EnBW Ludwigsburg

Vierte 1-Punkt Niederlage der Saison in Trier

TheBloob am 30.01.2012 um 08:36

Die Basketballer der EnBW Ludwigsburg bleiben in der Beko BBL weiter ohne Fortune. Nach zweiwöchiger Spielpause reisten die Barockstädter am Sonntag gut vorbereitet und mit den Neuzugängen Fisher und Jazvin an Bord zum wichtigen Auswärtsspiel gegen den Tabellennachbarn aus Trier, letztlich musste die Mannschaft von Head Coach Steven Key jedoch erneut eine bittere 74:75 (44:39) Niederlage einstecken. Damit stehen Jerry Green & Co. in dieser Saison weiterhin ohne Erfolgserlebnis in der Fremde da und kassierten am Sonntagabend bereits die vierte 1-Punkt Niederlage der laufenden Saison.

Nach intensiven Vorbereitungen im Januar reiste das EnBW-Team am Sonntag trotz anhaltender Verletzungsprobleme mit Selbstvertrauen an die Mosel um in der Arena Trier gegen den Tabellensiebzehnten der Beko BBL endlich den ersten Auswärtssieg der Saison einzufahren. Einem war das neue Selbstbewusstsein zu Beginn der Partie besonders anzumerken, sorgte der junge Tim Koch, der für den mit Rückenproblemen zu kämpfenden Alex Harris in der Startformation stand, doch mit einem Treffer von der Dreierlinie, sowie einem erfolgreichen Vierpunktspiel für die ersten sieben Zähler der Gäste um Ludwigsburg damit früh in Führung zu bringen. Kapitän Jerry Green erhöhte wenig später auf 9:4, dann jedoch konterte Trier mit einem 10-0 Lauf und es entwickelte sich ein von beiden Seiten überaus intensiv geführtes Basketballspiel. Die Einwechslung von Neuzugang Anthony Fisher brachte für Ludwigsburg noch einmal frischen Wind aufs Parkett. Der Linksänder erzielte binnen weniger Minuten neun Punkte und sorgte mit seinem erfolgreichen Einstand für eine 24:20 Führung nach dem ersten Abschnitt.

In den zweiten zehn Minuten sahen die zahlreich mitgereisten EnBW-Fans zunächst einen offenen Schlagabtausch, wobei die Barockstädter ständig die Oberhand behielten. Tim Koch netzte erneut von der Dreierlinie ein, Johannes Lischka legte für die EnBW’ler nach und der zweite Neuzugang Ermin Jazvin erhöhte zwischenzeitlich auf 38:31, das Gästeteam verpasste es in dieser Phase jedoch den Vorsprung entscheidend auszubauen und so ging es nach zwei Zwiener-Freiwürfen beim Stand von 44:39 in die Halbzeitpause.

Anschließend kam Ludwigsburg besser aus der Kabine und stellte zu Beginn des zweiten Durchgangs beim 48:39 die höchste Führung des Spielverlaufs auf, Trier blieb durch Dreier von Nate Linhart und Dru Joyce jedoch im Spiel und hatte sich wenig später nach einem 7-0 Run den Vorsprung (50:52) zurückerobert. Beim 61:61 Gleichstand startete man dann in die letzten zehn Minuten.

Hier erwischten die Hausherren durch einen Distanztreffer von Oskar Faßler einen guten Start, Jeff Greer hatte aber prompt die richtige Antwort parat brachte sein Team zurück in Front (65:64), ehe John Bynum und Maik Zirbes (22 Punkte, 12/12 Freiwürfe, 7 Offensivrebound) einen 6-0 Zwischenspurt für das TBB-Team komplettierten. 14 Führungswechsel und 8 Mal Gleichstand sollten am Ende in der Statistik vermerkt werden, die Partie war in der Schlussphase also überaus hart umkämpft, sodass die Barockstädter dank der Initiative von Jerry Green, der nun Verantwortung übernahm um mit fünf eigenen Punkten, sowie einer gelungenen Vorlage auf Ermin Jazvin wieder einen 74:72 Vorsprung herzustellen, noch einmal zurückkamen. Es folgten allerdings ein erfolgreicher Dreier von Nate Linhart und Fehlwürfe von Dorris und Green, ehe Anthony Fisher in den hitzigen Schlusssekunden zwei schwere Würfe nicht verwerten konnte. Somit mussten die Ludwigsburger Basketballer am Ende eine 74:75 Pleite einstecken, die vierte 1-Punkt Niederlage in dieser Saison. Nach 19 Spieltagen steht das EnBW-Team nun auf dem 17. Tabellenplatz.

Headcoach EnBW Ludwigsburg Steven Key:
„Beide Mannschaften brauchten heute die zwei Punkte. Trier hatte hier die glücklichere Hand. Wir haben unserem Gegner zu viele Offensivrebounds gestattet, die immer eine zweite Chance bedeuten. Außerdem war unsere Assist-Quote zu gering, hier müssen wir in der Zukunft zulegen.“

Headcoach TBB Trier Henrik Rödl:
„Es war ein sehr, sehr wichtiges Spiel für uns. Beide Mannschaften hätten den Sieg verdient. Ludwigsburg kam gut eingestellt auf den Platz und hatte vor allen Dingen in der ersten Halbzeit eine hohe Trefferquote. Es war unser Bestreben, die einfachen Würfe des Gastes zu verhindern, das ist uns in der zweiten Halbzeit gelungen und war letztendlich der Schlüssel zum Sieg.“

Die Viertel im Überblick: 24:20 20:19 17:22 13:14

Statistik:

Scorer Ludwigsburg:
Fisher (14), Koch (11), Green (11), Greer (9), Lischka (7), Looby (6), Dorris (6), Jazvin (6), Zavackas (4, 6 Rebounds), McCray (0), Hadzovic (n.e.)

Scorer Trier:
Zirbes (22, 9 Rebounds), Joyce (12, 4 Assists), Zwiener (10, 5 Rebounds, 4 Assists), Linhart (9, 6 Rebounds, 5 Assists), Bynum (9), Washington (6), Seiferth (4), Faßler (3), Dojcin (0), Saibou (n.e.), Picard (n.e.), Dietz (n.e.)


Pressemitteilung: EnBW Ludwigsburg



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