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Die Serie hat bestand – Knights dominieren die Merlins im Derby

jochensge am 05.02.2012 um 12:10

Kirchheim sah gelb und die Knights-Fans lagen sich jubelnd in den Armen: Die Teckstätter konnten sich im Derby gegen die Crailsheim Merlins deutlich mit 91:66 durchsetzen und damit den zweiten Tabellenplatz festigen. Für einen weiteren Höhepunkt sorgte die Verkündung der Vertragsverlängerung von Cedric Brooks, der den Knights zwei weiter Jahre erhalten bleiben wird.

Es war ein rein deutsches Team der Knights, das in den letzten Minuten auf dem bebenden Parkett der Sporthalle Stadtmitte stand und den 91:66-Erfolg im Derby gegen die Crailsheim Merlins vollendete. Nach dem Abpfiff stimmten 1.200 Zuschauer unisono in ein „Oh, wie ist das schön“ ein und lagen sich ob der geglückten Revanche für die Hinspielniederlage überglücklich in den Armen. Auch Knights-Coach Frenkie Ignjatovic fand nur positive Worte über sein Team: „Der heutige Erfolg über Crailsheim vor dieser wunderbaren Kulisse ist etwas ganz besonderes. Ich habe mich vor dem Spiel festgelegt, als ich sagte, Crailsheim sei eines der besten Teams der Liga. Wenn du nun gegen dieses Team mit 25 Punkten gewinnst, sagt das natürlich auch einiges über unsere momentane Leistungsfähigkeit aus.“

Ausgeglichen gestaltete sich das erste Viertel, das mit einem Dreipunktespiel des Crailsheimers Tetzner (14 Punkte) zum 24:23 endete. Auf Kirchheimer Seite waren das Duo Ahmad Smith und Devin Uskoski die Spiel bestimmenden Akteure, die vor allem durch ihren Spielwitz und kluge Pässe auffielen. Sehenswert setzte vor allem Ahmad Smith seine Mannschaftskameraden in Szene, wenngleich das Spiel in dieser Phase auch von Unkonzentriertheiten und Nervosität auf beiden Seiten gezeichnet war. Dass die Gäste aus Crailheim dabei den besseren Start erwischten (4:9) wertete deren Coach Ingo Enskat nach dem Spiel nicht unbedingt als Vorteil. „Durch den guten Start haben einige unserer Spieler überdreht. Wir sind vom Teambasketball abgekommen und den Erfolg in zu vielen Einzelaktionen gesucht“, versuchte der sympathische Gästecoach Worte der Erklärung für die Leistung seines Teams zu finden.

Tatsächlich entzauberten sich die Merlins ab Mitte des zweiten Viertels selbst. Jared Stohl brachte sein Team mit einem erfolgreichen Dreipunktewurf vier Minuten vor der Halbzeitpause ein letztes Mal in Führung (31:34). Die über 100 mitgereisten Crailsheimer Fans, die das gelbe Motto des Spiels aufgriffen und den Abend auch abseits den Spielfelds bereicherten, mussten nun zusehen, wie ihr Team den Faden verlor. Griffin und Smith starteten quasi im Alleingang einen 13:0-Lauf, Youngstar Besnik Bekteshi zeigte einmal mehr seine Defensequalitäten und holte alleine 5 Rebounds in dieser Phase. Das Spiel drehte sich langsam, die Knights zogen davon und bauten ihren Vorsprung zur 48:36 Halbzeitführung aus. Schon zu dieser Zeit zeigte sich die Achillesferse der Merlins. Angesichts der eklatanten Reboundschwäche (45:29) verglich Merlins-Coach Enskat seine Spieler mit „Sterntaler, die unter dem Korb stehen, ihr T-Shirt aufspannen und warten, dass der Ball reinfällt.“

War das Spiel schon gewonnen oder würden die Merlins nach der Halbzeitansprache nochmals zurückfinden? Im Basketball genügen erfahrungsgemäß wenige unkonzentrierte Minuten, um einen 12-Punkte-Vorsprung schmelzen zu lassen. Nils Menck, der Routinier in den Reihen der Ritter aber machte unbarmherzig klar, wer in diese Halle das Sagen hat: Zweimal hintereinander nahm er Abseits der 6,75-Meter-Linie Maß und ließ den Ball zur Begeisterung der Fans durch die Reuse zischen. Bei den Gästen lief in dieser Phase nichts mehr zusammen. Auch wenn das Team von Ingo Enskat den zwischenzeitlichen 17-Punkte-Abstand nochmals reduzieren konnte, blieben die Ritter die Spiel bestimmende Mannschaft (66:53).

Das letzte Viertel wurde dann zum Schaulaufen der Teckstätter in deren Mittelpunkt Cedric Brooks stand. Nicht nur seine sieben Punkte in Folge sondern auch seine vorzeitige Vertragsverlängerung, die Hallensprecher Daniel Zirn zum exakt richtigen Zeitpunkt verkündete, sorgten für den emotionalen Höhepunkt des Derbys. Gleich sechs Ritter konnten zweistellig punkten und untermauerten die starke Teamleistung. Sebastian Adeberg gelang es nicht nur, Crailheims Topscorer Daryl Webb einzuschränken, seine Punkte in der zweiten Hälfte trugen auch maßgeblich dazu bei, den „Sack“ schlussendlich zu zumachen. Zudem integriert sich Neuzugang Brandon Griffin zunehmend besser ins Team und setzte deutliche Akzente.

Die Weichen sind klar gestellt. Die Knights wollen sich das Heimrecht bei den Play-offs in den nächsten Begegnungen erspielen und die Chancen dafür sind gut. Auch wenn die kommenden Auswärtsspiele in Ehingen und Chemnitz schwer werden, das Potential, der Wille und die mannschaftliche Geschlossenheit ist vorhanden. Der Funke ist übergesprungen und es macht unglaublichen Spaß, dem Knights-Team 2011/12 zuzuschauen – auch in einer engen Sporthalle Stadtmitte, die wahrlich nicht jedem Zuschauer den optimalen Blick auf das Spielfeld garantieren kann.

 

Pressemitteilung: Kirchheim Knights



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