ProA

Revanche geglückt!

TheBloob am 05.02.2012 um 19:49

Die BV Chemnitz 99 feierte am Samstagabend den dritten Sieg in Folge. Vor knapp 1.000 Zuschauern setzten sich die NINERS bei den Cuxhaven BasCats mit 88:78 durch und konnten sich somit auch für die schmerzliche 74:83-Hinspielniederlage revanchieren. Durch den Erfolg im hohen Norden kletterte die BVC in der Tabelle auf den vierten Platz und machte einen großen Schritt in Richtung Playoffqualifikation. Erfolgreichster Chemnitzer Werfer war der japanische Nationalspieler Takumi Ishizaki mit 25 Punkten. Darüber hinaus glänzte Kapitän Gary Johnson mit einem „Double-Double“ aus 19 Zählern und 12 Rebounds, verteilte zudem sieben Assists und holte drei Ballgewinne. Auch Routinier Ty Shaw machte mit 15 Punkten sowie sieben Rebounds eine starke Partie und konnte das Duell gegen den ehemaligen BV-Center Nate Gerwig knapp für sich entscheiden. „Allerdings möchte ich heute dem gesamten Team ein großes Lob aussprechen. Ishi konnte nur deshalb so viele Punkte machen, weil ihm die anderen Jungs gute, freie Würfe heraus gespielt haben und Garys Rebounds waren ein Resultat des guten Ausboxens unserer großen Akteure. Außerdem hat jeder Spieler in engen Phasen sehr wichtige Punkte gemacht“, betonte Cheftrainer Felix Schreier, dass der zwölfte Saisonsieg ein Verdienst der ganzen Mannschaft war.

Nachdem die NINERS das Hinspiel gegen Cuxhaven im Oktober sehr deutlich verloren hatten, waren sie an diesem Samstag von Vornherein auf Wiedergutmachung aus. Allerdings schien es zu Beginn nicht so, als könnten die BV-Korbjäger ihre offene Rechung mit den BasCats begleichen. Stattdessen dominierten die Gastgeber das erste Viertel in der Cuxhavener Rundturnhalle nach Belieben, verwandelten zahlreiche Dreier und setzten sich auf bis zu neun Punkte ab (20:11). So war es letztlich ausgerechnet den Treffern der Bankspieler Philipp Stachula und Alex Rosenthal zu verdanken, dass der Rückstand nach zehn Minuten lediglich fünf Punkte betrug (24:29). „Wir hatten unsere Defensive offensichtlich im Bus vergessen und waren auch beim Reboundkampf sowie im Spielaufbau zu schläfrig“, erklärte Schreier den verkorksten Start.

Mit Beginn des zweiten Viertels fanden die NINERS dann aber endlich in die Partie und auch zu ihren eigenen Stärken zurück. Hinten rührte das BV-Team jetzt Beton an, gestattete Cuxhaven keine leichten Punkte und vorn verteilte man die Last auf viele Schultern. So drehten Stachula, Johnson, Jorge Schmidt, Shaw und Ishizaki mit ihren Körben die Partie zum 38:33 für Chemnitz. Erst in den letzten Minuten vor der Halbzeitpause konnten sich die Gastgeber aus dem defensiven Klammergriff der NINERS etwas befreien und bis zum Kabinengang auf 40:40 ausgleichen. „Ich hatte da schon ein gutes Gefühl und glaubte an unsere Chance, wenn wir beim Reboundkampf noch etwas besser arbeiten und unnötige Ballverluste vermeiden würden“, analysierte Schreier.

Nach dem Seitenwechsel setzten die Chemnitzer Korbjäger die Vorgaben ihres Trainers tadellos um und gingen folgerichtig wieder in Führung. Diese baute man dank der Treffer von Ishizaki und Joleik Schaffrath bis Mitte des dritten Spielabschnittes auf 53:46 aus. Zwar konnte Cuxhaven zwischenzeitlich noch einmal bis auf drei Punkte herankommen, doch gegen Viertelende nahmen die NINERS wieder das Zepter in die Hand. Dabei überzeugte das Team abermals mit gutem Zusammenspiel, fand regelmäßig den freien Mann und ließ sich in Brettnähe nur noch per Foul stoppen. Weil aber durch die Bank weg alle Akteure ihre Freiwürfe fehlerfrei verwandelten, gingen die Schreier-Schützlinge mit einem komfortablen 66:57-Vorsprung in die letzten zehn Minuten.

Als Johnson und Stachula zu Beginn des Schlussviertels dann schnell auf 70:57 erhöhten, war klar, dass es für die NINERS nicht mehr nur um den Sieg sondern auch um den direkten Vergleich ging. Weil man das Hinspiel mit neun Punkten Differenz verloren hatte, musste also ein Erfolg mit mindestens zehn Zählern Vorsprung her und genau um diese Marke kreiste der Spielstand während der gesamten letzten Minuten. Doch die BV-Hünen zeigten Nervenstärke und sorgten vor allem mit supersicheren Freiwürfen für die 88:78-Punktlandung. Insgesamt verwandelten die NINERS an diesem Abend ganze 29 ihrer 30 Versuche von der Linie. „Nur Joleik musste uns ja mit seinem vergebenen Freiwurf in der letzten Minute unbedingt die perfekte Quote versauen. Mal sehen, ob er dafür noch ein Straftraining bekommt“, kündigte Schreier mit einem Augenzwinkern an. Unter dem Strich war der 22-Jährige aber hoch zufrieden: „Abgesehen vom ersten Viertel haben wir eine sehr gute Leistung gezeigt. Mit Hinblick auf die Playoffqualifikation war dieser Sieg bei einem direkten Verfolger natürlich Gold wert. Jetzt hoffen wir auf möglichst viele Zuschauer beim Topspiel gegen Paderborn am nächsten Samstag und vielleicht können wir mit den Fans im Rücken unsere Siegesserie weiter ausbauen.“

STATISTIK: Ishizaki (25 Punkte), Johnson (19), Shaw (15), Stachula (9), Schaffrath (7), Lawson (6), Rosenthal (5), Schmidt (2)


Pressemitteilung: BV Chemnitz, Matthias Pattloch



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