ProB
Bittere Klatsche in Wulfen
TheBloob am 05.02.2012 um 09:39
Das hatten sich die Herren des SC Rist (2. Bundesliga Pro B) ganz anders vorgestellt. In Herten oder Wulfen wollten sie einen "big point" landen, um so die Chancen auf die Playoffs zu erhöhen, doch nach der klaren Niederlagen (57:82) vom Sonnabend ist klar: Nun wird es ganz schwer. "Jetzt muss schon fast ein Wunder passieren, damit wir noch in die Playoffs kommen. Für uns geht es um den neunten Platz, damit wir die Abstiegsrunde vermeiden. Und auch das wird sehr eng", sagte Headcoach Özhan Gürel nach der Niederlagen gegen die Münsterländer.
"Leider haben wir dem Gegner am Anfang das Gefühl gegeben, dass er das Spiel gewinnen kann. Die Wulfener waren motivierter, wir haben sie unterschätzt, obwohl wir in den letzten Tagen immer darüber gesprochen haben", so Gürel. Von Beginn an fanden die Rister in der Offense nicht die richtigen Mittel, sondern schossen Fahrkarte um Fahrkarte. "Wir haben so schlecht von außen getroffen, dass Wulfen die Räume unter dem Korb noch enger gemacht hat und es unseren big men damit sehr schwer gemacht hat. Dazu kam, dass wir sehr schwach gereboundet haben", bemängelte der Rist-Trainer. Die Gastgeber sicherten sich 46 Abpraller, die Rister lediglich 32. Gürel wies seine Mannschaft in aller Deutlichkeit auf die Schwächen hin - die Rister steigerten sich nach der Halbzeit zunächst in der Defense, doch im Angriff ging weiterhin kaum etwas. Nur zwei von 22 "Dreiern" fanden ins Ziel, insgesamt betrug die Feldwurfquote mickrige 26,2%. Ein weiterer statistischer Indikator: Wulfens US-Amerikaner Dijon Smith und Steve Briggs verbuchten gemeinsam einen beinahe ebenso so hohen Effektivitätswert (nämlich 35) wie die gesamte Wedeler Mannschaft zusammen: 38. "Wulfen wollte es mehr als wir, leider haben wir damit auch den direkten Vergleich verloren", so Gürel.
"Wir werden das Spiel jetzt gründlich aufarbeiten", kündigte er an. Zwei Partien bleiben seinem Team noch (am 15.2. gegen ALBA, am 25.2. gegen Wolfenbüttel, jeweils in der Steinberghalle), um die Playdowns abzuwenden, allerdings ist dazu mittlerweile auch fremde Hilfe nötig.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 15:20, 17:21, 18:17, 7:24
SC Rist (Punkte): Johnston (14), Pettaway (13), Böke, Huber-Saffer (je 8), Gausa (5), Wischnewski (4), Akpinar, Lühring (je 2), Duah (1), Laatzen, Moysich.
Ladybaskets: Der furiose Schlussspurt blieb ohne Erfolg
"33 Minuten waren wir grottenschlecht, sieben Minuten gut, aber trotzdem hätten wir das Spiel fast gewonnen", bilanzierte Headcoach Alexander May im Anschluss an die 53:58-Niederlage der RIST SCALA Ladybaskets (2. Bundesliga Nord) gegen den TSVE Bielefeld.
Während bei den Gästen nach der Schlusssirene der Jubel losbrach, der angesichts der entscheidenden Bedeutung der Partie in Bezug auf den Abstiegskampf verständlich war, gab es für May und sein Team wieder nur den gelben Zettel. "Dann ist der Ofen aus", hatte der Trainer vor der Begegnung mit Bielefeld für den Falle einer Niederlage prognostiziert. Der Blick auf die Tabelle gibt ihm recht: Nun wird es sehr, sehr schwer. Bielefeld als Neunter (der letzte Nicht-Abstiegsrang) hat nunmehr vier Siege sowie den besseren Vergleich gegenüber den Ladybaskets, die bisher einen Saisonsieg verbuchen konnten.
Im letzten Viertel zeigten die Ladybaskets, wie es geht. Sie kämpften leidenschaftlich, verbuchten Ballgewinn um Ballgewinn und holten gewaltig auf. Zwar gingen sie nie in Führung, waren aber bis auf einen Zähler an Bielefeld dran - plötzlich war Stimmung in der Bude! Die Gäste schienen minutenlang ratlos und erzielten sechs Minuten lang keinen Punkt. Überhaupt gelang ihnen von der 29. Minute bis zum Ende kein Feldkorb mehr - nur an der Freiwurflinie kamen die Ostwestfalen in der Schlussphase noch zu Zählern. Doch reichte es aus Sicht der Ladybaskets dennoch nicht. "Es geht nur mit der Intensität, die wir in den letzten sieben Minuten gezeigt haben. Sonst gewinnt man keinen Blumentopf", sagte May. "Dass wir verloren haben, lag an den vorherigen 33 Minuten."
Am kommenden Sonnabend (12. Februar, 15:30 Uhr) sind die Ladybaskets bei den Bender Baskets Grünberg zu Gast. Auch wenn das rettende Ufer realistisch gesehen wohl nicht mehr zu erreichen ist: An der einen oder anderen Überraschung, vielleicht auch dem einen oder anderen Sieg wollen die Ladybaskets noch arbeiten.
Statistik:
Viertelergebnisse: 12:19, 7:17, 13:12, 21:10
RIST SCALA Ladybaskets (Punkte): Wegner (12), Härm, Ochs (je 8), Heidari, Ramcke (je 7), Tullius (6), Rathjen (4), Frey (1), Hüners.
Presemitteilung: SC Rist
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