ProB
81:84-Niederlage in Wolfenbüttel wirft den BSV zurück
TheBloob am 02.02.2012 um 07:04
Die knappe 81:84 (38:45)-Niederlage der BSV Münsterland Baskets Wulfen bei den Herzögen Wolfenbüttel am Mittwochabend hat den BSV im Kampf um den direkten Klassenerhalt in der 2. Basketball-Bundesliga ProB zurückgeworfen. Durch die Niederlage in Niedersachsen sind die Wulfener wieder auf den 10. Tabellenplatz zurückgefallen. Dieser Platz würde die Teilnahme an den Playdowns, den Abstiegsspielen mit einem Gegner der ProB Süd im März, bedeuten. Doch schon am kommenden Samstag (4.2., 20 Uhr, Gesamtschulhalle Wulfen) hat der BSV die große Chance, die Abstiegsränge wieder zu verlassen. Am Samstag gastiert der punktgleiche SC Rist Wedel in Wulfen. Wedel rangiert aktuell eine Position vor dem BSV.
In Wolfenbüttel hatte sich der BSV viel vorgenommen. Dass die zwei verwandelten Freiwürfe von Rouven Hänig zum 2:0 in der 1. Minute die erste und letzte Wulfener Führung sein sollten, ahnte da aber noch niemand. Fast im Alleingang warf Dennis Nawrocki die Herzöge Wolfenbttel 10:2 in Führung, Wulfens Coach Sebastian Borgmann nahm seine erste Auszeit. Viel besser wurde das Wulfener Spiel aber nicht. Viel zu viele Ballverluste leistete sich der Gast gegen die Wolfenbütteler Zonenverteidigung. Zum Korb kam Wulfen kaum, US-Center Dijon Smith erzielte nur zwei Körbe. Mit Dreiern schafften Steve Briggs und Romeo Bakoa den Anschluss zum 17:20. Die Gastgeber nahmen aber eine 24:19-Führung in die erste Viertelpause.
Die beste Wulfener Phase im zweiten Viertel verantworteten Rod Sherman und Steve Briggs, die von 21:28 auf 27:28 verkürzten. Doch der Ausgleich wollte auch da noch nicht fallen, stattdessen war der BSV zur Pause mit 38:45 im Hintertreffen. Trainer Sebastian Borgmann machte später die schlechte Leistung seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit für die Niederlage verantwortlich.
Nach der Halbzeitpause spürten die mitgereisten Wulfener Fans, dass der BSV das Match drehen könnte. Von 38:47 (21.) verkürzte Wulfen bis auf 48:49 (25.). Wenig später gelang Thomas Reuter an der Freiwurflinie sogar der 52:52-Ausgleich (27.). Doch in die Wulfener Euphorie feuerten Henje Knopke und Stephen Schubert zwei Dreier zum 58:52, George Michael Hart ließ nach Offensivrebound einen seiner Dunkings folgen - 60:52. Bitter für den BSV, denn bis zu diesem Zeitpunkt hatte lediglich Dennis Nawrocki in den ersten Spielminuten zwei Distanzwürfe getroffen, danach war Wolfenbütteler Ebbe in dieser Disziplin. Bis Knopke und Schubert den BSV ins Herz trafen.
Doch die Wulfener gaben sich nicht geschlagen. Briggs mit seinem fünften Dreier zum 59:60 (31.), Hendrik Bellscheidt per Dreier zum 64:67 (33.) oder Thomas Reuter per Dreier zum 76:80 und Briggs-Freiwürfe zum 78:80 eine Minute vor Ende hielten den BSV auf Schlagdistanz. Doch statt zur Wende reichte es für den BSV nur noch zum Retten des Direktvergleichs, denn das Hinspel in Wulfen hatte der BSV mit 9 Punkten Differenz gewonnen. Wulfen hatte aus den personellen Problemen der Gastgeber kein Kapital schlagen können. Kemp pausierte verletzt, Center Staebe schied schon nach 10 Minuten verletzt aus. Als US-Center Owens in der 27. Minute sein viertes Foul kassierte, hatte Wolfenbüttels Coach Travnizek kaum noch Wechselmöglichkeiten. Doch es reichte für den knappen Sieg über den BSV.
"Das mit dem Direktvergleich ist nur ein Trostpreis", sagte ein enttäuschter BSV-Coach Sebastian Borgmann nach dem Spiel. In vier noch ausstehenden Spielen, immerhin noch drei vor eigenem Publikum, wird es für den BSV mehr als schwer, die ursprünglich angestrebten elf Saisonsiege zu erzielen. Die Playoff-Teilnahme wie im Premierenjahr der Wulfener in der ProB ist in weite Ferne gerückt. Nun gilt das Augenmerk nur noch dem Abstiegskampf. Will Wulfen den schweren Gang in die Playdowns vermeiden, muss am Samstag der SC Rist Wedel geschlagen werden. Gegen den Club hat der BSV bislang allerdings noch nie gewinnen können.
BSV: Smith (13), Hummelt, Hänig (2), Reuter (14/2), Mazur, Janoschek (6), Bakoa (3/1), Bellscheidt (5/1), Briggs (32/6), Sherman (6). Herzöge: Owens (14), Nawrocki (14/2), Jones (15), Knopke (18/2), Staebe (2), Schubert (11), Adams, Hart (10), Cantürk. Schiedsrichter: Rosenbaum, Winking. Zuschauer: 420.
Pressemitteilung: BSV Wulfen
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