frankfurt, die allesamt im unteren Tabellendrittel der Liga stehen, hat es in der laufenden Spielzeit mit einem Sieg geklappt. Gestern Abend wollten die Panthers endlich einmal ein Team aus der Play-off-Zone schlagen, doch daraus wurde nichts. Nur 72 Punkte erzielten sie in 40 Minuten, produktive Angriffe kamen kaum zu Stande. "Natürlich war der Gegner gut auf unsere Systeme eingestellt. Aber das darf keine Ausrede sein, unsere Offensive war heute einfach viel zu harmlos", analysierte BGIW-Vorstand Jochen Seif. Kaum ein Weißenhorner Spieler hatte Normalform, sogar die Leistungsträger aus den letzten Spielen enttäuschten. Auch das Zusammenspiel entsprach nicht den Vorstellungen von Jochen Seif: "Teambasketball sieht auf jeden Fall anders aus. Wenn nur Einzelspieler auf dem Feld stehen, kannst du nicht gewinnen."
Lediglich in der Anfangsphase waren die Panthers das bessere Team: Sie gingen durch Center Barkley Falkner in Führung, nach vier Minuten hieß es 9:6. Jedoch konnte Blake Young kurz darauf den Spielstand drehen und die Licher mit 11:9 in Front bringen. Bis zum Spielende behielten die Gäste ihre Führung bei und bauten sie im Verlauf der Partie sogar noch deutlich aus. Bereits im ersten Viertel hatten die Weißenhorner bei ihren Angriffen große Probleme, unter den Körben verteidigten die Licher mit vereinten Kräften und zwangen dadurch die Panthers zu etlichen Fehlwürfen. Nach dem ersten Spielabschnitt lagen die BasketBären mit sieben Punkten Differenz vorne (22:15), drei Minuten vor der Halbzeitpause waren es schon neun Punkte (36:27). Jedoch fanden die Weißenhorner in der verbleibenden Spielzeit des zweiten Viertels noch einmal ins Spiel zurück, durch einen Halbdistanzwurf von Femi Oladipo und erfolgreichen Distanzwürfen von Dominique Jones sowie Philip Vojkovic verkürzten sie den Rückstand auf zwei Punkte (36:38). Nico Dilukila besorgte 29 Sekunden vor der Pause ebenfalls per Dreier die Licher 41:36 Halbzeitführung.
Das dritte Viertel verlief alles andere als nach Vorstellung der Weißenhorner: Sie kamen überhaupt nicht in die Gänge und machten einen unkonzentrierten Eindruck. Das Licher Team wirkte frischer und nutzte das schläfrige Defensivverhalten der Panthers gnadenlos aus. Fast jeden Angriff konnten die BasketBären abschließen und sich dadurch schnell absetzen. 60:45 stand es nach insgesamt 25 gespielten Minuten, 3:09 Minuten vor Ende des Viertels lagen die Gäste mit 67:48 in Front. Dass die Panthers neben sich standen, zeigten auch einige völlig vermeidbare Abspielfehler, mehrmals landete der Ball ohne Not direkt in den Händen des Gegners. Für den Schlusspunkt im dritten Spielabschnitt sorgte der starke Tyrone Bradshaw mit einem Halbdistanzwurf zum 71:56. So richtig an einen Heimsieg glaubte nach dieser rabenschwarzen Vorstellung im dritten Viertel niemand mehr. Zwar spielten die Panthers in den letzten Minuten mit deutlich mehr Herz, aber in Bedrängnis bringen konnten sie den Tabellenachten nicht mehr. Das von Trainer John Staudt ausgegebene Ziel, den Gegner unter 80 Punkte zu halten, konnte wieder einmal nicht realisiert werden. Nach einer unterdurchschnittlichen Vorstellung, die niemand in der Dreifachturnhalle vom Hocker riss, setzten sich die Licher BasketBären schlussendlich hoch verdient mit 86:72 durch.
Punkteverteilung:
BG Illertal-Weißenhorn:
Femi Oladipo (18 P.), Mike Mercer (15 P.), Dominique Jones (11 P.), Barkley Falkner (9 P.), Michael Wenzl (6 P.), Mario Simic (4 P.), Brian Butler (3 P.), Marcel Heberlein (3 P.), Philip Vojkovic (3 P.), Andreas Wenzl
Topscorer Lich:
Aud 24 P, Bradshaw 20 P., Young 11 P.
Pressemitteilung: BG Illertal-Weißenhorn, Matthias Sauter
0 Kommentare
Werbung
Werbung


