Eisbären Bremerhaven
Eisbären siegen dank Smith und Smith
TheBloob am 05.02.2012 um 19:49
Hart erkämpfter 92:87-Erfolg nach Verlängerung gegen Braunschweig
Die Eisbären Bremerhaven sind in der Beko Basketball Bundesliga zurück in der Erfolgsspur. In einem hochspannenden Nordderby gegen die New Yorker Phantoms Braunschweig setzten sich die Seestädter am Sonntag mit 92:87 (41:39/79:79) nach Verlängerung durch. Mit einem Glückswurf aus rund 8 Metern schaffte Ex-Phantom Jason Cain wenige Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit den Ausgleich. In der Overtime behielten die Gastgeber die Nerven und hatten auch das nötige Glück auf ihrer Seite. Beste Akteure im Eisbären-Dress waren Anthony und Mike Smith. Die beiden Namensvetter erzielten 21 bzw. 20 Punkte.
Die Eisbären mussten gegen Braunschweig auf zwei Stammspieler verzichten. Jason Cain gehörte nach seiner Fingerverletzung zwar wieder zum Kader, für Kapitän Torrell Martin kam ein Einsatz jedoch zu früh. Zu allem Überfluss fiel auch noch Terrell Everett mit einer Brustprellung aus. Doch auch die Gäste aus Braunschweig waren durch den Ausfall von drei Leistungsträgern arg gehandicapt.
„Es war keine leichte Situation, da wir durch den kurzfristigen Ausfall von Terrell Everett einiges umstellen mussten. Das wäre aber keine Ausrede gewesen, denn Braunschweig hatte ebenfalls mit großen Verletzungssorgen zu kämpfen. Es war das Spiel von Smith und Smith. Vor der Pause hat Anthony groß aufgespielt, nach der Pause Mike. Wir hatten oft das Momentum auf unserer Seite, haben es aber immer wieder abgegeben. Ich bin sehr froh über diesen Sieg und hoffe, dass wir zum nächsten Spiel wieder komplett sind“, sagte Eisbären-Coach Doug Spradley nach dem hart erkämpften Heimerfolg.
Den besseren Start erwischten die Hausherren, die nach 5 Minuten dank des blendend aufgelegten Anthony Smith und dessen Buddy Zachery Peacock mit 14:7 vorn lagen. Die zweite Hälfte des Auftaktviertels gehörte den Braunschweigern. Angeführt von Immanuel McElroy kamen die Gäste wiederholt zu einfachen Punkten und gingen folgerichtig mit 19:18 in Führung. Wenige Sekunden vor Viertelende fasste sich Ex-Phantom Jason Cain ein Herz und schloss per Dreipunktspiel „from coast to coast“ zum 22:20 für Bremerhaven ab.
Auch im 2. Spielabschnitt hatten die Eisbären dank ihres dynamischen Duos Smith/Peacock die Nase meist knapp vorn. Youngster Anthony Canty, der gegen sein Braunschweiger Pendant Dennis Schröder zwar klar das Nachsehen hatte, traf in dieser Phase zwei wichtige Dreier. Es war kein schönes Spiel, aber beide Mannschaften machten aus ihrer Situation das Beste. Zur Halbzeit lag Bremerhaven mit 2 Zählern vorn (41:39). Es bahnte sich eine spannende zweite Hälfte an.
Ein 7:0-Lauf zum 48:39 weckte kurzzeitig Hoffnung auf einen klareren Spielverlauf zu Gunsten der Eisbären. Doch auch dies war nur eine Momentaufnahme. Braunschweig zeigte sich unbeeindruckt, konterte mit 5 Zählern in Folge. Die Zeit der beiden Centerhünen brach nun an. Während die Phantoms durch Kyle Visser wichtige Punkte landeten, übernahm bei den Hausherren Chris McNaughton die Initiative. Der Nationalspieler erzielte im 3. Viertel 10 Punkte und hatte maßgeblichen Anteil an der 62:59-Führung vor Beginn des Schlussabschnitts.
Lücken in der Verteidigung waren der Hauptgrund dafür, das Braunschweig knapp dreieinhalb Minuten vor Schluss zum 71:71 ausgleichen konnte. Der Dreier von Michael Umeh war der Anfang einer unglaublichen Crunchtime, die nach Cains Wahnsinnstreffer in der Verlängerung mündete. Der nach der Halbzeit wie aufgedreht spielende Mike Smith tütete den viel umjubelten 92:87-Sieg der Eisbären schließlich mit 2 verwandelten Freiwürfen ein.
Punkteverteilung Eisbären: Canty 6, Gordon 6, McNaughton 15, M. Smith 20, Peacock 13, A. Smith 21, Cain 10, Raffington 1
Beste Werfer Braunschweig: Umeh 17, Visser 15, Schröder 14, Mittmann 12, Kulawick 11
Pressemitteilung: Eisbären Bremerhaven
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