WALTER Tigers Tübingen

Gelingt gegen Bayreuth die Revanche?

jochensge am 02.02.2012 um 15:06

Ausgelassener Jubel nach dem triumphalen 80:65-Heimerfolg über die Basketballer des FC Bayern München. Nach zuletzt drei enttäuschenden Niederlagen präsentierten sich die Mannen von Tigers-Cheftrainer Igor Perovic wieder von ihrer besseren Seite und begeisterten die über 3100 Zuschauer in der restlos ausverkauften Paul Horn-Arena. Im Kampf um den Klassenerhalt ein wahrer Bigpoint, doch seit Sonntag liegt die Konzentration schon wieder auf dem nächsten Spiel. Gegner ist am Samstagabend (19.30 Uhr - Oberfrankenhalle) der BBC Bayreuth. Und gegen die Franken haben die Tübinger noch etwas gut zu machen, zeigte man bei der 53:69-Heimniederlage vor knapp drei Monaten die wohl schlechteste Saisonleistung. Die Tigers wollen sich für diese harte Niederlage vor eigenem Publikum nun revanchieren. Mit acht Siegen kann die Mannschaft von BBC-Trainer Marco van den Berg einen Sieg mehr als die Perovic-Truppe aufweisen, aktuell plagen die Franken jedoch massive Verletzungsprobleme.

"Fast-Tiger" Dave Noel fast in Bayreuth gelandet

Das Leid um das Team des ehemaligen Tigers-Spielers und heutigen Co-Trainer der Franken, Tim Ness, begann schon nach dem zweiten Spieltag. Spielmacher und Hoffnungsträger Kevin Hamilton zog sich einen komplizierten Ermüdungsbruch zu und fällt bis zum Saisonende aus. Corey Stokes erlitt im Spiel gegen ALBA BERLIN einen Kreuzbandriss, auch für ihn bedeutet dies das vorzeitige Saisonende. Dazu kommen jüngst Simon Schmitz und Stefan Schmidt mit Schulterverletzungen. Center Brandon Hunter musste wegen eines Blutergusses im Muskel operativ behandelt werden und war bei der 54:72-Pleite in Ulm zum Zuschauen verdammt. Die medizinische Abteilung der Bayreuther arbeitet indes mit voller Energie daran, dass zumindest der grimmige US-Amerikaner am Samstag gegen die Tigers aus Tübingen wieder zur Verfügung steht. Um die Personalsituation zumindest etwas zu erleichtern, verpflichteten die Franken zu Beginn der Woche den US-Amerikaner Dave Noel. Bei der sportmedizinischen Untersuchung wurde jedoch ein Teilabriss der Beugemuskulatur im Oberschenkel diagnostiziert. Der Vertrag kam folglich nicht zustande und die Franken sind nun weiter intensiv auf der Suche nach einem Neuzugang: Jener Noel stand exakt vor einem Jahr kurz vor einem Engagement bei den WALTER Tigers Tübingen, auch hier stoppte eine Verletzung den sehr sympathischen Combo Guard. Ob für Noel am Samstag schon ein neuer Akteur im Team der Franken ist, bleibt indes offen.

Trotz aller Verletzungssorgen, der kommende Gegner verfügt nach wie vor über eine gut bestückte und laut Perovic, vor allem sehr erfahrene Mannschaft. Schlüsselspieler sind zweifelsohne die beiden flinken und wurfstarken Aufbauspieler Danny Gibson und Osvaldo Jeanty. Gibson, der als Ersatz für den verletzten Hamilton verpflichtet wurde, ist mit 12,6 Punkten und 4,1 Assists Topscorer und gleichzeitig bester Vorlagengeber im Team. Jeanty weist nur unwesentlich schlechtere Werte auf, der 28-jährige Kanadier erzielt 12,4 Zähler und sammelt 2,3 Rebounds. Sowohl Jeanty als auch Gibson sind enorm gefährlich jenseits der 6,75 Meter Linie - beide haben eine Erfolgsquote von mindestens 40%. Mit Ekene Ibekwe verfügen die Bayreuther über große Athletikpower unter den Körben. Der schlaksige US-Amerikaner kommt auf 11,4 Punkte und 5,4 Rebounds, zudem ist Ibekwe immer wieder mal für einen Dreier gut. Weitere wichtige Eckpfieler im Team sind der erwähnte Hunter (7,4 ppg, 5,8 rpg) sowie die Landsmänner Tyler Smith und Beckham Wyrick. Mit Maksym Shtein steht ferner noch ein bunter Hund in Reihen der Franken, der inzwischen 31-Jährige spielte vor seinem Engagement in Bayreuth schon in Bremerhaven, Trier, Frankfurt, Ulm und Ludwigsburg.

Perovic: "Müssen Gibson und Jeanty kontrollieren."

Im Gegensatz zu seinem Kollegen an der Seitenlinie, kann Perovic wohl aus dem Vollen schöpfen. Alle Spieler sind fit und konnten unter der Woche am Trainingsbetrieb teilnehmen - und Perovic ist zufrieden mit den Leistungen im Training. "Die Mannschaft trainiert gut und wir bereiten uns gezielt auf das Spiel in Bayreuth vor. Alle wissen, dass wir auf eine starke Mannschaft treffen, jeder einzelne erinnert sich noch an das Spiel in Tübingen. Bayreuth spielt sehr aggressiv, verteidigt gut, ist erfahren und sie haben vor allem mit Gibson und Jeanty zwei Schlüsselspieler in ihren Reihen, die wir kontrollieren müssen. Dazu treten wir in einem wahren Hexenkessel an", berichtet Perovic über den kommenden Gegner der Schwaben. Sollten seine Schützlinge die vorgegebene Marschroute wie in der Begegnung gegen den FC Bayern München umsetzen, dann ist vielleicht bei den Franken etwas möglich. Der Jubel wäre folglich wieder groß, sowohl bei den Spielern als auch bei Fans, garantiert.

 

Pressemitteilung: WALTER Tigers Tübingen



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